Die vielfältigen Vorteile eines Lebens mit Bewusstsein

Antonio Damasio ist davon überzeugt, dass sich Eigenschaften und Funktionen in der Evolutionsgeschichte des Lebendigen verändern, je nachdem, wie stark sie zum Erfolg von Lebewesen beitragen. Er schreibt: „Warum sich das Bewusstsein in der Evolution durchgesetzt hat, lässt sich am unmittelbarsten damit erklären, das es die Überlebensaussichten der damit ausgerüsteten Spezies nennenswert verbesserte.“ Laut Antonio [...]

Erich Fromm spekuliert über das richtige Lesen

Was für das Gespräch gilt, trifft gleichermaßen für das Lesen zu, das laut Erich Fromm eine Zwiesprache zwischen Autor und Leser ist oder sein sollte. Selbstverständlich ist es beim Lesen, ebenso wie beim Gespräch wichtig, was jemand liest oder mit wem er redet. Einen kunstlosen, billig gemachten Roman zu lesen ist eine Art des Tagträumens und eine Flucht aus der Gegenwart, die mitunter schmerzt, vor allem in den Zeiten der Wirtschaftskrise. Dieser Lesestoff gestattet keine produktive Reaktion des Lesers, der Text wird geschluckt und verdaut wie eine bedeutungslose Fernsehsendung oder die Kartoffelchips, die der Mensch beim Zuschauen isst.

Daniel Goleman beschreibt den Untergang einer Ehe

Die quälenden Einstellungen einer Dauerkrise in einer Ehe, die häufig emotionale Entgleisungen auslösen, erschweren es den Ehepartnern, die dadurch hervorgerufene Kränkung und Wut wieder zu vergessen und führen im Endeffekt zur Ehescheidung. Der amerikanische Psychologe John Gottman bezeichnet diese Anfälligkeit für häufige emotionale Nöte als Überflutung. Dabei werden überflutete Männer oder Frauen von der Negativität ihres Partners dermaßen überwältigt, dass sie in entsetzlichen Gefühlen versinken, die sie nicht mehr kontrollieren können. Daniel Goleman schreibt: „Wer überflutet ist, kann nicht mehr unverzehrt wahrnehmen oder mit klarem Kopf reagieren; er kann seine Gedanken nicht mehr ordnen und greift auf primitive Reaktionen zurück.“

Charlton Heston war der König des Kostümfilms

Bevor Charlton Heston als Schauspieler 1950 mit dem Film „Stadt im Dunkeln“ bekannt wurde, hatte er in der Schule Theater gespielt und auf der Bühne am Broadway erste Erfolge gefeiert. Die Glanzzeit Hollywoods war gerade erloschen, da die Zuschauer lieber zu Hause blieben und Fernsehen schauten. Das Kino reagierte auf den eklatanten Schwund der Zuschauer mit monumentalen Filmen, in denen Statistenheere dominierten und die im Breitwandformat ausgestrahlt wurden. Das Kino dieser Zeit verlangte keine feinsinnigen Charakterdarsteller, sondern einprägsame, eindimensionale Figuren.

Freundschaft fördert den Glauben an die Menschheit

In einer Freundschaft finden sich gemäß Siegfried Kracauer immer nur Menschen von ähnlicher typischer Veranlagung zusammen. Er schreibt: „Indem sie sich gegenseitig aufnehmen, verdoppeln sie sch in allem, worin sie gleich sind.“ Ein Ich wird durch das andere gestärkt, und weil es seine Eigenheiten und Schwächen und manches Heimliches bei seinem Freund in liebender Obhut weiß, kann es auf dem ihm vorgegebenen Weg vertrauensvoll weitergehen. Nur der Einsame schwankt unsicher wie ein Fähnchen im Wind oder erschöpft sich im Kampf um seine Selbstbehauptung. Der Widerhall eines Freundes dagegen stärkt das Selbstwertgefühl. Der Schriftsteller Siegfried Kracauer ist davon überzeugt, dass Freundschaft menschengläubig macht wie alle wahrhafte Liebe.