Joyce Carol Oates fühlt sich der Wahrheit verpflichtet

Die amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates hat mehr als sechzig Romane geschrieben, ein wildes Sammelsurium aus Liebesgeschichten, Familiendramen, Romanzen, Psychothrillern, Schauerromanen und Geistergeschichten. Die Initialzündung für ihre beeindruckende Schriftstellerinnenkarriere war eine illustrierte Ausgabe des Buchs „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, das ihr ihre Großmutter zum achten Geburtstag schenkte. Joyce Carol Oates verliebte sich in [...]

Maurice Merleau-Pontys Philosophie der Leiblichkeit

Den Leib, über den er philosophiert, fasst Maurice Merleau-Ponty als ein Subjekt auf, der dem Menschen die Dinglichkeit und die Mitmenschen erschließt. Er ist so stark zu allem und jenem geöffnet, dass er durch seine Haut nur scheinbar begrenzt wird. In Wirklichkeit reicht er bis zum Horizont, wo die Sicht und die Gefühle enden. Wo Menschen kooperieren, verstehen sie sich gleichsam von Leib zu Leib. In dieser wechselseitigen Berührung der Seelen im Verständigungsprozess schwingt nicht selten ein erotischer Moment mit. Die Erotik ist laut Maurice Merleau-Ponty die dem Menschen gegebene Möglichkeit, sich mit einem Du ohne Sprache zu einigen, wobei jeder dem anderen dazu verhilft, das Wohnen im Leibe und damit in der Welt zu verwirklichen.

Antonio Damasio erklärt das autobiographische Selbst

Eine Autobiografie besteht für Antonio Damasio aus persönlichen Erinnerungen, aus der Gesamtheit der Lebenserfahrungen eines Menschen, einschließlich der spezifischen oder vagen Pläne, die er sich von der Zukunft gemacht hat. Antonio Damasio schreibt: „Das autobiografische Selbst ist die bewusst gemachte Autobiografie. Es greift auf das gesamte Spektrum unserer im Gedächtnis verbliebenen Vergangenheit zurück, der jüngeren [...]

Tim Jackson stellt seine Vorstellung vom Wohlstand vor

Die Grundlage für die Vorstellung von Wohlstand ist laut Tim Jackson die Fähigkeit des Menschen zu gedeihen, und zwar innerhalb der ökologischen Grenzen eines endlichen Planeten Erde. Er gibt zu, dass diese Vorstellung zweifellos materielle Aspekte beinhaltet. Denn es wäre seiner Meinung nach absurd zu behaupten, alles sei bestens, wenn es an Essen und Obdach [...]

Theodor Reik erklärt den Beruf des Psychoanalytikers

Für Theodor Reik ist das Hauptwerkzeug eines jeden Psychotherapeuten seine eigene Persönlichkeit. In seinem Buch „Hören mit dem dritten Ohr – Die innere Erfahrung eines Psychoanalytikers“ beschreibt er sein ganzes Berufswissen. Er hat erkannt, dass das Verstehen einer fremden Person mit dem Verstehen des eigenen Selbst untrennbar miteinander verbunden ist. Er vertritt die These, dass nur derjenige ein guter Analytiker werden kann, der die Forderung „Erkenne Dich selbst!“ mit Hartnäckigkeit und Radikalität auf das eigene Leben angewandt hat. Aber für den Berufserfolg als Psychoanalytiker ist nicht nur die Introspektion von großer Bedeutung, sondern auch das Studium der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Psychologie, der Literatur, der Philosophie und anderer Sozialwissenschaften.