Die Volkswirtschaftslehre des Paul Anthony Samuelson

Paul Anthony Samuelson zählt zu den einflussreichsten Ökonomen des 20. Jahrhunderts. Der Vater der heutigen Lehrbuchökonomie erhielt 1970 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Dreißig Jahre zuvor war er vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) vom benachbarten Harvard abgeworben worden und baute an seiner neuen Wirkungsstätte einen der weltweit führenden ökonomischen Fachbereiche auf. Mit seiner Wirtschaftstheorie schuf Paul Anthony Samuelson den Gegenpart zur Chicago-Schule seines Kollegen Milton Friedman, die eine vom liberalistischen Glauben geprägte Ökonomie entwickelte. Paul Anthony Samuelson sträube sich gegen jede Einengung der Wirtschaftswissenschaften. Er schrieb: „Ökonomie ist sowohl Kunst als auch Wissenschaft, weil das Verhalten von Menschen und Institutionen sich ständig ändert – unsere Theorien müssen sich mit ihnen verändern.“

Der konservative Ökonom Friedrich August von Hayek

Nach seiner Rückkehr von den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs wollte Friedrich August von Hayek an der Erschaffung einer neuen, besseren Welt mitwirken. Die sozialistische Lehre schien im dafür am besten geeignet zu sein. Große Begeisterung empfand er damals für die planwirtschaftlichen Vorstellungen eines Walter Rathenaus. Angetan war er auch von der Lektüre des Buches „Gemeinwirtschaft“ seines großen Mentors Ludwig von Mises, der darin die These von der Unmöglichkeit der Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen aufstellte. Die Jahre 1923 und 1924 verbrachte Friedrich August Hayek in Amerika, wo der die Vorlesungen des Institutionalisten Wesley Clair Mitchell besuchte.

Der Außenseiter der Ökonomie John Kenneth Galbraith

Von dem amerikanischen Wirtschaftswissenschaftler John Kenneth Galbraith stammt der Satz: „Die moralische Rechtfertigung für Ökonomen liegt in der Frage, ob sie die Welt verbessern können, in der sie leben.“ Der Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften Paul Samuelson hatte einst über ihn gesagt, dass er gar kein richtiger Ökonom sei. Für andere wiederum ist er der wirkliche Stützpfeiler seiner Zunft. Die Meinungen über John Kenneth Galbraith gehen weit auseinander. Von seinen Gegnern wird er als verblendeter Sozialist beschimpft, von seinen Verehrern als großer Visionär gefeiert.

Die Prizipien des Bevölkerungswachstums

Am Werk von Thomas Robert Malthus scheiden sich die Geister. Für Karl Marx war es nur ein schülerhaft oberflächliches Plagiat, während John Maynard Keynes der Auffassung war, wenn sich von Thomas Robert Malthus aus, anstelle von David Ricardo, der Hauptstamm der Ökonomie des 19. Jahrhunderts entwickelt hätte, die Welt heute weiser und reicher wäre.

Joseph Stiglitz erklärt die Weltwirtschaftskrise

In seinem Buch „Im freien Fall“ beschreibt der Wirtschaftsnobelpreisträger Joseph Stieglitz wie es zur weltweiten Wirtschaftskrise, die im Herbst 2008 ausbrach, kommen konnte. Für ihn ist klar, dass falsche Anreize, entfesselte Märkte und eine ungerechte Verteilung des Wohlstands, die Welt beinahe in den Abgrund gerissen haben. Begonnen hatte die Weltwirtschaftskrise in den Vereinigten Staaten von Amerika. Joseph Stieglitz fordert die Manager, Banker und Politiker auf, beim Abflauen der Krise nicht wieder zur gewohnten Tagesordnung überzugehen, sondern ein neues globales Wirtschafts- und Finanzsystem aufzubauen.