Daniel Goeudevert plädiert für Anstand und Fairness

Für den ehemaligen Topmanager Daniel Goeudevert haben verantwortliches Handeln und Anstand nicht nur eine zivile und soziale, sondern auch eine wichtige ökonomische Dimension. Doch diese Tatsache scheint heute fast vollständig in Vergessenheit geraten zu sein. Daniel Goeudevert schreibt: „Rücksichtslosigkeit wird irgendwann vom Markt bestraft. Nur wer die Konsequenzen seines Tuns bedenkt, wer verlässlich ist, Qualität [...]

Die Philosophie muss wieder Alltagsfragen beantworten

Für Julian Nida-Rümelin geht es in der Philosophie um Fragen wie: Was ist gerecht?, Wirkt in der Welt eine Vorsehung oder ist alles durch den Zufall bestimmt? Dies sind uralte Fragen, die sich Philosophen zu jeder Zeit neu stellen müssen. Die Philosophie soll sich seiner Meinung nach nicht nur als akademische Disziplin verstehen, sondern einen [...]

Montesquieu unterscheidet drei Regierungsformen

Montesquieu definiert das Wesen des Staates über seine verschiedenen Abhängigkeiten wie vom Klima, von der Wirtschaft und Gesellschaft sowie der Religion. Seiner Meinung nach gibt es ein politisches Recht, dass für jede einzelne Gesellschaft verschieden ist. Die Zusammenfassung aller Rechte einer Gesellschaft nennt er Staat, der für ihn eine Verkörperung von Macht und Gesetz darstellt. Montesquieu unterscheidet drei Formen der Regierung: Republik, Monarchie und Despotie. In einer Republik ist das gesamte Volk oder ein Teil des Volkes im Besitz der souveränen Macht. Die Souveränität des Volkes in der Republik wird vor allem dadurch deutlich, dass die Gesetze, auf dem Wege der Abstimmung, allein vom Volk beschlossen werden.

Seneca erörtert den Wert und die Würde der Philosophie

Seneca ist davon überzeugt, dass die Menschen die Fähigkeit, ihr Leben sinnvoll zu gestalten, der Philosophie verdanken. Das gilt mit einer Einschränkung: Fertiges Wissen schenkt sie freilich keinem, die Möglichkeit es aber zu erwerben, allen. Kämen die Menschen vollendet klug zur Welt, hätte die Weisheit seiner Meinung nach ihren höchsten inneren Wert verloren, nämlich gerade kein Zufallsgeschenk zu sein. Seneca schreibt: „So aber besteht ihr Wert und ihre Würde gerade darin, dass sie sich nicht aufdrängt, dass jeder sie sich selbst verdankt, dass kein anderer sie uns verschaffen kann.“ Als Allerweltsgeschenk hätte die Philosophie den Menschen nicht viel zu bieten.

Selbstentfaltung ist die zentrale Aufgabe des Lebens

Erich Fromm unterscheidet zwischen einer autoritären und einer humanistischen Ethik. Die autoritäre Form schreibt dem Menschen Gebote und Verbote von außen vor, die humanistische Variante untersucht das Wesen des Menschen und erkennt die Wege und Hilfsmittel, die zur Selbstverwirklichung beitragen. Bei der humanistischen Ethik ist das Wohl der Menschen das einzige Kriterium für ethische Werte. Die autoritäre Ethik schätzt vor allem Gehorsamkeit und Unterwürfigkeit. Erich Fromm setzt die Ethik fast mit der Lebenskunst gleich, die jeder Mensch lernen muss, wenn er sein Leben erfolgreich und glücklich bewältigen will.