Die Abhängigkeit der Industrienationen vom Erdöl

Nach einer schweren weltweiten Rezession, die vor allem durch die Gier unverantwortlicher Bankmanager verursacht wurde, steht die Weltwirtschaft erneut am Rand des Abgrunds. Die Aufstände der Bevölkerung gegen die Ditatoren in Nordafrika und im Nahen Osten haben den Ölpreis auf den höchsten Stand seit zwei Jahren katapultiert. Nicht wenige Wirtschaftsexperten rechnen damit, dass der Preis für einen Liter Superbenzin in Europa bald im Durchschnitt zwei Euro kosten könnte. Schon wird die Gegenwart mit den Jahren 1973 und 1979 verglichen, als Krisen bei der Ölversorgung, zu jeweils heftigen Einbrüchen in der Konjunktur führten.

Eine laxe Geldpolitik führt zur Gefahr der Stagflation

Die US-Notenbank Federal Reserve (FED) hat kürzlich angekündigt, noch einmal 600 Milliarden Dollar in die amerikanische Wirtschaft zu pumpen, zusätzlich zu den 1,7 Billionen Dollar, die schon vorher in Konjunkturprogramme geflossen waren. Die FED glaubt, dass die amerikanischen Banken dieses zusätzliche Geld als Kredite an Unternehmen und Privatleute weiterreichen, um das Bruttoinlandsprodukt zu steigern. Doch der Plan der US-Notenbank scheint nicht aufzugehen, da die Dollars aus Amerika in Schwellenländer wie Brasilien abfließen. Brasilien ist davon überhaupt nicht begeistert, da durch die Geldschwemme die Inflation im Land steigt. Nicht nur die Amerikaner haben die Geldmenge erhöht, Japan und Europa haben nachgezogen, wodurch die Gefahr einer Inflation in den Industrieländern zugenommen hat.

H. J. Heinz erschloss mit Ketchup einen Weltmarkt

Den weltweiten Siegeszug der würzigen Tomatensauce, sprich Ketchup, führte Henry John Heinz an, ein Amerikaner mit deutschen Vorfahren, der vor 140 Jahren das Rezept des „Tomato-Ketchup“ erfand. Damals stellte er erstmals in der kleinen dunklen Küche seiner Mutter die Zutaten für eine Sauce zusammen, die ihren Siegeszug um die Welt antreten sollte. Heute ist die Marke „Heinz“ überall bekannt, sie zu quasi zu einem Synonym für Ketchup geworden. Wirtschaftsexperten schätzen allein den Wert der Marke auf mindestens 2,5 Milliarden Dollar. Das Unternehmen Heinz ist einer der weltweit bekanntesten Lebensmittelkonzerne mit einem Jahresumsatz von knapp über 10 Milliarden Dollar und rund 32.000 Beschäftigten.

Mancur Olson: "Offene Märkte sorgen für Reichtum"

Offene Märkte sind für Mancur Olson die beste Grundlage für eine reiche Gesellschaft. Kartelle, Absprachen über den Markt und Koalitionen bei der Verteilung tragen den Keim für die relative Verarmung in sich. In seinen wirtschaftstheoretischen Arbeiten beschäftigte sich Mancur Olson hauptsächlich mit dem Widerspruch zwischen individueller Rationalität und der kollektiven Irrationalität. Das Buch „Die Logik kollektiven Handelns“ (1968) und sein Hauptwerk „Aufstieg und Niedergang der Nationen“ (1985) sind auch in deutscher Sprache veröffentlicht worden.

Der ökologische Weihnachtsbaum

Immer mehr Deutsche lehnen Weihnachtsbäume ab, die mit chemischen Spritzmitteln großgezogen worden sind und stellen sich lieber eine Öko-Tanne ins Wohnzimmer. Die Waldschutzorganisation Robin Wood rät, Weihnachtsbäume aus Forstbetrieben oder Weihnachtsbaumkulturen zu kaufen, die nach ökologischen Regeln bewirtschaftet werden. Erkennen kann der Verbraucher dies am Siegel des FSC (Forest Stewardship Council) oder des Naturland-Verbandes. Es gibt viele Biobetriebe, die ihre Weihnachtsbäume direkt ab Hof verkaufen. Auf der Homepage von Robin Wood gibt es eine Liste mit etwa 40 Händlern und Bauern, die Bio-Weihnachtsbäume anbieten. Wer keinen Biobauern in seiner Nähe hat, kann sich an das zuständige Forstamt wenden oder beim Förster nachfragen.