
April 6, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
In den letzten dreißige Jahren hat der private Reichtum laut Tony Judt in den Industrienationen deutlich zugenommen. In Amerika, Großbritannien und einigen anderen Ländern haben Finanzgeschäfte die Industrie oder den Dienstleistungssektor als Quelle von Privatvermögen verdrängt und zu einer verzerrten Wertschätzung ökonomischen Handels geführt. Reiche hat es seiner Meinung nach schon immer gegeben, aber heute ist ihr Vermögen größer als zu irgendeiner anderen Zeit. Es fällt Tony Judt leicht, diese privaten Privilegien zu verstehen und zu beschreiben. Schwerer ist es für ihn, die öffentliche Verwahrlosung zu beschreiben, in die viele Staaten versunken sind. Er zitiert Adam Smith, der gesagt hat: „Keine Gesellschaft kann gedeihen und glücklich sein, in der der weitaus größte Teil ihrer Mitglieder arm und elend sind.“
Kategorie: Politik, Soziologie |
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April 18, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Alle Menschen streben nach Zuwendung, Wertschätzung und Liebe. Bei gestörten Beziehungen oder dem Verlust von Bindungen kommt es daher zu Aggressionen. Der Medizinprofessor und Psychotherapeut Joachim Bauer geht davon aus, dass der Mensch ein auf Kooperation ausgerichtetes Wesen ist. Denn die Kernmotive der Natur sind Kooperation, Spiegelung und Resonanz.
Kategorie: Buchrezensionen |
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Februar 8, 2010 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Der griechische Philosoph Platon zählt zu den Kardialtugenden Weisheit, Tapferkeit, Besonnenheit und Gerechtigkeit. Der Scholastiker Thomas von Aquin fügte ihnen noch drei weitere hinzu: die Liebe, den Glauben und die Hoffnung. Diesen sieben fundamentalen Tugenden stehen die so genannten sieben Todsünden gegenüber. Sie heißen Wut, Neid, Hochmut, Geiz, Völlerei, Wollust und Trägheit des Herzens.
Kategorie: Soziologie |
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November 23, 2009 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Peter Ferdinand Drucker zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten Management-Vordenkern. Er hat wie kein anderer die Ansichten über die Führung eines Unternehmens in modernen Zeiten geprägt. Eine seiner Erkenntnisse, die leider allzu oft auf taube Ohren stieß, lautet: „Das freie Unternehmertum lässt sich nicht dadurch rechtfertigen, dass es dem Geschäft dient. Es lässt sich nur dadurch rechtfertigen, dass es der Gesellschaft dient.“ Peter Ferdinand Drucker setzte sich als Erster für die Notwendigkeit professionellen Management als erlernbaren Beruf ein, der für die Gestaltung der Gesellschaft unverzichtbar sei. Er betrachtete das Management als eine edle Berufung und verglich es mit den Berufen eines Arztes oder Juristen. Was er am Management überhaupt nicht leiden konnte, war die technokratische Zahlenoptimiererei.
Kategorie: Wirtschaft |
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