Robert J. Shiller analysiert den schillernden Begriff der Schulden

Einfache Finanzbegriffe wie Schulden sind in der Sprache von tiefgreifenden Verflechtungen durchdrungen. Handelt es sich dabei um Staatsschulden, werden sie allem Anschein nach mit patriotischen Glauben an die eigene Regierung in Verbindung gebracht. Robert J. Stiller ergänzt: „Handelt es sich aber um unsere eigenen Schulden, wird das Wort reflexartig negativ besetzt, selbst wenn Schulden in [...]

Ein Skandal muss nicht zum Verfall der Sitten führen

Skandale können laut Professor Dr. Ingo Pies, der Wirtschaftsethik an der Universität Halle-Wittenberg lehrt, gesellschaftliche Lernprozesse fördern und dazu beitragen, dass sich das Zusammenleben der Bürger verbessert. Skandale können seiner Meinung nach aber auch zu unnötigen persönlichen Verletzungen führen oder gesellschaftlichen Blockaden im Denken und Handeln zementieren. Professor Dr. Ingo Pies hat einige Thesen aufgestellt, die dazu beitragen sollen, den gesellschaftlichen Umgang mit Skandalen zu kultivieren. Seine erste These lautet: „Skandale sind nicht mit Sittenverfall gleichzusetzen. Das Gegenteil ist richtig. Eine Skandalierung kommuniziert im Modus öffentlicher Entrüstung, dass eine bestimmte Norm unnötigerweise verletzt wurde. Auf diese Weise trägt der Skandal zur kollektiven Selbstvergewisserung bei, dass die Norm weiterhin Geltung haben soll.“