Philipp Hübel weist auf die Tücken der Selbstbeobachtung hin

Menschen schmecken hauptsächlich mit ihrer Nase. Der Geruchssinn gehört evolutionär zu den ältesten Sinnesorganen. Die Verarbeitung olfaktorischer Reize ist dabei

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Ein kleines Wörterbuch über die Sprache des Weins

Die Weinsprache ist nicht homogen, sondern unterscheidet sich nach Regionen und Historie. Es gibt Ausdrücke, die nur in der Weinsprache vorkommen wie Böcksern, was so viel heißt wie nach faulen Eiern riechen und schmecken. Oder Jufteln, das den charakteristischen Geruch älterer Weine in Russland bezeichnet. Mit Kämmseln wird ein Wein bezeichnet, wenn er nach Beerenstielen schmeckt. Der Autor Hans-Peter Althaus lehrt seit 1971 als Professor der Germanistik an der Universität Trier und ist Leiter eines Forschungsprojekts zur Terminologie der Weincharakterisierung. Die knappsten Formulierungen findet man laut Althaus bei den Winzern und Weinkommissionären. Das führt dann oftmals zu allerknappsten Beschreibungen wie „vollmundig, rassig“ oder „Bouquet, Finesse“.

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