Die vielfältigen Vorteile eines Lebens mit Bewusstsein

Antonio Damasio ist davon überzeugt, dass sich Eigenschaften und Funktionen in der Evolutionsgeschichte des Lebendigen verändern, je nachdem, wie stark sie zum Erfolg von Lebewesen beitragen. Er schreibt: „Warum sich das Bewusstsein in der Evolution durchgesetzt hat, lässt sich am unmittelbarsten damit erklären, das es die Überlebensaussichten der damit ausgerüsteten Spezies nennenswert verbesserte.“ Laut Antonio [...]

Denken ist für Nathaniel Branden das größte Geschenk

Der Psychologe Nathaniel Branden machte mit seinem Buch „The Psychology of Self-Esteem“ (1969) die Idee des Selbstwerts populär. Kein Werturteil ist dem Menschen wichtiger und kein Faktor entscheidender für sein psychische Entwicklung und Motivation, als das Urteil, das er über sich selbst hat. In seinem Buch geht Nathaniel Branden von der Annahme aus, dass die Menschen rationale Wesen sind und die totale Kontrolle über ihr Schicksal haben. Wer diese Idee akzeptiert und die Verantwortung dafür übernimmt, sieht sich naturgemäß in einem besseren Licht. Gelingt es einem Individuum allerdings nicht, diese Verantwortung für sein Leben und Handeln zu übernehmen, ist sein Selbstwertgefühl in größter Gefahr.

Die Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt

Die psychologische Ökologie bezieht die Gesamtheit der Personen, Dinge und Ereignisse mit ein, die das menschliche Erleben und Verhalten beeinflussen. Als Kernproblem der Ökopsychologie bezeichnet Hans Mogel die wissenschaftliche Analyse des Wechselwirkungsgefüges Mensch – Umwelt. Ökopsychologie befasst sich mit den Beziehungen des Menschen zu seiner natürlichen und selbst gestalteten Lebensumwelt. Für Prof. Dr. Hans Mogel, der den Lehrstuhl für Psychologie an der Universität Passau leitet, ist der Forschungsgegenstand der Ökopsychologie die Psyche, sofern sie von ihrer tatsächlichen Umwelt abhängig ist, die sich aus materiellen wie psychosozial wirksamen Bestandteilen zusammensetzt.

Die Bedeutung der Arbeit im Wandel der Zeiten

Der Arbeitsplatz ist entscheidend dafür, welche soziale Stellung ein Mensche in der modernen Gesellschaft einnimmt. Dabei bestimmt der Job nicht nur die Höhe des Einkommens, sondern gleichzeitig auch das Prestige. Überall auf der Welt scheint das fast selbstverständlich zu sein, obwohl dies in früheren Zeiten ganz anders war. Früher verstanden die Menschen unter Arbeit Mühen und Strapazen, sie wurde gering geachtet. Im Griechenland der Antike waren die Sklaven für die harte Arbeit zuständig, während sich die Bürger der Politik und den schönen Künsten hingaben. Erst in der Zeit der Reformation und Aufklärung veränderte sich die Einstellung zur Arbeit entscheidend. Der berühmte Soziologe Max Weber definierte die Arbeit wie folgt: „Sie ist der von Gott vorgeschriebene Selbstzweck des Lebens überhaupt.“

Fritz Künkel erklärt das Wesen der Charaktertherapie

Fritz Künkel sieht die Aufgabe der Psychotherapie in erster Linie als Charakteranalyse. Diese Einschätzung bedeutet für ihn eine psychologische Behandlung des ganzen Menschen um Gegensatz zur analytischen Zergliederung irgendwelcher Teilbefunde. Der Psychotherapeut muss dabei sowohl rational wie auch emotional auf den Patienten einwirken. Ganz konkret müssen der Analytiker und der Analysand in eine langdauernde Wechselwirkung des Verstandes und der Gefühle zueinander eintreten, in deren Verlauf die Ziele und Zwecke es Patienten in Richtung auf Lebensbejahung und Freundlichkeit gegenüber der Gemeinschaft abgeändert werden sollen. Nur wenn ein Mensch die bewussten und unbewussten Zielsetzungen seines Lebensplans umgestaltet, kann er die Erregungen seiner Seele, die Symptome und Ineffizienzen derselben überwinden.