Cicero empfiehlt das ewige Streben nach der Weisheit

Für Cicero ist nichts wünschenswerter als die Weisheit, nichts hervorragender, was des Menschen würdig wäre. Die Leute, die nach ihr streben, werden Philosophen genannt, da die Philosophie nichts anderes ist als das Streben nach Weisheit. Cicero schreibt: „Die Weisheit aber ist, wie von alten Philosophen bestimmt worden ist, das Wissen um Göttliches und Menschliches und deren Ursachen, von denen diese abhängen.“ Cicero versteht nicht recht, was diejenigen noch für lobenswert betrachten, die dieses Streben nach Weisheit tadeln. Denn ob geistiges Ergötzen oder Entspannung von Sorgen gesucht wird, nichts kann seiner Meinung nach verglichen werden mit dem Ringen derer, die immer auf der Suche sind nach etwas, das hingewendet ist oder beiträgt zu einem guten und glücklichen Leben.

Eva Illouz erforscht die Komplexität der Partnerwahl

Die Wahl des Partners zum Zweck der Fortpflanzung, der Befriedigung sexueller Lust und des Zusammenlebens unterliegt laut Eva Illouz in den meisten Gesellschaften strengen Gesetzen, weil es um die Übertragung von Besitztümern geht, um den gesetzlichen und wirtschaftlichen Status von Ehefrau und Kindern sowie um die Organisation der biologischen Reproduktion. In ihrem neuen Buch „Warum [...]

Malcolm Gladwell beschreibt die Macht des Moments

Der amerikanische Wissenschaftsjournalist Malcolm Gladwell vertritt die These, dass Einschätzungen, zu denen der Mensch aus dem Moment heraus gelangt, ebenso gut sein können wie solche, die er nach langer Überlegung erreicht. Einem breiten Publikum wurde Malcolm Gladwell schon bekannt, als er sein erstes Buch „The Tipping Point“ veröffentlichte, in dem er darlegte, wie kleine Ideen [...]

Edward de Bono verbessert die Effizienz des Denkens

Der Sinn des Denkens liegt für Edward de Bono darin, nicht Recht zu haben, sondern effektiv zu sein. Er ist davon überzeugt, dass effektiver denken zu lernen nicht schwer ist. Es kann die Fähigkeiten eines Menschen in der Lösung von Problemen erheblich verbessern. Edward de Bono prägte in seinem Buch „The Use of Lateral Thinking“, das er 1967 veröffentlichte, den Terminus “Laterales Denken”. In den 1960iger Jahren galten nur wenige Menschen als kreativ, während der Rest sich auf eingefahrenen und etablierten geistigen Pfaden bewegte. Edward de Bono setzte sich damals für das laterale Denken als Werkzeug der Erkenntnis ein, das jeder für die Lösung von Problemen anwenden kann.

Ulrich Schnabel will einen anderen Umgang mit der Zeit

Nach Ulrich Schnabel leben die Menschen der Gegenwart in einer Epoche der rasant zunehmenden Aufmerksamkeitsstörungen. Das Meinungsforschungsinstitut Forsa hat herausgefunden, dass fast 70 Prozent der Bundesbürger die ständige Hektik und Unruhe als den größten Stressauslöser betrachten. Die Menschen fühlen sich ständig getrieben, nicht nur in Deutschland. In ganz Europa sind es etwa 50 Prozent, die darüber klagen, dass sie mindestens in der Hälfte ihrer Zeit sehr schnell arbeiten müssten. Und es sieht nicht so aus, als wäre Besserung in Sicht. Ulrich Schnabel schreibt: „Und bei jeder Studie klagen mehr Menschen über ein zu hohes Arbeitstempo und eng gesetzte Termine.“ Ulrich Schnabel studierte Physik und Publizistik und arbeitet als Wissenschaftsredakteur der Wochenzeitung „DIE WELT“.