Die Selbstfindung kann die kranke Seele heilen

C.G. Jung sah den tiefsten Sinn jeder seelischen Erkrankung darin, dass der Mensch ein von sich selbst entfremdetes Leben führt und dadurch nicht zu sich selbst finden kann. Deshalb müssen therapeutische Maßnahmen in erster Linie zur Selbstfindung anleiten, was Jung mit dem Begriff der „Individuation“ bezeichnete. Nach C.G. Jung stellt die Therapie eine dialektische Situation dar. Er vertritt die These, dass sowohl der Therapeut als auch der Patient in einer Sitzung gefördert und beeinflusst werden müssen. Am Ende einer Therapie ist der Therapeut ebenso verändert wie sein Patient.

Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein

Carl Gustav Jung geht davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus ging er davon aus, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind.