Suizidgefährde Jugendliche schreien oft nach Hilfe

Wenn Jugendliche sich mit Gedanken an Selbstmord quälen, wollen sie ihr Leben in den wenigsten Fällen tatsächlich beenden. In den meisten Fällen steckt eine tief verletzende Enttäuschung dahinter, sei es Liebesleid, Kränkungen in der Schule oder ständiger Kleinkrieg mit den Eltern. In der Münchner Heckscher-Klinik für Kinder und Jugendliche werden pro Jahr im Durchschnitt 900 [...]

Paul Valéry denkt über die Arten des Selbstmords nach

Selbstmörder tun sich laut Paul Valéry entweder Gewalt an oder sie geben sich selber nach und scheinen einer verhängnisvollen Biegung ihres Schicksals zu folgen. Die einen stehen seiner Meinung nach unter dem Zwang der Begebenheiten, die anderen bezwingt ihre eigene Natur. Und alle äußeren positiven Umstände, die ihnen das Leben bereithält, wird sie nicht davon abhalten, ihr Leben zu verkürzen. Paul Valéry beschreibt noch eine weitere Variante des Selbstmords: „Noch aber eine dritte Art des Selbstmordes lässt sich aber denken. Es gibt Menschen, die ihr Leben so kühl betrachten und von ihrer Freiheit eine so unbedingte, so eifersüchtig gehütete Vorstellung haben, dass sie nicht gewillt sind, die Umstände ihres Todes dem Zufall der Geschehnisse oder der Wechselgeschicke ihres Organismus zu überlassen.“

Die Theorie der Depression von Erwin W. Straus

Erwin W. Straus erörtert das Thema der Depression in seiner Abhandlung über „Das Zeiterlebnis in der endogenen Depression und in der psychosomatischen Verstimmung“. Er interpretiert die Symptome und Ausfallerscheinungen eines depressiven Menschen anhand seiner Beziehung zur Zeit. Seine Phänomenologie der Depression befasst sich vor allem mit der inneren Uhr der Patienten, mit der erlebten oder gelebten Zeit. Dieser innere Zeitfluss kann sehr unterschiedlich ablaufen. Bei jedem Menschen ist er anders, und zu verschiedenen Zeiten eines Lebens verändert sich dieses Fließen der Zeit und obendrein seine Geschwindigkeit und seine Gestalt.

Viktor Frankl empfiehlt das Buch als Therapeutikum

Für Viktor Frankl nimmt die so genannte Bibliotherapie im Rahmen der Neurosenbehandlung einen völlig legitimen Platz ein. Dem Patienten wird jeweils die Lektüre bestimmter Bücher empfohlen und zwar keineswegs nur die von Sachbüchern. Viktor Frankl weist darauf hin, dass sich die Psychotherapie wesentlich auf eine Partnerschaft zwischen Arzt und Krankem gründet. Daher kann seiner Meinung nach natürlich nicht davon die Rede sein, dass jemals das Buch den Arzt und die Bibliotherapie die Psychotherapie ersetzen kann. Dennoch sollte man den Wert des Buches nicht unterschätzen. Viktor Frankl kennt Dokumente über Menschen, die jahrzehntelang an Neurosen gelitten hatten und die einzig und allein aufgrund der Lektüre eines einzigen Buches eine bestimmte Methode und Technik der Psychotherapie selber und selbstständig anwendeten und sich damit endlich von ihrer Neurose befreien konnten.

Europa will seine Schuldenkrise durch Inflation lösen

Die alarmierende Botschaft des Vermögensverwalters Bert Flossbach lautet, dass die Inflation vor der Tür steht. Mit Inflation meint er allerdings nicht die jährliche Preissteigerung von zwei Prozent, die das Statistische Bundesamt errechnet, die für ihn kein Grund zur Sorge ist. Er erklärt: „Die wirkliche Gefahr besteht darin, dass die Menschen das Vertrauen in die Stabilität des Geldes verlieren und in Sachwerte flüchten.“ Bert Flossbach ortet bereits erste Anzeichen für dieses Szenario. Die Preise für Spitzenweine, alte Autos, Kunstwerke und Immobilien in Spitzenlagen sind in den vergangen Jahren dramatisch gestiegen. Bert Flossbach ist Vorstand der Flossbach von Storch Vermögensverwaltung, die ein Kundenvermögen von rund vier Milliarden Euro verwaltet.