Die wohltuende Wirkung von Heilkräuter und Früchten

Der Förster Walter Mooslechner kennt die kulinarischen Schätze der Natur der Alpen seit seiner Kindheit im Großarltal. In seinem Buch „G´sund und Guat“ stellt er eine Sammlung an erprobten, alten Rezepten zusammen, die sich über Jahrhunderte auf den Almen und Bauernhöfen seiner Heimat bewährt haben. Das Buch ist reich bebildert und alphabetisch von Arnika bis [...]

José Ortega Y Gasset folgt den Spuren der Vernunft

Die Entdeckung der Vernunft durch den griechischen Philosophen Sokrates enthält für José Ortega Y Gasset den Schlüssel zur europäischen Geschichte, ohne den die Vergangenheit und Zukunft unverständliche Hieroglyphen sind. Vor Sokrates besaßen auch schon Parmenides und Herakles die Vernunft, doch sie wussten es nicht. Der spanische Philosoph schreibt: „Sokrates als erstem war es bewusst, dass die Vernunft ein neues Universum ist, vollendeter und erhabener als das, welches wir im spontanen Leben um uns her vorfinden.“ Die sichtbaren und tastbaren Dinge sind einem ständigen Wechsel unterworfen, sie erscheinen und vergehen und verwandeln sich ineinander. Dasselbe geschieht in der Seele des Menschen: Wünsche und Neigungen wandeln und widersprechen sich.

Maurice Merleau-Pontys Philosophie der Leiblichkeit

Den Leib, über den er philosophiert, fasst Maurice Merleau-Ponty als ein Subjekt auf, der dem Menschen die Dinglichkeit und die Mitmenschen erschließt. Er ist so stark zu allem und jenem geöffnet, dass er durch seine Haut nur scheinbar begrenzt wird. In Wirklichkeit reicht er bis zum Horizont, wo die Sicht und die Gefühle enden. Wo Menschen kooperieren, verstehen sie sich gleichsam von Leib zu Leib. In dieser wechselseitigen Berührung der Seelen im Verständigungsprozess schwingt nicht selten ein erotischer Moment mit. Die Erotik ist laut Maurice Merleau-Ponty die dem Menschen gegebene Möglichkeit, sich mit einem Du ohne Sprache zu einigen, wobei jeder dem anderen dazu verhilft, das Wohnen im Leibe und damit in der Welt zu verwirklichen.

Erwin W. Straus empfiehlt die Suche nach dem Sinn

Erwin W. Straus kritisierte in einem seiner Hauptwerke „Geschehnis und Erlebnis“ von 1930 Sigmund Freud, weil dieser vom Materialismus seiner Epoche ausging und damit gewissen Vorurteilen über die Psyche und die Natur des Menschen anheim fiel. Er entlarvte dabei die Libidotheorie als Konstrukt, das physikalische Konzepte nachahmte und im besten Fall den Charakter eines Gleichnisses annehmen kann. Sigmund Freud deutete das Seelenleben als ein Ding, das durch eine unerwartete und übermäßige Reizeinwirkung Schaden nehmen konnte. Die Spontaneität und die Eigendynamik der Seele wurden dabei meistens nicht berücksichtigt. Doch ohne die Anerkennung der Subjektivität des Menschen kann man laut Erwin W. Straus nichts Menschliches realistisch abbilden.

William James entwirft die Formel für das Selbstgefühl

William James gilt zusammen mit Wilhelm Wundt als der Begründer der modernen Psychologie. Die Psychologie war einst in den Wissenschaftsbereich der Philosophie eingegliedert, bevor William James den Unterschied definierte. Er bezeichnete die Philosophie als die Wissenschaft vom geistigen Leben. Die Erklärung der Gedanken als einer tieferen Kraft der Seele oder des Ichs gehörte für ihn in den Bereich der Philosophie. William James betrachtete die Psychologie als eine Naturwissenschaft, die für die Analyse von Gefühlen, Wünschen, Wahrnehmungen, Überlegungen und Entscheidungen zuständig war.