
Dezember 13, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis und C. G. Jung schließlich die Wirksamkeit archetypischer Bestandteile des kollektiven Unterbewusstseins oder verborgener Sehnsucht nach religiöser Erlösung. Victor-Emil von Gebsattel konnte von diesen Traumtheorien nur Teile akzeptieren. Er ist sich der Vieldeutigkeit und Vielschichtigkeit des Träumens bewusst und hegt nicht die Illusion, die flüchtigen Erscheinungen der Tätigkeit des Bewusstseins während des Schlafes durch eine einzige und einheitliche Theorie erklären zu können.
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November 5, 2011 | veröffentlicht von
hkl
Ein Aspekt der ehelichen Beziehungen, der ebenso gründlich missverstanden wird wie das sexuelle Verlangen, ist für den amerikanischen Psychologen und Sexualtherapeuten David Schnarch derjenige der Intimität. Die emotionale Intimität spielt seiner Meinung nach bei der Stabilisierung von Liebesbeziehungen eine sehr entscheidende Rolle. David Schnarch schreibt: „Intimität ist ebenso komplex wie sexuelles Verlangen und ein weiteres [...]
Kategorie: Psychologie |
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Oktober 21, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Der Therapeut und Psychiater Eric Berne vertrat die These, dass man sich ohne alle Vorbehalten einem Orgasmus hingeben und ihn genießen sollte. Doch viele Menschen können es seiner Meinung nach nicht lassen, Nutzen aus dem Orgasmus zu ziehen, in sozusagen auszuschlachten. Meist verwenden sie ihn dazu, sich erneut ihre Männlichkeit oder ihre Weiblichkeit bestätigen zu lassen. Aber mehr noch, um im Wettbewerb um die Männlichkeit oder Weiblichkeit mit mehr und schöneren Orgasmen protzen zu können.
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Juli 2, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Harry Stack Sullivan hat in der Theorie und Praxis der Psychotherapie wertvolle Neuerungen eingeführt, die weit über das orthodoxe psychoanalytische Verfahren hinausreichen. So lehnte er es beispielsweise ab, mit seinen Patienten in endlosen Sitzungen Träume zu deuten, Erlebisse aus der Kindheit zu rekonstruieren und „Sexualromane zu dichten“. Sein therapeutisches Hauptanliegen war, zusammen mit dem Patienten dessen Verhaltensmuster zu erforschen, die ihm im Umgang mit sich selbst und mit seinen Beziehungspersonen besondere Schwierigkeiten bereiten. Dabei wollte er nicht die Rolle des kühlen und unbeteiligten Beobachters spielen. Er vertrat die Meinung, dass die wichtigsten Daten für die Einschätzung eines anderen Menschen nur durch teilhabende Beobachtung gewonnen werden können.
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März 18, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Fritz Künkel sieht die Aufgabe der Psychotherapie in erster Linie als Charakteranalyse. Diese Einschätzung bedeutet für ihn eine psychologische Behandlung des ganzen Menschen um Gegensatz zur analytischen Zergliederung irgendwelcher Teilbefunde. Der Psychotherapeut muss dabei sowohl rational wie auch emotional auf den Patienten einwirken. Ganz konkret müssen der Analytiker und der Analysand in eine langdauernde Wechselwirkung des Verstandes und der Gefühle zueinander eintreten, in deren Verlauf die Ziele und Zwecke es Patienten in Richtung auf Lebensbejahung und Freundlichkeit gegenüber der Gemeinschaft abgeändert werden sollen. Nur wenn ein Mensch die bewussten und unbewussten Zielsetzungen seines Lebensplans umgestaltet, kann er die Erregungen seiner Seele, die Symptome und Ineffizienzen derselben überwinden.
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