
Januar 22, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Die amerikanische Schriftstellerin Joyce Carol Oates hat mehr als sechzig Romane geschrieben, ein wildes Sammelsurium aus Liebesgeschichten, Familiendramen, Romanzen, Psychothrillern, Schauerromanen und Geistergeschichten. Die Initialzündung für ihre beeindruckende Schriftstellerinnenkarriere war eine illustrierte Ausgabe des Buchs „Alice im Wunderland“ von Lewis Carroll, das ihr ihre Großmutter zum achten Geburtstag schenkte. Joyce Carol Oates verliebte sich in [...]
Kategorie: Literatur |
Noch kein Kommentar »

Dezember 21, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Seneca rät den Menschen, sich nicht um Überflüssige Dinge zu bemühen und sich nicht ohne Sinn anzustrengen. Das heißt: Unerreichbares soll man nicht herbeisehnen, um nicht zu spät und tief beschämt die Nichtigkeit leidenschaftlich erkämpfter Erfolge zugeben zu müssen. Denn die Trübsal der meisten Menschen rührt aus ihren schimpflichen Erfolgen wie auch aus ihren Misserfolgen. Seneca schreibt: „Schluss machen müssen wir mit dieser Art Betriebsamkeit, die so viele Menschen zwischen ihren Häusern, den Theatern und Marktplätzen hin und hertreibt.“ Sie sollen aufhören, sich aufdringlich in fremde Angelegenheiten zu mischen und ihre Scheinbeschäftigungen aufgeben.
Kategorie: Philosophie |
1 Kommentar »

Dezember 5, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus kritisierte in einem seiner Hauptwerke „Geschehnis und Erlebnis“ von 1930 Sigmund Freud, weil dieser vom Materialismus seiner Epoche ausging und damit gewissen Vorurteilen über die Psyche und die Natur des Menschen anheim fiel. Er entlarvte dabei die Libidotheorie als Konstrukt, das physikalische Konzepte nachahmte und im besten Fall den Charakter eines Gleichnisses annehmen kann. Sigmund Freud deutete das Seelenleben als ein Ding, das durch eine unerwartete und übermäßige Reizeinwirkung Schaden nehmen konnte. Die Spontaneität und die Eigendynamik der Seele wurden dabei meistens nicht berücksichtigt. Doch ohne die Anerkennung der Subjektivität des Menschen kann man laut Erwin W. Straus nichts Menschliches realistisch abbilden.
Kategorie: Psychologie |
Noch kein Kommentar »

November 11, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Selbstmörder tun sich laut Paul Valéry entweder Gewalt an oder sie geben sich selber nach und scheinen einer verhängnisvollen Biegung ihres Schicksals zu folgen. Die einen stehen seiner Meinung nach unter dem Zwang der Begebenheiten, die anderen bezwingt ihre eigene Natur. Und alle äußeren positiven Umstände, die ihnen das Leben bereithält, wird sie nicht davon abhalten, ihr Leben zu verkürzen. Paul Valéry beschreibt noch eine weitere Variante des Selbstmords: „Noch aber eine dritte Art des Selbstmordes lässt sich aber denken. Es gibt Menschen, die ihr Leben so kühl betrachten und von ihrer Freiheit eine so unbedingte, so eifersüchtig gehütete Vorstellung haben, dass sie nicht gewillt sind, die Umstände ihres Todes dem Zufall der Geschehnisse oder der Wechselgeschicke ihres Organismus zu überlassen.“
Kategorie: Literatur |
Noch kein Kommentar »

November 3, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Der Psychologe Nathaniel Branden machte mit seinem Buch „The Psychology of Self-Esteem“ (1969) die Idee des Selbstwerts populär. Kein Werturteil ist dem Menschen wichtiger und kein Faktor entscheidender für sein psychische Entwicklung und Motivation, als das Urteil, das er über sich selbst hat. In seinem Buch geht Nathaniel Branden von der Annahme aus, dass die Menschen rationale Wesen sind und die totale Kontrolle über ihr Schicksal haben. Wer diese Idee akzeptiert und die Verantwortung dafür übernimmt, sieht sich naturgemäß in einem besseren Licht. Gelingt es einem Individuum allerdings nicht, diese Verantwortung für sein Leben und Handeln zu übernehmen, ist sein Selbstwertgefühl in größter Gefahr.
Kategorie: Psychologie |
Noch kein Kommentar »