
November 23, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Zu den künstlerischen Leistungen der Seele zählt Alfred Adler die Phantasie. Die Phantasie ist an die Beweglichkeit des Organismus gebunden und nichts anderes als eine Form des Voraussehens. Wenn man bei Phantasien bei Kindern und Erwachsenen – auch Tagträume genannt – Luftschlösser vor sich hat, so handelt es sich immer um Vorstellungen, die in der Zukunft liegen, zu der sich der Mensch hinbewegt und die er, in seiner Weise voraussehend, auszubauen versucht. Bei der Prüfung der Phantasien der Kinder erweist sich für Alfred Adler, dass bei ihnen als wesentlicher Faktor das Spiel der Macht einen weiten Raum einnimmt. Es sind immer Spiele des Ehrgeizes, die sich widerspiegeln.
Kategorie: Psychologie |
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Oktober 10, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Die Grundlage einer Interaktion ist das Verstehen zwischen Ich und Du, das allerdings immer lückenhaft ist. Jeder Mensch kann laut Ronald David Laing nur vermuten, was der andere denkt und meint. Hier tut sich seiner Meinung nach ein Tor zu allen möglichen seelischen Vergewaltigungen auf, wenn eine Person A soviel Macht besitzt, um einer Person B zuschreiben, was diese bewusst oder unbewusst befindet. Ronald David Laing definiert das Unbewusste als jenen Seelenanteil, den der Mensch weder sich selbst noch anderen mitteilt. Es ist kein Sack mit perversen Trieben, sondern ein Teil der Persönlichkeit, der nicht kommunizierbar ist.
Kategorie: Psychologie |
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Juli 12, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Seneca behauptet, dass kein Mensch ohne dem Studium der Philosophie wirklich glücklich, geschweige denn erträglich leben kann und dass ein glückliches Leben nur durch eine gründliche philosophische Bildung erreicht werden kann. Nach den ersten Schritten auf dem philosophischen Terrains bedarf es beharrlicher, unablässiger Bemühungen, um Ausdauer und Kraft hinzuzugewinnen, bis aus dem guten Wollen eine edle Gesinnung entsteht. Jeder Mensch sollte sich immer wieder prüfen, sich selbst auf mannigfache Weise erforschen und beobachten. Vor allem muss er darauf achten, ob er nicht nur in der Philosophie, sondern auch im praktischen Leben vorangekommen ist.
Kategorie: Philosophie |
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Juni 25, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Lust, Genuss, Ausgelassenheit und Unvernunft werden zunehmend von der Gesellschaft diskriminiert. Die meisten Menschen lassen sich von ihrem schlechten Gewissen und den Verboten bevormunden. Der Wiener Philosoph Robert Pfaller weiß, warum dies so ist. Robert Pfaller sagt: „Beim Versuch, am liebsten ewig zu leben, töten die Menschen ihr Leben schon vor dem Tod. Weil sie sich alles, was das Leben lebenswert macht, verbieten oder verbieten lassen.“ Der Mensch der Postmoderne übersieht dabei allerdings, dass er dabei aseptisch, lustlos, humorlos und postsexuell lebt. Alle möglichen Ängste treiben ihn um, schon der Anblick einer Zigarette kann ihm einen tödlichen Schrecken einjagen.
Kategorie: Philosophie |
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Juni 19, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Franz Xaver Kroetz gehörte in den siebziger Jahren mit seinen sozialkritischen Theaterstücken zu den meistgespielten und meistverdienenden Dramatikern in Deutschland. Heute ist er allerdings in Vergessenheit geraten. Er glaubt, dass ihn die Menschen höchstens noch wegen seiner Rolle als Klatschreporter Baby Schimmerlos in der Kultserie „Kir Royal“ kennen. Von seinen Einnahmen konnte sich Franz Xaver Kroetz schon im Alter von 28 Jahren einen Bauernhof für 160.000 Mark kaufen. Sein Verleger Siegfried Unseld gab ihm damals einen Vorschuss von 50.000 Mark. Schon zwei Jahre zuvor hatte er in eine Jagdhütte 50.000 Mark investiert. Über diesen Kauf sagt Franz Xaver Kroetz folgendes: „Das war ein Fehler, ich hab` zuviel bezahlt. Das hat mich zehn Jahre lang geärgert. Beim Geld wird` ich fuchsig.“
Kategorie: Literatur |
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