Wesley Clair Mitchell erforscht den Konjunkturzyklus

Der amerikanische Ökonom Wesley Clair Mitchell, der von 1874 bis 1948 lebte, gehört zu den Vätern der Konjunkturforschung. Er wollte nicht mehr und nicht weniger, als die Ökonomie auf einem durch empirische Forschung gesicherten Fundament neu begründen, oder wie er selbst sagte, „die imaginäre Welt der Ökonomie rekonstruieren.“ 43 Jahre lehrte Wesley Clair Mitchell an amerikanischen Hochschulen. Seine Analysen von Konjunkturzyklen erweitere der Wirtschaftswissenschaftler im Laufe der Zeit zu einer umfassenden Untersuchung der Funktionsweise der kapitalistischen Wirtschaft. 1927 erschien sein Hauptwerk: „Der Konjunkturzyklus. Problem und Problemstellung“. Dieses Buch sowie weitere Forschungen zum Konjunkturproblem machten ihn zum international führenden Ökonomen des frühen zwanzigsten Jahrhunderts.

Nouriel Roubini rät Deutschland die Steuern zu senken

Für Nouriel Roubini gibt es keinen Zweifel daran, dass die Konjunkturprogramme, die die meisten Industriestaaten und Schwellenländer in den Jahren 2008 und 2009 auflegten, das Umkippen der großen Rezession und eine große Depression verhindert haben. Nouriel Roubini schreibt: „Dies gelang zusammen mit einer Lockerung der Geldpolitik und der Stützung des Finanzsystems.“ In einer Zeit, in dem es fast keine private Nachfrage mehr gab, verhinderten niedrigere Steuern und höhere staatliche Ausgaben den freien Fall der Weltwirtschaft ins Bodenlose und schuf die Basis für eine Erholung. Nouriel Roubini ist Professor für Ökonomie an der Stern School of Business der New York University. Er warnte schon 2004 vor der US-Immobilienblase.

Heiner Flassbeck fordert eine neue Marktwirtschaft

Heiner Flassbeck stellt in seinem neuen Buch „Die Marktwirtschaft des 21. Jahrhunderts“ die These auf, dass ein neues Wirtschaftswunder machbar ist, wenn man die vier großen Aufgabengebiete Finanzen, Handel, die soziale sowie die ökologische Absicherung erfolgreich miteinander verbindet. Gleichzeitig fordert der Autor eine radikale Reform der Parteiendemokratie und des Lobbyismus. Die Marktwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn sie in ein System verwandelt wird, das nicht dazu da ist, einigen Wenigen Reichtum zu ermöglichen, sondern ganz im Gegenteil allen Bürgern ein systematische Chance auf die Verbesserung ihrer Lebensumstände geben muss. Heiner Flassbeck arbeitet seit dem Jahr 2000 bei den Vereinten Nationen in Genf und ist dort als Direktor zuständig für die Division Entwicklung und Globalisierung.

Die expansive Geldpolitik der amerikanischen FED

Die größte Volkswirtschaft der Welt, die der Vereinigten Staaten von Amerika, befindet sich in einer misslichen Lage. Während die Wirtschaft in Deutschland boomt, hält die Krise in den USA an. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal nur um ein halbes Prozent. Um die Arbeitslosenzahlen zu senken, benötigt die USA ein wesentlich stärkeres Wirtschaftswachstum. Wer in Amerika seinen Arbeitsplatz verliert, rutscht ganz leicht ins soziale Präkariat ab, da es dort fast keine wohlfahrtstaatlichen Einrichtungen gibt. Nichts benötigt die USA mehr als ein starkes Wachstum. Doch die Wirtschaft allein ist derzeit dazu nicht in der Lage, obwohl die Arbeitsmärkte flexibel und die Unternehmen innovativ sind.

Der erste Börsencrash der Weltgeschichte

Die heutige Finanzkrise und die geplatzte Internetblase aus dem Jahr 2000 sind nicht die ersten katastrophalen Fehleinschätzungen von Investoren gewesen. In den vergangen fünf Jahrhunderten ist es immer wieder zu Überhitzungen in gewissen Marktsegmenten gekommen. Eine dieser Geschichten ist ein unglaublicher Hype um die Tulpe gewesen. Im 16. Jahrhundert wurden erstmals Tulpen aus der Türkei nach Westeuropa importiert.