Sigmund Freuds Sexualtheorie

Im Jahre1905 veröffentlicht Sigmund Freud die „Drei Abhandlungen zur Sexualtheorie“, mit denen er eine neue Tür zum Verständnis von sexuellen Perversionen öffnet und daneben eindringlich die These von der sexuellen Triebhaftigkeit des Kleinkindes vertritt. Zu den sexuellen Perversionen zählt er unter anderen den Sadismus, den Masochismus, das Voyeurisms, den Exhibitionismus sowie die Homosexualität. Der Psychoanalytiker zieht aus seinen Erfahrungen den Schluss, dass viele Homosexuelle in ihrer Kindheit keine männlichen Identifikationsmöglichkeiten hatten und daher das Gefühl haben, keine echten Männer zu sein.

Alfred Adler: "Neurosen entstehen in der Kindheit"

Neurotische Menschen leiden laut Alfred Adler an einem Gefühl der Minderwertigkeit. Neurotiker fühlen sich nicht gleichwertig mit anderen Menschen. Sie klagen deshalb über eine Unvollständigkeit, die sowohl physisch wie auch psychisch gemeint sein kann. Der neurotische Mensch leidet immer auch an einem Bewusstsein der Kleinheit und der Unzulänglichkeit. Für Alfred Adler gab es keinen Zweifel daran, dass die Minderwertigkeitsgefühle in der Kindheit des Patienten entstanden sein müssen. Er kam bei seinen Forschungen zu dem Ergebnis, dass Hindernisse in der Entwicklung in der Kindheit am Anfang der neurotischen Seelenentwicklung stehen.

Der Neurotiker hat Angst vor der Verantwortung

Viktor Frankl geht davon aus, dass das Bedürfnis nach Sinn und Wert im Menschen mächtiger verankert ist als alle übrigen Strebungen. Dem Menschen ist eine ursprüngliche Geistigkeit verliehen und deshalb muss man keine Triebe und ihre Sublimierungen bemühen, um geistige Tendenzen herzuleiten. Menschsein heißt demnach: auf Verantwortung und Selbstverwirklichung hin leben. Seelische Erkrankungen beim Menschen entstehen, wenn eine Person der Verantwortlichkeit, der Freiheit und der Sinndimension ausweicht. Die Aufgabe der Psychotherapie ist es also, den Menschen zur Verantwortung zu erziehen und ihr zur individuellen Sinnfindung zu öffnen.