
Januar 6, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Ronald D. Laing definiert die Psychopathologie als eine Theorie der Verweigerung von Kooperation und Kommunikation. Er behauptet: „So können zum Beispiel Frigidität und Impotenz durchaus als ein Lebensstil beschrieben werden, in den es nicht hineinpasst, einem heterosexuellen Du den Erfolg eines gelungenen Sexualverkehrs zu gönnen.“ Weder die frigide Frau, noch der impotente Mann wissen dies allerdings – aber sie leben es. Wissen und Lebensvollzug müssen nicht das Gleiche sein. Gerade am Koitus ist erkennbar, dass die Menschen mit Leib und Seele aufeinander wirken. Jeder erlebt dabei seine Bestätigung, wenn ihn der Partner anerkennt. Allerdings gibt es Menschen, die glauben, mehr an Prestige zu gewinnen, wenn sie dem Anderen die Anerkennung teilweise verweigern.
Kategorie: Psychologie |
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Oktober 10, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Andreas Kuhlmann war ein Philosoph, der sich nicht nur darüber im Klaren war, dass das Denken Folgen hat, sondern auch seine Konsequenzen daraus zog. Klarheit und Nüchternheit zeichneten den Denkstil von Andreas Kuhlmann aus. Die Stringenz, mit der er seine Argumente begründete und zu Ende führte, war streng und unerschütterlich. Dieser philosophische Denkansatz hatte allerdings nicht mit Starrsinn, blindem Eifer oder gar Prinzipienreiterei zu tun. Ebenso wenig konnte er mit dem typisch Deutschen anfangen, obwohl er den Autor Thomas Mann sehr verehrte.
Kategorie: Philosophie |
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August 3, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Der Philosoph Rüdiger Safranski postuliert einen ungeheuren Sicherheitskonsum in den hoch entwickelten Wohlfahrtsgesellschaften. Die Menschen lebten noch nie so sicher wie heute. Doch je größer die reale Sicherheit ist, desto größer ist die gefühlte Bedrohung. Das ist für Rüdiger Safranski die paradoxe Dialektik der Sicherheit. Auf der anderen Seite entsteht in einer Gesellschaft, die in Sicherheit lebt, der Wünsch Grenzsituationen zu erleben, um den Kick zu verspüren, den sie im Alltag nicht mehr erleben. Aber es kommen dazu in der Regel nur noch simulierte Grenzerlebnisse oder sichere Abenteuer in Frage.
Kategorie: Philosophie |
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Juni 11, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Die Leidenschaft des Denkens hat Martin Heidegger in den Mittelpunkt seines Lebens gesetzt. Er führte ein Zwiegespräch mit den Großen der Philosophie, von Platon bis Friedrich Nietzsche. Er wollte aufdecken und denkend erfassen, worum es den großen Denkern ging, was sie im Innersten bewegte. Es ging ihm um die Deutung des Seienden im Ganzen, von Platons Entwurf des wahrhaft Seienden als Idee bis hin zu Friedrich Nietzsches Versuch der Umkehr des Platonismus bei seiner Deutung des Seienden als Wille zur Macht.
Kategorie: Philosophie |
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Juni 6, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Ingeborg Bachmann war ein Superstar in der Literaturszene in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Ihr mysteriöser Feuertod hat ihren Mythos nur noch verstärkt. Darin ähnelt sie James Dean, der nach seinem Unfalltod zu einem Heros der Filmgeschichte aufstieg. Für Heinrich Böll war die tragische Dichterin nichts weiter als ein Mädchen, für die Feministinnen ein Vermächtnis der Literatur der Frauen. Inzwischen ist die Legende der Ingeborg Bachmann bei der weiblichen Ästhetik und Identität angelangt. Bei den Meinungen, die über Ingeborg Bachmann kursieren, ist nur eine von Dauer – wer früh stirbt, bleibt ewig jung.
Kategorie: Literatur |
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