Die meisten Menschen kennen ihre Fähigkeiten nicht

Der amerikanische Psychologe und Psychiater Milton Erickson erkannte das Potential der Hypnose und machte sie zu einem brauchbaren Werkzeug der Psychologie. Durch die Hypnose konnte er bei seinen Patienten oft sofortige Veränderungen bewirken, die seit Jahren unter Phobien oder Komplexen litten. Für ihn war das Unbewusste eine Quelle weiser Lösungen und vergessener persönlicher Stärke. Er [...]

Der eingebildete Kranke ist in der Regel kein Simulant

In der Umgangssprache nennt man einen eingebildeten Kranken einen Hypochonder, der Arzt spricht von einer Somatisierungsstörung. Aus ärztlicher Sicht gesehen, ist ein Mensch, der seinen Körper falsch wahrnimmt, tatsächlich krank. In Deutschland leiden viele Menschen an so genannten somatoformen Störungen: Darunter versteht die Fachwelt alle psychischen Erkrankungen, bei denen das eigene Bild vom Körper stark [...]

Psychovampire sind sehr anstrengende Zeitgenossen

Es gibt Menschen, die saugen von ihren Arbeitskollegen übermäßig viel Energie ab. Der Psychiater Hamid Peseschkian erklärt, wie man mit ihnen umgehen sollte. Für ihn ist die Arbeitswelt ein kleines Transsylvanien, das von Psychovampiren bevölkert ist. Hamid Peseschkian sagt: „Jeder und jede hat in seinem Umfeld Personen, die auf unerklärliche Art und Weise negative Gefühle [...]

Das langsame Sterben der Sängerin Amy Winehouse

Amy Winehouse litt an Drogen- und Alkoholsucht und wurde zudem von Depressionen gequält. Für Borwin Bandelow, Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen litt Amy Winehouse an Borderline. Er erklärt: „Es liegen gleich drei Symptome vor, die bei keiner anderen Krankheit zusammenkommen: die hartnäckige Drogen- und Alkoholabhängigkeit, die Magersucht und die Selbstverletzungen, die [...]

Die Sozialpsychologie des Harry Stack Sullivan

Harry Stack Sullivan vertritt den Standpunkt, dass der Mensch ein durch und durch soziales Wesen ist. Jede Person wächst und gedeiht in der Atmosphäre vielfältiger Sozialkontakte. Wer oder was ein Mensch ist, lässt sich seiner Meinung nach nur umschreiben durch die verschiedenen Rollen, die ein Individuum innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen spielt. Es ist gewissermaßen nichts anderes als die Summe seiner Sozialkontakte. Alle Einstellungen und Akte der Seele verweisen auf den Mitmenschen, nichts gehört einem Einzelnen allein. Sein ganzer psychischer Bestand wird durch Sozialisation und Akkumulation innerhalb der Beziehungen erworben.