
Januar 28, 2012 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Die Zwangsneurose äußerst sich laut Sigmund Freud darin, dass die Kranken von Gedanken beschäftigt werden, für die sie sich eigentlich gar nicht interessieren, Impulse in sich verspüren, die ihnen sehr fremdartig vorkommen oder zu Handlungen veranlasst werden, deren Ausführung ihnen zwar kein Vergnügen bereitet, deren Unterlassung ihnen aber ganz unmöglich ist. Die Gedanken beziehungsweise Zwangsvorstellungen [...]
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Dezember 13, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis und C. G. Jung schließlich die Wirksamkeit archetypischer Bestandteile des kollektiven Unterbewusstseins oder verborgener Sehnsucht nach religiöser Erlösung. Victor-Emil von Gebsattel konnte von diesen Traumtheorien nur Teile akzeptieren. Er ist sich der Vieldeutigkeit und Vielschichtigkeit des Träumens bewusst und hegt nicht die Illusion, die flüchtigen Erscheinungen der Tätigkeit des Bewusstseins während des Schlafes durch eine einzige und einheitliche Theorie erklären zu können.
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November 26, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Viktor Frankl stellte 1938 zum ersten Mal in einer schriftlichen Arbeit die Logotherapie unter diesem ihren Namen vor. Sein Ansatz wird heute in der amerikanischen Lehrbüchern die „Dritte Wiener Richtung der Psychotherapie“ genannt. Viktor Frankl bezeichnete sich selbst nicht als Psychoanalytiker sondern als Psychotherapeut. In einem Gespräch mit einem amerikanischen Arzt arbeiteten beide den Unterschied zwischen der Logotherapie und der Psychoanalyse heraus. Der Arzt stellte fest: „Nun, in der Psychoanalyse muss ich der Patient auf die Coach legen und Dingen sagen, die manchmal unangenehm zu sagen sind. Die Antwort von Viktor Frankl lautete: „Sehen Sie, in der Logotherapie dar er sitzen bleiben – und muss Dinge anhören, die manchmal unangenehm zu hören sind.
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September 24, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Für Theodor Reik ist das Hauptwerkzeug eines jeden Psychotherapeuten seine eigene Persönlichkeit. In seinem Buch „Hören mit dem dritten Ohr – Die innere Erfahrung eines Psychoanalytikers“ beschreibt er sein ganzes Berufswissen. Er hat erkannt, dass das Verstehen einer fremden Person mit dem Verstehen des eigenen Selbst untrennbar miteinander verbunden ist. Er vertritt die These, dass nur derjenige ein guter Analytiker werden kann, der die Forderung „Erkenne Dich selbst!“ mit Hartnäckigkeit und Radikalität auf das eigene Leben angewandt hat. Aber für den Berufserfolg als Psychoanalytiker ist nicht nur die Introspektion von großer Bedeutung, sondern auch das Studium der zwischenmenschlichen Beziehungen, der Psychologie, der Literatur, der Philosophie und anderer Sozialwissenschaften.
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September 9, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Mit seinem Buch „Geschlecht und Liebe“ trennte sich der Analytiker Theodor Reik von der Psychoanalyse Sigmund Freuds, obwohl er den Begründer der Psychoanalyse immer noch bewunderte und verehrte. In diesem Werk formuliert er eine Theorie des Liebeslebens, die stark von der psychoanalytischen Libidotheorie abweicht. Die Liebe ist bei Theodor Reik kein Derivat der Sexualität mehr und kann auch nicht aus der postulierten Entfaltung von angeblichen Libidophasen abgeleitet werden. Liebe und Sexualität sind seiner Meinung nach von verschiedener Art und Abstammung. Er erkennt aber an, dass es neben den Sexualtrieben autochthone Ichtriebe gibt, die nicht aus der Triebhaftigkeit entspringen und ihre eigenen Ziele verfolgen.
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