Sein Erfolg wird den Kapitalismus umbringen

Der österreichische Ökonom Joseph Schumpeter erklärte als einer der ersten die gewaltige Dynamik des Kapitalismus und war dennoch davon überzeugt, dass der Kapitalismus an seinem Erfolg zugrunde gehen werde. Kurz nachdem er als Professor an die Universität Granz berufen worden war, veröffentlichte Joseph Schumpeter sein erstes Hauptwerk mit dem Titel „Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung“. Der Ökonom analysierte darin die Dynamik des Kapitalismus aus sich selbst heraus, was vor ihm lediglich Karl Marx versucht hatte, den Joseph Schumpeter als Vorbild verehrte.

James Tobin entwickelt die Portfolio-Theorie

James Tobin gilt als Vater der neokeynesianischen Konjunkturtheorie. Der Ökonom forschte auch auf dem Gebiet der Geldtheorie und beschäftigte sich dort besonders mit den Auswirkungen der Staatsverschuldung. 1981 erhielt der den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften für seine Analyse finanzieller Märkte und deren Zusammenhang mit Beschäftigung, Produktion und Preisentwicklung.

Die natürlichen Grenzen der Wirtschaft

Das neoklassische Marktgleichgewicht kommt laut Nicholas Georgescu-Roegen nämlich nur unter der fantastischen Annahme zustande, dass die Marktteilnehmer ihren Lebensunterhalt bereits haben. Wenn die Menschen aber nicht wie in der Theorie zwischen Arbeit und Freizeit, sondern zwischen Arbeit und Verhungern wählen müssen, sieht das Bild ganz anders aus. Ende der siebziger Jahre veröffentlichte Nicholas Georgescu-Roegen sein Hauptwerk „Das Entropiegesetz und der Wirtschaftsprozess“. Er stellte darin die Ökonomie als eine Verlängerung der Biologie dar.

Die Zyklen des Nikolai Kondratieff

Diese Basisinnovationen waren laut Nikolai Kondratieff deshalb so entscheidend für die Entwicklung der Wirtschaft, weil sie Produktionsschübe auslösten. Der berühmte Ökonom Joseph Schumpeter hat diesen langen Wellen den Namen „Kondratieff-Zyklen“ gegeben. Laut vorherrschender Meinung gibt es bislang folgende fünf Zyklen: 1800 bis 1850 die Dampfmaschine, 1850 bis 1900 die Eisenbahn, 1900 bis 1950 die Elektrotechnik, 1950 bis 1990 das Auto und seit 1990 der Zyklus der Informationstechnik.

Joseph Schumpeter: “Jeder Krise folgt ein Aufschwung”

Der weltberühmte Ökonom Joseph Schumpeter hielt einen langen, dauerhaften Niedergang der Wirtschaft nicht für möglich. Den Zusammenbruch von Unternehmen in einer Wirtschaftskrise nannte er eine schöpferische Zerstörung, die Unternehmer selbst bezeichnete er als dynamisch. Seiner Meinung nach schaffen die Krisen des Kapitalismus nichts anderes als die Basis für einen neuen Aufschwung. Die Wirtschaftskrisen würden überwunden, weil innovative Unternehmer die Wirtschaft voranbringen.