Falsche Erziehung kann Kinder zu Tyrannen machen

Der italienische Psychologe und Erziehungsberater Osvaldo Poli schreibt in seinem neuen Buch „Wenn Mütter zu sehr lieben“, dass es Mütter und Väter gibt, die ihren Nachwuchs auf falsche Weise lieben. Er erklärt die Mängel: „Ohne das Maß, ohne die Grenze im Blick zu behalten, die die echte Liebe ihnen auferlegt. Der Erziehungsfehler wird nie durch eine zu große Liebe verursacht. Das „Zuviel“ stellt hier eher eine Einschränkung oder Unvollkommenheit dar.“ Wenn die Eltern bei der Zuneigung zu ihren Kindern gewisse Fehler begehen, werden sie laut Osvaldo Poli kleine Tyrannen heranziehen. Seiner Meinung nach tun Eltern, die nie nein sagen können und ihren Kindern alles erlauben, nichts Gutes.

Der evolutionäre Sinn des Gefühls der Eifersucht

Die Eifersucht ist keineswegs nur ein Phänomen der Erwachsenenwelt. Kinder können schon im Alter von einem halben Jahr eifersüchtig auf ihre Geschwister werden, die anscheinend mehr Zuneigung von den Eltern erfahren. Die Eifersucht der Erwachsenen bezieht sich nicht nur auf menschliche Konkurrenz, sondern auch auf die Arbeit oder die Steckenpferde des geliebten Partners. Für Evolutionspsychologen ist die Eifersucht ein sinnvolles Gefühl, da es sich bemerkbar macht, wenn eine Partnerschaft oder Ehe bedroht und damit die Fortpflanzung in Gefahr gerät. Besonders stark ausgeprägt ist die Eifersucht bei Menschen, die sich selbst wesentlich unattraktiver empfinden als ihren Partner.

Der entspannte Umgang mit den eigenen Kindern

In seinem Buch „Kinder brauchen Grenzen“ erklärt der Familienberater Jan-Uwe Rogge den Eltern die Geheimnisse des entspannten Umgangs mit ihren Kindern. Dabei fragt er immer nach, warum ein Kind etwas tut, beispielsweise trotzig ist oder schimpft. Oft will es damit nur die Grenzen der Eltern testen. Eines macht der Familienberater von Anfang an deutlich, indem er schreibt: „Grenzen setzen heißt auch, alles unter Kontrolle haben zu wollen. Und das geht einfach nicht.“ So ist es auch kein Wunder das viele Eltern überfordert sind, ihren Kindern deutliche Grenzen aufzuzeigen.

Aristoteles denkt über die Großzügigkeit nach

Die Großzügigkeit gilt für Aristoteles als die Mitte des Verhaltens zu Geld und Geldeswert unter den Menschen. Denn der Großzügige erwirbt sich die allgemeine Anerkennung in der Hinsicht auf das Geben und Nehmen von Geld und Geldeswert und zwar in höherem Grade beim Geben. Den Begriff Geldeswert definiert Aristoteles wie folgt: alles, dessen Wert durch Geld gemessen wird. Zum Thema Geld gehören für den Philosophen aber auch Verschwendungssucht und kleinliches Knausern: sie stellen hierbei das Übermaß dar und die Unzulänglichkeit.

Die Liebe gehört zu den Primärtrieben des Menschen

Der Primatenforscher Harry Harlow weigerte sich Begriffe wie „Nähe“ zu benutzen, wenn er „Liebe“ meinte. Er beschrieb die Liebe als wunderbaren Zustand, tief, zärtlich und lohnenswert. Er war der Meinung, dass die Psychologen darin versagt hätten, Liebe und Zuneigung wissenschaftlich zu analysieren. Der Behaviorismus behauptet, menschliche Wesen werden durch ihre primären Triebe wie Hunger, Durst, Auslöschung, Schmerz und Sex motiviert. Andere Motive wie Liebe und Zuneigung gelten als zweitrangig.