
August 30, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Für Oswald Spengler ist eine Kultureinheit wie ein Organismus, der wächst und wieder vergeht. Die Betrachtung so verstandener historischer Zusammenhänge nannte er Morphologie. Diesen Begriff hatte er von Johann Wolfgang von Goethe entlehnt. Oswald Spengler selbst hat sich nicht als Geschichtsforscher, sondern als Geschichtsdenker betrachtet. Er sagte einmal zu den Rezensionen, die über den ersten Band seines Hauptwerks „Vom Untergang des Abendlandes erschienen, dass er keine gefunden hätte, die seiner Beachtung würdig gewesen wäre außer der Bemerkung von deutschen Philosophen und Soziologen Georg Simmels, dass es sich bei dem Buch um die wichtigste Geschichtsphilosophie seit Georg Wilhelm Friedrich Hegel handelt.
Kategorie: Geschichte |
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Juni 8, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus erörtert das Thema der Depression in seiner Abhandlung über „Das Zeiterlebnis in der endogenen Depression und in der psychosomatischen Verstimmung“. Er interpretiert die Symptome und Ausfallerscheinungen eines depressiven Menschen anhand seiner Beziehung zur Zeit. Seine Phänomenologie der Depression befasst sich vor allem mit der inneren Uhr der Patienten, mit der erlebten oder gelebten Zeit. Dieser innere Zeitfluss kann sehr unterschiedlich ablaufen. Bei jedem Menschen ist er anders, und zu verschiedenen Zeiten eines Lebens verändert sich dieses Fließen der Zeit und obendrein seine Geschwindigkeit und seine Gestalt.
Kategorie: Psychologie |
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Juni 2, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Die erste bedeutende Publikation von Erwin W. Straus trägt den Titel „Wesen und Vorgang der Suggestion“ (1925). Der Autor sieht in der Suggestion ein universelles soziales Geschehen, das an allen Ecken und Enden des Gemeinschaftslebens eine bedeutende Rolle spielt. Bei Menschen die zueinander in einer emotionalen Beziehung stehen, findet von Gefühl zu Gefühl Suggestion statt, die sich meistens der bewussten Kontrolle entzieht. Ein Fachlexikon der Psychologie definiert die Suggestion wie folgt: „Suggestionsphänomene sind die Beeinflussung von Menschen in Hinsicht auf ihre Denk-, Gefühls- und Willensabläufe; im engeren Sinn das beabsichtigte Hervorrufen bestimmter Empfindungen, Gedanken oder Handlungen, auch körperlicher Erscheinungen, bei einem anderen oder bei sich selbst.“
Kategorie: Psychologie |
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Januar 6, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Der Philosoph Aristoteles wird 384 vor Christus in Stageira (Starro), einer kleinen Stadt im Nordosten Griechenlands, geboren. Er ist der Sohn eines mazedonischen Hofarztes namens Nikomachos und erhält eine ausgezeichnete Ausbildung. Im Jahr 367 kommt er nach Athen, um beim Rhetor Isokrates und besonders bei Platon zu studieren. 20 Jahre lernt Aristoteles in dessen Akademie, dem internationalen Treffpunkt von Wissenschaftlern und Philosophen der damaligen Zeit. Hier lernt er nicht nur die Schriften Platons kennen, sondern auch die Werke der Sophisten, der Vorsokratiker und der Mediziner kennen. Selbst mit altgriechischer Lyrik, Epik und Dramatik macht sich Aristoteles vertraut.
Kategorie: Philosophie |
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September 22, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Francis Bacon war der erste, der auf wissenschaftliche Weise Natur- und Gesellschaftswissenschaften zusammenführen wollte. Er war davon überzeugt, dass im Wissen die Macht des Menschen bestehe, denn es macht ihn erfinderisch und daher mächtig. Das höchste Ziel dieses englischen Philosophen ist die Kultur, die die Welt verwandelt und den Menschen zu ihrem Gebieter macht. Im Denken erkennt Bacon das schaffende Vermögen, im Willen die Umsetzung der allgemeinen Wohlfahrt.
Francis Bacon war nicht nur Philosoph, er war gleichzeitig Mitglied des Unterhauses, ein erfolgreicher Rechtsanwalt und ein geachteter Schriftsteller.
Kategorie: Philosophie |
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