
August 9, 2010 | veröffentlicht von
hkl
In seinem Buch „Im freien Fall“ beschreibt der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stieglitz wie es zur weltweiten Wirtschaftskrise, die im Herbst 2008 ausbrach, kommen konnte. Für ihn ist klar, dass falsche Anreize, entfesselte Märkte und eine ungerechte Verteilung des Wohlstands, die Welt beinahe in den Abgrund gerissen haben. Begonnen hatte die Weltwirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten von Amerika. Joseph Stieglitz fordert die Manager, Banker und Politiker auf, beim Abflauen der Krise nicht wieder zur gewohnten Tagesordnung überzugehen, sondern ein neues globales Wirtschafts- und Finanzsystem aufzubauen.
Kategorie: Buchrezensionen |
Noch kein Kommentar »

August 7, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Jürgen Kromphardt, ehemaliger Professor für Volkswirtschaftslehre an der TU Berlin, ist der Ansicht, dass die Deutschen zu wenig Geld ausgeben. Seiner Meinung nach hat in Deutschland nur der Staat über seine Verhältnisse gelebt, indem er ständig mehr Geld ausgegeben als er an Steuern eingenommen hat. Aus konjunkturpolitischen Gründen war das manchmal nicht einmal verkehrt. Auch andere Staaten haben zu hohe Schulden gemacht. Zwar ist in der Weltwirtschaftskrise die Nachfrage nach deutschen Produkten zurückgegangen, doch nach wie vor kaufen andere Länder mehr Waren in Deutschland, als sie nach Deutschland exportieren. Dadurch verschulden sie sich beim deutschen Staat.
Kategorie: Wirtschaft |
Noch kein Kommentar »

August 4, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Sittlichkeit und Freiheit sind laut Georg Wilhelm Friedrich Hegel voneinander abhängig und bilden eine Einheit. Für ihn ist jedoch erst im Rahmen des Staates die sittliche Freiheit in ihrer besten Form möglich. Den Staat definiert Hegel als die selbstbewusste sittliche Substanz, die Vereinigung des Prinzips der Familie und der bürgerlichen Gesellschaft.
Kategorie: Politik |
Noch kein Kommentar »

Juli 22, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Cicero definiert die Begriffe Staat und Volk wie folgt: „Staat, das ist die Sache des Volkes; Volk aber, das ist nicht ein jeder irgendwie zusammen gewürfelte Haufen von Menschen, sondern eine Versammlung einer Menge, die sich in der Anerkennung des Rechts und in der Gemeinsamkeit des Nutzens zusammengefunden hat“. Politik ist nach Ciceros Auffassung der Ausgleich zwischen egoistischem Denken an den eigenen Vorteil und dem Recht, das die Gleichheit des Gesetzes garantiert.
Kategorie: Politik |
Noch kein Kommentar »

Juli 18, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Raghuram Rajan hat sich eine kaum zu lösende Aufgabe vorgenommen: Er will den Kapitalismus vor den Kapitalisten retten. Und dennoch, wenn das einer schaffen könnte, dann er. Denn die Finanzkrise hat er so gut verstanden wie kaum ein anderer. Der Ökonom kümmert sich nicht um den Streit zwischen Keynesianismus und Neoklassik oder Monetarismus. Er hat eine eigenständige Theorie der Finanzkrise entwickelt. Zu den Faktoren, die zur weltweiten Wirtschaftskrise führten, zählt er gleichermaßen die Untaten der Manager, das Versagen der Politiker und die Armut auf der Welt.
Kategorie: Wirtschaft |
Noch kein Kommentar »

Juni 28, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Alle gesellschaftlichen Strukturen sind laut Immanuel Kant auf eine Ordnung angewiesen, die nach Regeln funktioniert. Die Bedeutung dieser Regeln wird erst sichtbar, wenn in einem Staat beispielsweise das Gerichtswesen nicht mehr funktioniert und die Gesellschaft im Chaos versinkt. Unordnung erzeugt Anarchie und Konfusion, die bis zur individuellen und kollektiven Hölle führen kann. Die postmodernen westlichen Gesellschaften haben diese Gefahr erkannt und haben Verfassungen und Rechtsordnungen geschaffen, die auf den Leistungen des erkennenden und gemäß seinem freien Willen handelnden Bürger aufbauen.
Kategorie: Soziologie |
Noch kein Kommentar »

Juni 21, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Lange Zeit funktionierte die Beziehung zwischen den Staaten und den Wirtschaftsmärkten hervorragend. Weil die Staaten Sozialpolitik gegen die Kälte der Märkte betreiben, sind sie auf das Geld der Finanzmärkte angewiesen. Doch die Weltwirtschaftskrise zeigt allzu deutlich, dass die heilige Allianz nicht mehr funktioniert. Da die Staaten ihren Bürgern immer mehr Wohltaten zur Verfügung stellen wollten, mussten sie für die öffentlichen Leistungen auch immer mehr Schulden aufnehmen. Das Geld für die Straßen, Schulen, Pensionen und Renten holt sich der Staat von den Finanzmärkten und privaten Anlegern, die Staatsanleihen kaufen, aber nicht von seinen Steuerzahlern.
Kategorie: Politik, Wirtschaft |
Noch kein Kommentar »

Juni 20, 2010 | veröffentlicht von
hkl
In seinem Buch „Wahrheit und Wirklichkeit. Entwurf einer Philosophie des Seelischen“ von 1929, entwirft Otto Rank eine philosophische Variante der Neo-Psychoanalyse. Im Zentrum seiner Überlegungen stehen der Wille und das Bewusstsein, wobei das Ich und nicht das Es im Vordergrund steht. Als Idealbild fungiert der Künstler, der sein Ich zum Ausdruck bringt, ohne die Zwänge der Gesellschaft zu missachten oder zu verleugnen. Der Mensch kommt zwar als triebhaftes Wesen zur Welt, wobei die Triebe für Otto Rank weder schlecht noch böse sind. Sie gehören zur Grundausstattung des Menschen, die sozialisiert und kultiviert werden müssen.
Kategorie: Psychologie |
Noch kein Kommentar »

Juni 19, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Bei Karl Marx steht die Gesellschaft an erster Stelle vor dem Individuum und dem Staat. Laut Marx ist der Mensch ein Gesellschaftswesen, dessen Individualität ganz in der Gesellschaft aufgehen sollte. Der wesentliche Faktor, der den Menschen trägt und hält, ist laut Marx die Gesellschaft. Die Gesellschaft ist dem Staat vorangestellt, denn Marx versteht den Menschen nicht als Staatsbürger, er lehnt den Staat als politische Totalität sogar ganz und gar ab. Die Gesellschaft soll nach der „Großen Proletarischen Revolution“ an die Stelle des Staates treten. Das Ziel der Geschichte ist die Rückführung des Menschen in die Gesellschaft, die die alleinige Basis für das Zusammenleben der Individuen darstellt.
Kategorie: Philosophie |
Noch kein Kommentar »

Juni 14, 2010 | veröffentlicht von
hkl
Zu wissenschaftlichem und politischem Weltruhm gelangte Gunnar Myrdal durch seinen Nachweis, dass das Laisser-faire-Prinzip nicht zu einer prästabilen Ordnung führt, sondern zu kumulativem Wachstum oder Verfall. Dabei werden positive oder negative Prozesse durch eine Aneinanderreihung von Entscheidungen und Handlungen, die selbst verstärkend wirken. Gunnar Myrdal folgerte daraus, dass Wohlfahrt für möglichst viele im System der Marktwirtschaft nicht ohne das Eingreifen des Staates möglich ist.
Kategorie: Wirtschaft |
Noch kein Kommentar »
Letzte Kommentare