
Mai 22, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Der Anarchismus als politische Bewegung ist aufs engste mit der Person Michail Bakunins verbunden. Nach 1844 unterstützte er alle revolutionären Bewegungen in Europa und büßte dieses Engagement mit über acht Jahren Haft. 1861 floh er aus der Verbannung in Sibirien und lebte anschließend vorwiegend in der Schweiz und Italien, wo er sich Putschversuchen und der Organisation von öffentlichen und geheimen Bruderschaften beschäftigte. Nach einem gescheiterten Aufstand in Bologna zog er sich 1874 aus der Öffentlichkeit zurück. Michail Bakunins bekanntestes Buch ist „Gott und der Staat“, das 1871 veröffentlicht wurde. Der Anarchist greift darin die Herrschaft in all ihren Formen an.
Kategorie: Philosophie, Politik |
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April 11, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Für die konventionelle Wirtschaftstheorie ist menschliches Handeln eine Abfolge rationaler Entscheidungen. Sie ist laut Tony Judt zwar angeschlagen, aber unbeeindruckt, obwohl sie die Finanzkrise weder vorhergesehen noch verhindert hat. Für die Anhänger dieser Theorie ist der Mensch ein ökonomisches Wesen, der nur seine individuellen Interessen verfolgt und dabei Kriterien wie Altruismus, Selbstverleugnung, Geschmack, kulturelle Gewohnheiten oder kollektive Wünsche nur minimal berücksichtigt. Da der Mensch mit genügend vielen und korrekten Informationen über den Markt ausgestattet ist, trifft er demnach die bestmöglichen Entscheidungen, die sowohl dem eigenen Interesse dienen als auch dem Ganzen zugute kommen.
Kategorie: Wirtschaft |
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Juni 29, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat in einer neuen Studie herausgefunden, dass sich der Abstand von Vermögen und Einkommen zwischen armen und reichen Menschen in Deutschland immer mehr vergrößert. Die Bundesregierung ist laut den Forschungsergebnissen des DIW mitschuldig an der prekären Entwicklung, da sie mit ihrem Sparprogramm hohe Einkommen nicht antastet, die Bezieher niedriger Löhne dagegen belastet. Die Autoren der Studie Jan Goebel, Martin Goring und Hartmut Häußermann stellen fest: „Auf der einen Seite steigt die Zahl der Menschen, die im Luxus leben, und auf der anderen Seite die Zahl derjenigen, die mit niedrigem Einkommen auskommen müssen oder sogar arm sind.“
Kategorie: Soziologie |
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März 18, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Häufig sind Vegetarier überdurchschnittlich gut gebildet, gehören zur Gruppe der Frauen und wohnen in einer Großstadt. Immer mehr Menschen in Deutschland verzichten darauf, Fleisch zu essen. Sie entscheiden sich beim Mittagessen lieber für ein Mango-Birnen-Chutney oder für ein Sojagericht. Bratwurst oder Schnitzel sind für sie ein Graus. Der Vegetarierbund Deutschland (Vebu) behauptet, dass etwa acht Prozent der Deutschen Vegetarier sind – das heißt sechs Millionen Menschen. Die Nationale Verzehrstudie II hat allerdings herausgefunden, dass nur 1,6 Prozent der Deutschen auf Fleisch verzichten.
Kategorie: Allgemein |
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Januar 19, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Völlig unbeeindruckt von Statusängsten oder Statusfatalismus bleibt nur die deutsche Oberschicht. Sie interessiert sich nicht für die Bindungskraft der Gesellschaft, weil sie sich international an ihresgleichen orientiert. Hoch mobil, gut ausgebildet, materiell abgesichert. Der Soziologe Lord Ralf Dahrendorf hatte sie einst als neue „globale Klasse“ bezeichnet. Für den Rest der deutschen Gesellschaft gilt – von der Sehnsucht nach der Verbesserung des eigenen Status, vom Glauben daran, dass jeder die soziale Leiter ein Stückchen weiter nach oben steigen kann, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Wenn es der Statushunger ist, der die Bundesbürger auf ein gemeinsames Wertesystem einschwört, dann haben die Deutschen an Gemeinsamkeiten kaum noch etwas zu verlieren.
Kategorie: Soziologie |
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