In Uganda können Touristen die letzten Berggorillas besuchen

Wer eine Reise nach Uganda plant, wird möglicherweise bei seinen Freuden und Bekannten ziemliches Unverständnis erregen. Der Autor des Reiseführers „Uganda. Ruanda“ Christoph Lübbert teilt solche Bedenken überhaupt nicht: „Uganda ist mehr als eine Reise wert. Die Infrastruktur ist nun auch im bislang weniger touristischen Norden modern und einladend. Die Sicherheitslage gilt inzwischen als ausgezeichnet.“ Touristen kommen hauptsächlich wegen der Vielfalt und Einzigartigkeit der Natur nach Uganda und Ruanda. In Uganda zählen zu den Attraktionen der Queen Elizabeth National Park, die Seen im Zentralafrikanischen Grabenbruch sowie die spektakulären Wasserfälle des Nils zu den Besuchermagneten. Auch Ruanda ist seit 1998 wieder uneingeschränkt bereisbar. Viele Touristen lockt vor allem die Berggorillas im Volcanoes National Park an, in dem die Forscherin Dian Fossey viele Jahre wirkte.

Die „Praktische Reisetipps A-Z“ enthalten die wichtigsten Reiseempfehlungen

Gegliedert hat Christoph Lübbert den Reiseführer „Uganda. Ruanda“ wie folgt: für beide Länder gibt es zunächst die „Praktischen Reisetipps A-Z“, die alle wichtigen Empfehlungen für die Vorbereitung und Umsetzung der Reise enthalten. Im Kapitel „Land und Leute“ erfolgen jeweils eine kurze Landeskunde mit allen wichtigen Informationen zur Natur, Geschichte, Bevölkerung und vieles mehr. In einem Sonderteil, der 48 Seiten umfasst, beschreibt der Autor anschließend die Tierwelt Ostafrikas.

Der Abschnitt „Unterwegs in Uganda“ umfasst fünf Unterkapitel, in denen Landschaften, Regionen, Dörfer und Städte des Landes ausgehend von der Hauptstadt Kampala, im Uhrzeigersinn von Westen nach Osten, vorgestellt werden. Das Kapitel „Unterwegs in Ruanda“ widmet sich in ähnlicher Weise den touristischen Regionen dieses Landes. Ausgangspunkt für die Entdeckungsreise durch Ruanda ist diesmal dessen Hauptstadt Kigali. Am Ende des Buches findet der Leser einen 20-seitigen Atlas vor.

Im Nyungwe Nationalpark leben dreizehn Primatenarten

Eine Touristenattraktion ist der Bwindi Impenetrable National Park, der in Südwestuganda am Rande des Zentralafrikanischen Grabens auf dem höchsten Block des Rukiga-Hochlandes liegt. Seit 1994 ist das Naturschutzgebiet in die Weltnaturerbeliste der UNESCO aufgenommen. Der Nationalpark schützt den Lebensraum von rund 350 Berggorillas, die fast die Hälfte der Weltgesamtpopulation ausmachen. Die Vegetation besteht hier aus dichten Berg- und Regenwäldern. Die meisten Besucher kommen wegen einer Gorillapirsch hierher. Die Dauer einer solchen Führung beträgt zwischen 30 Minuten und fünf Stunden.

In Ruanda ist der Nyungwe National Park ein beliebtes Ziel von Naturliebhabern. Der Nationalparkstatus schützt einen der besterhaltenen Bergwälder in ganz Ostafrika. Die Tierwelt ist einzigartig. Hier leben dreizehn Primatenarten, eine der höchsten Primatendichte weltweit. Der Nyungwe National Park ist zum Beispiel die Heimat von Mantelaffen, Grauwangenmangaben, Vollbartmeerkatzen sowie von rund 500 Schimpansen. Zudem leben hier 75 Säugetier-, 310 Vogel- und 120 Schmetterlingsarten.

Uganda. Ruanda
Handbuch für individuelles Entdecken
Christoph Lübbert
Verlag: Reise Know-How
Broschierte Ausgabe: 496 Seiten, Auflage 5: 2012
ISBN: 978-3-8317-2234-1,  24,90 Euro
Von Hans Klumbies

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