Aristoteles macht aus der Ökonomie eine Wissenschaft

Aristoteles gebührt das Verdienst der Ökonomie (oikonomia) ihren Namen gegeben und als eigenständige Wissenschaftsdisziplin begründet zu haben. Dennoch muss man feststellen dem Homo politicus dem Homo oeconomicus überordnete. In allen seinen Schriften, seinen sie über Ethik, Politik oder Ökonomie, fasst er die Einzeldisziplinen als Teile einer praktischen Philosophie auf, die sich immer wieder mit der Frage nach dem guten Leben beschäftigt. Er sucht die Wurzel des Glücks der Menschen und die bestmögliche Ordnung eines Gemeinwesens. Seine ökonomischen Ideen fanden Eingang in die drei Bände zur „Hauswirtschaft“. Im ersten Buch geht es um die Herrschaftsstrukturen im Haus, wie sie zwischen Mann und Frau, Herrn und Sklaven sowie Vater und Kindern herrschen.


Ein Porträt des Ökonomen John Maynard Keynes

In seinem Hauptwerk „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“, das 1936 erschien stellte Keynes unter anderen folgende Thesen auf: In einer Geldwirtschaft halten die Menschen immer einen Teil ihres Vermögens liquide ihren privaten Kassen. Seiner Ansicht brauchen sie das Geld zum Teil, um ihre laufenden Transaktionen zu bezahlen, zum Teil aus Ängstlichkeit vor noch schlechteren Zeiten und um damit zu spekulieren. Diese Bevorzugung der flüssigen Mittel kann in bestimmten Zeiten so groß werden, dass sie die Konjunktur ins Stottern oder sogar zum Erlahmen bringt.