Jean-Paul Sartre: “Der Mensch ist verurteilt, frei zu sein”

Jean-Paul Sartre lebte im intellektuellen, politischen Klima in Paris, um zu schreiben und durch seine Schriften Wirkung zu erzielen. Seine schriftstellerischen Aktivitäten waren vielfältig. Er wirkte nicht nur als philosophischer Autor, sondern ebenso als Romanautor und durch seine Theaterstücke. Großen Einfluss auf die Intellektuellen seiner Zeit gewann er auch als Journalist und Herausgeber der bedeutenden philosophischen Zeitschrift „Les temps modernes“. Seine freie Beziehung mit seiner Gefährtin Simone de Beauvoir diente vielen Studenten als Vorbild. Außerdem sorgte er als Literaturkritiker, Essayist und durch seine spektakulären politischen Aktionen für Aufsehen.

René Descartes: “Ich denke, also bin ich”

René Descartes kannte die Denkweise der Scholastik und die Geisteshaltung des Humanismus. Seine Studien reichten von der Metaphysik über die Medizin bis hin zur Physik. Je mehr er studierte, desto mehr begann er an allem zu zweifeln. Descartes stellte die überkommenen theologischen und philosophischen Meinungen in Zweifel und fragte sich sogar, ob die Erkenntnisse der Sinne der Wahrheit entsprächen. Der bekannteste Teil seines Buchs „Bericht über die Methode“ gehört das Kapitel, in denen Descartes die Gründe für die Existenz Gottes und der menschlichen Seele beschreibt.

Cicero: “Der Mensch soll nach der Wahrheit fragen”

Cicero hat sein ganzes Leben als Redner gewirkt und sich mit der Theorie der Rhetorik befasst. Für Cicero ist der Redner ein Verfechter der Wahrheit, der aufgrund seiner Sachkenntnis und seiner Überzeugungskraft Wort und Sache zusammenführt. In der Zeit, in der er von der Politik ausgeschlossen war, beschäftigte sich Cicero viel mit Philosophie. In seinen philosophischen Werken verfolgte er das Ziel, eine Gesamtdarstellung der damals bekannten Philosophie zu schreiben.

Eine Einführung in die Religion des Islam

Ursula Spuler-Stegemann gibt in ihrem Buch „Die 101 wichtigsten Fragen. Islam“ eine ebenso umfassende wie verständlich geschriebene Einführung in den Islam. Sie beantwortet dabei unter anderen folgende Fragen: Wie war das Verhältnis Mohammeds zu den Frauen?, Welches sind die Kernaussagen des Islam?, Wie geht man mit dem Koran richtig um?, Welche Feste feiern Muslime?, Ist die Moschee ein „Gotteshaus“? und Wie wird man ein Muslim? Die Autorin ist Professorin für Islamwissenschaft an der Universität Marburg.

John Stuart Mill tritt für die Frauenrechte ein

John Stuart Mill geht in seinen Schriften zur politischen Ökonomie von der Annahme aus, dass die ökonomische Entwicklung seiner Zeit allgemeine Mängel beseitigt habe, und es nur noch darum gehe, die erarbeiteten Güter menschlich verträglich zu verteilen. Die Arbeitervereinigungen sind für ihn ein unerlässliches Mittel zu Wahrung der Interessen der Menschen, die nichts außer ihrer Arbeitskraft anzubieten haben.

Martin Luther kämpft gegen den Ablasshandel

Martin Luther wurde am 10. November 1483 in Eisleben geboren. In seinem Kampf gegen die Missstände des Papsttums und der katholischen Kirche hat der Reformator eine geistesgeschichtliche Revolution von unabschätzbaren Folgen eingeleitet. Die Kirche hatte sich zu einem irdischen Machtinstrument entwickelt und hatte nichts mehr mit einer überirdischen Heilsvermittlerin zu tun. Das Papsttum handhabte die Ablassgewalt fiskalisch und erteilte geistliche Gnaden nur gegen Geldzuwendungen. Nicht nur Martin Luther betrachtete diese Praktiken als Verhöhnung des Evangeliums.

Immanuel Kant bestimmt die Grenzen der Erkenntnis

In einem seiner Hauptwerke „Kritik der reinen Vernunft“ ist es das Ziel von Immanuel Kant die Grenzen der Vernunfterkenntnis auszuloten. Er wendet sich erkenntniskritisch gegen die These, durch reines Denken könne der Mensch zu Wahrheiten über metaphysische Ideen wie Gott oder Freiheit gelangen. Ebenso lehnt er den Empirismus von David Hume ab, der postuliert, dass Erkenntnis nur auf Grund von Erfahrung möglich sei.

Der amerikanische Schriftsteller James Ellroy

James Ellroy, der amerikanische Thrillerautor, behauptet, dass den größten Einfluss auf sein literarisches Werk nicht die Literatur ausgeübt hat, sondern das unergründlichste Genie, das die Zivilisation oder Gott je hervorgebracht hat: Ludwig van Beethoven. Der Autor liebt die symphonische Musik des neunzehnten und auch des frühen zwanzigsten Jahrhunderts. Lange Romane und Filme schätzt er mehr als kurze. Es gibt ein Buch, das er immer wieder liest, „Verdammt in alle Ewigkeit“, den Roman von James Jones über das Leben der Soldaten in Hawaii vor dem Angriff der Japaner auf Pearl Harbor.

Die letzte Wahrheit führt im Buddhismus ins Nirwana

Der Buddhismus entstand im 6. oder 5. Jahrhundert vor Christus in Nordindien, als Siddharta Gautama, der Erleuchtung teilhaftig wurde, der letzten Wahrheit, die den Menschen aus dem Kreislauf der Geburten befreit. Siddharta Gautama war ein indischer Prinz, der schon als relativ junger Mann ein Erweckungserlebnis hatte, das ihm die wahren Dinge der Natur offenbarte. Seit diesem Zeitpunkt hieß er der Erwachte, der Erleuchtete oder der Buddha.

Cicero stellt die Gemeinschaft über das Individuum

Cicero preist den Menschen als Gemeinschaftswesen. Der Mensch bildet mit anderen Menschen eine Gesellschaft, nicht deswegen, weil er sich als einzelner schwach fühlt, sondern weil ihm eine natürliche Geselligkeit angeboren ist. Das Menschengeschlecht ist einfach nicht einzeln lebend oder einzelgängerisch.