Uwe Böschemeyer kennt die Gegenspieler der Freiheit

Uwe Böschemeyer hegt keinen Zweifel daran, dass das tief im Inneren des Menschen liegende Unbewusste nicht nur reich an Abgründen ist, sondern auch an seelisch-geistigen Kräften. Der Logotherapeut hat selbst die tiefe Widersprüchlichkeit eines Lebens hautnah in den Wertimaginationen erfahren. Uwe Böschemeyer definiert Wertimaginationen wie folgt: „Wertimaginationen sind bewusste innere Wanderungen in die unbewusste Welt, in den Bereich des „unbewussten Geistes“, in dem die spezifisch menschlichen Werte wie etwa die Freiheit, die Liebe, der Glaube, der Mut, die Hoffnung, die Selbstheilungskräfte, das Künstlerische und so weiter geboren werden.“ Im Jahr 1975 erwarb Uwe Böschemeyer bei Prof. Viktor Frankl sein Zertifikat in Logotherapie und Existenzanalyse. 1982 gründete er das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.

Dauerhafte Sicherheit und guter Sex schließen sich aus

Friedrich Nietzsche schrieb in seinem Zarathustra, dass alle Lust nach Ewigkeit verlange. In der Realität hält die Lust leider nicht ewig an. Die sexuelle Routine in einer Partnerschaft führt bereits nach drei bis vier Jahren dazu, das der Körper die Euphoriedroge Dopamin nur noch in kleinen Dosen ausschüttet. Die Lust befindet sich in einem ermatteten Zustand, oder sie richtet ihre Aufmerksamkeit auf aufregendere Menschen, die sie neu entfachen können. Wenn ein Mann mit einer neuen Partnerin Sex hat, wird sofort wieder mehr Dopamin produziert. Leidenschaft und Hingabe entfalten sich zu höchster Blüte. Bei Frauen dagegen ist diese Tatsache allerdings kaum erforscht. Umfragen in den USA haben aber ergeben, dass 70 Prozent der Frauen, die älter als 35 Jahre alt sind, ihren Mann schon einmal mit einem anderen Sexualpartner betrogen haben.

Uwe Böschemeyer plädiert für ein Leben in Freiheit

Uwe Böschemeyer vertritt in seinem neuen Buch „Bitte machen Sie sich frei“ die These, dass primär die Lebensqualität eines Menschen davon abhängt, ob er Gebrauch von der Freiheit macht oder nicht. Er hat darüber geschrieben, wie eine Person weniger bedrückt und eingeengt, weniger gehemmt und verklemmt sein kann, also mehr gelöst, gelassen, entspannt, eben wesentlich freier als vorher. Freiheit bedeutet für Uwe Böschemeyer, dass so mancher Druck von einem Individuum abfällt und es ganz bei sich selbst ist. Vor allem bildet seiner Meinung nach das Zusammenspiel von Freiheit und Liebe die Grundlage für ein starkes Leben. Im Jahr 1975 erwarb Uwe Böschemeyer bei Prof. Viktor Frankl sein Zertifikat in Logotherapie und Existenzanalyse. 1982 gründete er das Institut für Logotherapie in Hamburg. Die Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Wertimagination und die Wertorientierte Persönlichkeitsbildung.

Peter Lauster enthüllt die vier Mythen der Liebe

Für Peter Lauster ist es ein Trugschluss, anzunehmen, dass die zunehmende Befreiung der Sexualität von Tabus den Einzelmenschen oder die Gesellschaft freier machen. Da die Sexualität nur einen Teil des Seelenlebens ausmacht, kann sie nicht automatisch den ganzen Menschen befreien. Wer nur seine Sexualität entfaltet und dabei seine seelische Liebesfähigkeit nicht mitentwickelt, kann keine totale Befriedigung erreichen. Die Sexualität wird heute laut Peter Lauster konsumiert wie jeder andere Genuss, aber sie wird nicht voll erlebt. Diese Konsummentalität ist eine innere Unfreiheit, weil sie zwanghaftes und süchtiges Verhalten hervorruft.

Paul Nizon wird immer noch als Geheimtipp gehandelt

Zu den Bewunderern des Schweizer Schriftstellers Paul Nizon zählten unter anderem Max Frisch, Elias Canetti und Frédéric Beigbeder, der ihn als einen der wichtigsten Autoren der Gegenwart bezeichnete. Paul Nizon war der erste deutsch schreibende Schriftsteller, der seine Figuren neben einem Herz und einem Hirn auch mit einer Sexualität ausstattete. Paul Nizon sagt: „Ich habe den Sexus in die deutsche Literatur eingeführt.“ Seine eigenen Beziehungen mit dem weiblichen Geschlecht sind seiner Meinung nach vor allem deswegen gescheitert alle gescheitert, weil er zu sehr mit dem verdammten Schreiben liiert ist. Erst kürzlich hat er seine Tagebücher aus den Jahren 2000 bis 2010 veröffentlicht, die den Titel „Unkundenfälschung“ tragen.