Richtige Ernährung senkt das Krebsrisiko um bis zu 40 Prozent

Richtige Ernährung

Für die Ernährungswissenschaftlerin Ingrid Kiefer hat das Essen einen ganz großen Einfluss auf die Gesundheit, aber nicht den alleinigen. Aber natürlich gibt es rein ernährungsabhängige Krankheiten wie Nahrungsmittelallergien oder schweren Vitaminmangel. Bei allen anderen Beschwerden nimmt die Ernährung einen gewissen Anteil ein. Ingrid Kiefer erklärt: „Da spielen die Genetik, der andere Lebensstil et cetera eine […]


Der Philosoph Peter Bieri klärt über die innere Selbständigkeit auf

Es ist nicht nur nach außen hin, dass die Menschen selbstständig sein möchten. Nicht nur die Abhängigkeit von anderen Menschen kann die eigene Würde gefährden. Es gibt laut Peter Bieri auch ein Bedürfnis nach innerer Selbstständigkeit. Er bezeichnet dies als die Möglichkeit, über das Denken, Fühlen und Wollen selbst zu bestimmen und in diesem Sinne […]


Rotraud A. Perner deckt die Lügen über die Sexualität auf

Die reuelose Gesellschaft

„Wir Männer lügen viel, wenn es um Sex geht – zuerst belügen wir uns selbst und dann unsere Partner“, behauptet der amerikanische Psychologieprofessor Sam Keen. Laut Rotraud A. Perner trifft dasselbe auch auf Frauen zu. Wer über eine stabile Identität verfügt, der oder die braucht sich nicht zu verstecken, auch wenn das in unserer Maskeradengesellschaft […]


Elaine Fox stellt die Hauptmerkmale des Optimismus vor

Die Neurologin und Psychologin Elaine Fox von der Universität Oxford vertritt die These, dass in jedem Menschen ein Optimist steckt. Die britische Wissenschaftlerin forscht seit Jahren über Optimismus und Pessimismus. Sie sucht Antworten auf folgende Fragen: „Wie sie sich entwickeln, wie sie mit menschlicher Gesundheit, Angststörungen und Depression zusammenhängen und was sie damit zu tun […]


Ernst Fraenkel untersucht die Geschichte der öffentliche Meinung

Ernst Fraenkel definiert die öffentliche Meinung als die unorganische Weise, wie sich das, was ein Volk will und meint, zu erkennen gibt. Was sich wirklich im Staat geltend macht, muss sich seiner Meinung nach allerdings auf organische Weise betätigen, und das ist in der Verfassung der Fall. Aber zu allen Zeiten war die öffentliche Meinung […]


Sonia Laszlo stellt eine Reihe von Glücksfaktoren vor

Gewohnheiten erleichtern Entscheidungen, da der Mensch nicht alles neu bedenken muss. Die Macht der Routinen ist auch für das menschliche Glücksempfinden nicht zu unterschätzen. Genetisch scheint laut Sonia Laszlo ein gewisser Glücksprozentsatz festgelegt zu sein. Ed Diener nennt dies den „persönlichen Glückseichstrich“, der darüber entscheidet, ob manche Menschen von Natur aus Frohnaturen oder andere eben […]


Die Liebe zwischen Enkeln und Großeltern ist etwas Besonderes

Die Liebe zwischen Großeltern und Enkeln ist in den meisten Fällen unkompliziert. Selbst die Freiheit in den modernen Gesellschaften konnte dieser Beziehung wenig anhaben. Wilhelm Schmid fällt auf, dass sich nur wenige von ihr befreien möchten. Eher hat sie sogar an Bedeutung gewonnnen, in einer Zeit, in der immer mehr Ehen scheitern und die Zahl […]


Die Bundesbürger sollten viel weniger Fleisch essen

Deutschland ist ein Land der Fleischesser. Im vergangenen Jahr konsumierten die Bundesbürger laut Verbraucherministerium 87 Kilogramm Fleisch pro Kopf und Jahr. Andere Quellen gehen zwar von einem etwas niedrigeren Fleischkonsum aus, aber es ist unbestritten, dass der Fleischkonsum in Deutschland seit dem Jahr 1950 enorm gestiegen ist. Willi Kampmann vom Deutschen Bauernverband, der an der […]


Wilhelm Schmid rät zu einer nachhaltigen Lebensweise

Bei der Nachhaltigkeit geht es für Wilhelm Schmid zuallererst um die ökologische Frage, das heißt, wie sich die Existenz des Menschen wieder in die Zusammenhänge der Natur, in eine ökologische Integrität eingliedern lässt. Dabei ist es hilfreich, die eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen, von denen viele ökologisch relevant sind, zum Beispiel der gewohnheitsmäßige Gebrauch von Stoffen […]


Robert J. Shiller nennt einige Gründe für den Vertrauensimpuls

Dem Risikoimpuls steht ein nahezu entgegengesetzter Impuls der Konventionalität und der Vertrautheit gegenüber. Dieser kann viele Formen annehmen. Für Robert J. Shiller ist dabei vor allem jener Aspekt wichtig, dass er die Menschen dazu bringen kann, sich auf altmodische Finanzinstitute und überholte Wirtschaftsstrukturen zu stützen. Robert J. Shiller schreibt: „So abstrakt Finanzkonzepte sind, so schwer […]


Wilhelm Schmid erörtert die Bedeutung der Freundschaft

Viele Menschen, die in einer engen Verbindung zueinander stehen, ohne dabei allerdings ständig zusammen zu sein, bezeichnen sich als Freunde. Sie behaupten laut Wilhelm Schmid mit großer Selbstverständlichkeit, einander zu mögen, ja, sogar zu lieben, ohne dabei ein Missverständnis zu befürchten. Dennoch scheint diese Beziehung anders zu sein als diejenige zwischen Liebenden oder Mitgliedern einer […]


Wilhelm Schmid stellt die Goldene Regel der Erziehung vor

Erziehung ist für Wilhelm Schmid unter anderem auch die Ausübung von Macht. Der Frage nach der Macht können die Eltern im Prozess der Erziehung nicht entkommen. Sie stellt sich schon in frühester Kindheit bei Grenzfragen, wenn nicht jedem Wunsch des Kleinkindes nachgekommen werden kann. Wilhelm Schmid erläutert: „Eine sanfte Machtausübung stützt sich auf Anregungen, Anreize […]


Die Familie formt nachhaltig den Charakter des Kindes

Die Familie ist für Christopher Lasch der wichtigste Vermittler der Sozialisation. Die reproduziert im Individuum die kulturellen Muster einer Gesellschaft. Die Familie übermittelt nicht nur ethische Normen, indem sie das Kind mit den jeweils gültigen sozialen Regeln vertraut macht, sondern formt auch nachhaltig seinen Charakter, was dem Kind allerdings nicht bewusst wird. Christopher Lasch erklärt: […]


Alexander Mitscherlich ist mit der Demokratie nicht zufrieden

Die Demokratie ist für Alexander Mitscherlich ein Prozess der Bewusstseinsentwicklung angesichts bisher unbekannter Probleme. Das heißt, die Demokratie dient vorerst nur dazu, ein Gleichgewicht der Interessen zu arrangieren. Der Wettstreit der Meinungen wird noch nicht dazu benutzt, die Grundprobleme der Fortexistenz der Demokratie diskutieren zu lassen. Stattdessen überbieten sich laut Alexander Mitscherlich was die Fragen […]


Diätwillige können ihr Wunschgewicht nur über den Kopf erreichen

Abnehmen fängt im Kopf an. Der Kampf gegen überschüssige Kilos entscheidet sich mental. Zuerst müssen die Betroffenen den Teufelskreis von Crash-Diäten und Jo-Jo-Effekt durchbrechen, um anschließend durch eine Umstellung des Bewusstseins zu einem schlanken und gesunden Körper zu gelangen. Denn wer er nicht schafft sein Gehirn umzuprogrammieren, dem gelingt beim Abnehmen nur kurzfristig ein Erfolgserlebnis, […]


Die Liebe verlangt Ausschließlichkeit und fordert wahre Treue

Die Idee der Liebe fordert die individuelle Überwindung der menschlichen Isoliertheit. Sie will laut Herbert Marcuse die erfüllende Hingabe der Individualität in der unbedingten Solidarität von Person zu Person. Diese Hingabe erscheint einer Gesellschaft, in der das gegeneinander der Interessen und die Individualität des Einzelnen die obersten Prinzipien darstellen, rein nur im Tode. Herbert Marcuse […]


Daniel Goleman erforscht die Quellen von Essstörungen

Daniel Goleman zitiert den bahnbrechenden Artikel über Essstörungen von Hilda Bruch, der 1969 erschien. Sie wunderte sich damals über Frauen, die sich zu Tode hungerten, und vermutete als eine von mehreren Ursachen ein Unvermögen, körperliche Instinkte, darunter natürlich besonders den Nahrungstrieb, richtig wahrzunehmen und richtig darauf zu reagieren. Seit jener Zeit sind viele medizinische und psychologische Thesen darüber aufgestellt worden, warum es zu Essstörungen kommt. Zum Beispiel, dass immer jüngere Mädchen sich gezwungen glauben, mit unerreichbar hohen Vorbildern weiblicher Schönheit zu konkurrieren, bis hin zu aufdringlichen Müttern, die ihre Töchter in ein kontrollierendes Netz von Schuld und Tadel verstricken.


Durch seinen freien Willen kann der Mensch verzichten

Andreas Salcher vertritt die These, dass der freie Wille für die meisten Menschen ein positiv besetzter Begriff ist. Der Verzicht dagegen ist mit etwas Negativem behaftet. Es ist immer eine Herausforderung, auf etwas Gewohntes zu verzichten. Doch der Verzicht kann durchaus eine positive Wirkung entfalten wie Andreas Salcher schreibt: „Wenn sich jemand dafür entscheidet, weniger […]


Kindliche Aggression führt leicht zu Jugendkriminalität

Kindliche Aggressivität hinterlässt laut Daniel Goleman immer Spuren im ganzen späteren Leben. Die Eltern solcher aggressiven Kinder wechseln bei der Erziehung zwischen Vernachlässigung und harter Bestrafung hin und her. Diese Erziehungsmethode macht die Kinder leicht paranoid und aggressiv. Nicht alle gereizten Kinder entwickeln sich zu Schlägern, manche mutieren zu introvertierten sozialen Außenseitern, die überregieren, wenn sie geärgert werden oder wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Allen diesen Kindern ist jedoch eine Fehlwahrnehmung gemeinsam. Daniel Goleman schreibt: „Sie sehen Kränkungen, wo keine Kränkung beabsichtigt war, und in ihrer Einbildung sind ihre Kameraden ihnen gegenüber feindseliger, als es wirklich der Fall ist. Das bringt sie dazu, dass sie neutrale Handlungen als bedrohlich wahrnehmen.“


Harald Schultz-Hencke untersucht die Gehemmtheit

Harald Schultz-Hencke ist fest davon überzeugt, dass es weit reichende Konsequenzen für die Struktur und Gestaltung der Gesamtpersönlichkeit hat, wenn das Expansive oder das von Sigmund Freud so genannte „Es“ gehemmt wird. Ein Mensch bei dem die Antriebe gehemmt sind, entwickelt regelmäßig den Charakterzug der Bequemlichkeit. Seine gesamte psychische Aktivität ist gedämpft. Harald Schultz-Hencke nennt als Beispiel brave, stille, häusliche Kinder, die der Stolz ihrer Eltern sind, aber in Wirklichkeit die besten Chancen haben, neurotisch zu werden. In der Vorliebe für das Bequeme ist auch ein Schuss Mutlosigkeit verborgen. Was als normales Phlegma erscheint, ist zum großen Teil das Ergebnis von Entmutigung, Angst und die Gewohnheit, andere für einen selbst entscheiden und machen zu lassen.


Profitgier führt in den Selbstmord-Kapitalismus

Was die Welt gerade erlebt, ist für den ehemaligen Topmanager Daniel Goeudevert nicht die Durchsetzung des Ökonomischen, sondern seine Pervertierung. Markt und Wirtschaft sind seiner Meinung nach keine Zwecke, sondern Mittel, über deren Ausgestaltung und Verwendung die handelnden Akteure entscheiden. Von allen machen Markt und Wirtschaft gar nichts. Sie entfalten allerdings eine Logik, die sich […]


Die Gefühle sind weder zufällig noch genetisch bedingt

Barbara L. Fredrickson verspricht in ihrem neuen Buch „Die Macht der Gefühle“ dem Leser, dass er die Wirkung positiver Gefühle verstehen und schätzen lernen wird. Mit dem neuen Wissen über die eigenen Emotionen kann man den Alltag besser bewältigen, da man mehr über sich selbst erfährt und sein vorhandenes Potential besser ausschöpfen kann. Eine positive […]


Daniel Goleman löst das Rätsel der Unerschütterlichkeit

Verdränger sind laut Daniel Goleman Menschen, die gewohnheitsmäßig und automatisch eine emotionale Störung aus ihrer Wahrnehmung auszublenden scheinen. Dies gehört zu einem umfassenden Muster in ihrem Leben, nämlich fast alles, was sie emotional verstimmen könnte, aus der Welt zu schaffen. Sie sind wahre Künstler darin, ihre Emotionen zu regulieren. Daniel Goleman erklärt: „Sie sind offenbar so geübt darin, sich gegen negative Gefühle abzuschirmen, dass sie das Negative nicht einmal bemerken.“ Er plädiert deshalb dafür, diese Menschen nicht Verdränger, sondern besser die Unerschütterlichen zu nennen.


Für Karl Jaspers gibt es keine absolute Unabhängigkeit

Der Philosoph Karl Jaspers vertritt die These, dass die Unabhängigkeit des Menschen scheinbar lautlos verloren geht, in einer Welt, in der das Dasein durch das Typische, die Gewohnheiten und die ungefragten Selbstverständlichkeiten überflutet wird. Dieser Tendenz setzt er das Philosophieren entgegen, in der der Mensch unter allen Bedingungen um seine innere Unabhängigkeit ringt. Denn das Bild des Philosophen wird seit der Antike von seiner Unabhängigkeit geprägt, weil er sich der Welt der Güter entsagt, von der Herrschaft der Triebe befreit und asketisch lebt.


Peter Suhrkamp stellt Betrachtungen über das Lesen an

Peter Suhrkamp unterscheidet viele Arten des Lesens: Lesen, um zu lernen, Lesen, um in etwas einzudringen, Lesen, um den Geist in Bewegung zu bringen, Lesen als Gespräch, Lesen als Kunst. Zusammengefasst gibt es also das Lesen als Orientierung, das Lesen als Übung und ein schöpferisches Lesen. In der neueren Zeit ist noch eine inzwischen sehr verbreitete Art hinzugekommen: das Lesen aus Gewohnheit. Diese Gewohnheit kann zur Sucht werden, da der Betroffene in jedem unbeschäftigten Augenblick, wo er auch immer sich gerade befinden mag, lesen muss. Eines steht für Peter Suhrkamp aber fest: „Lesen können: das gilt allgemein als Maßstab für die Kultur eines Volkes.“