Sein Erfolg wird den Kapitalismus umbringen

Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter erklärte als einer der ersten die gewaltige Dynamik des Kapitalismus und war dennoch davon überzeugt, dass der Kapitalismus an seinem Erfolg zugrunde gehen werde. Kurz nachdem er als Professor an die Universität Granz berufen worden war, veröffentlichte Joseph Schumpeter sein erstes Hauptwerk mit dem Titel „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“. Der Ökonom analysierte darin die Dynamik des Kapitalismus aus sich selbst heraus, was vor ihm lediglich Karl Marx versucht hatte, den Joseph Schumpeter als Vorbild verehrte.

Bertolt Brecht revolutioniert das moderne Theater

Die Uraufführung von Berthold Brechts Theaterstück „Trommeln in der Nacht“ fand am 29. September in den Münchner Kammerspielen statt. Der bedeutende Kritiker Herbert Ihering war von der Aufführung begeistert und schrieb: „Der vierundzwanzigjährige Dichter Bert Brecht hat über Nacht das dichterische Antlitz Deutschlands verändert“, und verlieh ihm den bedeutenden Kleist-Preis.

Marc Beise: “Der Staat plündert die Mittelschicht aus”

Marc Beise stellt in seinem Buch „Die Ausplünderung der Mittelschicht“ die These auf, dass in den Zeiten der Finanzkrise und den daraus resultierenden stetig wachsenden Geldproblemen des Staates, die Mittelschicht immer mehr abgezockt und wird. Sein Buch ist ein Hilferuf aus der Mitte der Gesellschaft und ein Plädoyer für eine andere Politik in Deutschland, die die Eigenverantwortung der Bürger fördert und belohnt.

Die Versöhnung zwischen Islam und Kapitalismus

Der amerikanische Politologe Vali Nasr lehnt den Konfrontationskurs des Westens gegenüber der muslimischen Welt strikt ab. Auch von Appellen an die Muslime, sich zu ändern, hält er nichts. Der einzige Weg zu einer Annäherung, führt seiner Meinung nach über die Wirtschaft. Die westliche Staatengemeinschaft muss es den Muslimen erleichtern, von der globalen Ökonomie zu profitieren. Der Wissenschaftler glaubt, dass eine verbesserte wirtschaftliche Lage der Muslime zu einer Veränderung der Werte und Haltungen im Islam führen wird.

In Deutschland fühlt sich die Mittelschicht bedroht

Die deutsche Gesellschaft entwickelt sich infolge der Weltwirtschaftskrise immer mehr in eine Gesellschaft, in der Menschen aus der Mittelschicht ganz schnell nach unten bis zu Hartz IV durchgereicht werden können. Keiner kann sicher sein, es im Leben zu etwas gebracht zu haben, denn ganz schnell kann er wieder zu den Gestrandeten gehören, weil der globale Kapitalismus seinen Arbeitsplatz vernichtet hat.

Werner Sombart erklärt den Kapitalismus

In seinem Hauptwerk „Moderner Kapitalismus“ beschreibt Werner Sombart die Entstehung des Kapitalismus von seinen Anfängen bis zur Moderne. Er beginnt bei der vorkapitalistischen Gesellschaft des Mittelalters, erklärt den europäischen Frühkapitalismus und erforscht schließlich den Hochkapitalismus, der für ihn von der industriellen Revolution bis ins Jahr 1914 reicht. Die Anzeichen für Alterserscheinungen des späten Kapitalismus waren für Sombart unter anderem die Anfänge des Wohlfahrtstaats und die Entstehung von Kartellen.

Joseph Schumpeter: “Jeder Krise folgt ein Aufschwung”

Der weltberühmte Ökonom Joseph Schumpeter hielt einen langen, dauerhaften Niedergang der Wirtschaft nicht für möglich. Den Zusammenbruch von Unternehmen in einer Wirtschaftskrise nannte er eine schöpferische Zerstörung, die Unternehmer selbst bezeichnete er als dynamisch. Seiner Meinung nach schaffen die Krisen des Kapitalismus nichts anderes als die Basis für einen neuen Aufschwung. Die Wirtschaftskrisen würden überwunden, weil innovative Unternehmer die Wirtschaft voranbringen.

Apathie und Resignation in Deutschland

Feindbilder gegenüber Schwachen oder gesellschaftlichen Minderheiten hängen zusammen. Der Bielefelder Soziologe und Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer und sein Forschungsteam nennen so ein Phänomen „Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Seit 2002 erforschen 15 Wissenschaftler welchen Vorurteilen und Diskriminierungen schwache Gruppen in der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind. Die Langzeitstudie ist auf zehn Jahre angelegt.

Der Philosoph Boris Groys definiert die Elite

Boris Groys glaubt nicht daran, dass die Zugehörigkeit zu einer Elite überhaupt etwas mit Bildung zu tun hat. Die Entstehung von Eliten ist für den Philosophen ein gesellschaftlicher Prozess, der mal eine Gruppe von Menschen, mal eine andere Gruppe von Menschen nach oben treibt. Diesen Prozess kann man nicht vorhersehen und steuern, auch nicht über [...]