Paul Valéry denkt über die Arten des Selbstmords nach

Selbstmörder tun sich laut Paul Valéry entweder Gewalt an oder sie geben sich selber nach und scheinen einer verhängnisvollen Biegung ihres Schicksals zu folgen. Die einen stehen seiner Meinung nach unter dem Zwang der Begebenheiten, die anderen bezwingt ihre eigene Natur. Und alle äußeren positiven Umstände, die ihnen das Leben bereithält, wird sie nicht davon abhalten, ihr Leben zu verkürzen. Paul Valéry beschreibt noch eine weitere Variante des Selbstmords: „Noch aber eine dritte Art des Selbstmordes lässt sich aber denken. Es gibt Menschen, die ihr Leben so kühl betrachten und von ihrer Freiheit eine so unbedingte, so eifersüchtig gehütete Vorstellung haben, dass sie nicht gewillt sind, die Umstände ihres Todes dem Zufall der Geschehnisse oder der Wechselgeschicke ihres Organismus zu überlassen.“

Alfred Adler: "Jeder Mensch strebt nach Macht"

Alfred Adler wurde 1879 in Wien geboren. Er studierte an der Wiener Universität Medizin, das er 1895 abschloss. 1899 lernte Alfred Adler Sigmund Freud kennen und gehörte bis 1911 der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung an. 1912 gründete er mit Kollegen den Verein für Individualpsychologie und veröffentlichte zu dieser Zeit sein bedeutendes Werk: “Über den nervösen Charakter” Grundzüge einer vergleichenden Individualpsychologie und Psychotherapie. Nach dem ersten Weltkrieg eröffnete er eine Klinik für Kinderpsychologie in Wien. 1932 floh Alfred Adler vor den Nazis nach Amerika wo er als Professor am Long Island College of Medicine lehrte. Er starb 1937 an einem Herzinfarkt.