Warum der Staat in die Wirtschaft eingreifen soll

Wohlfahrt war für den Ökonomen Pigou vor allem ökonomische Wohlfahrt, die sich am Sozialprodukt messen lässt. Um die Wohlfahrt in der Gesellschaft zu mehren, wollte Pigou eine andere Verteilung des Einkommens. Er war der Meinung, dass es gut sei die Reichen zu besteuern und das Geld den Armen zu geben, da ein Reicher aus seinem Einkommen einen geringeren Nutzen ziehe als ein Armer. Deshalb werden die Reichen unter der Steuer auch nicht stark leiden.

Alfred Adler: “Spiele bereiten auf das Leben vor”

Für Alfred Adler gibt es im Leben eines Kindes eine Erscheinung, die sehr deutlich die Vorbereitung auf das Erwachsenenalter zeigt – es sind die Spiele. Sie dienen als wichtige Helfer bei der Erziehung, regen den Geist an, beflügeln die Phantasie und fördern die Geschicklichkeit. Im Spiel zeigt sich fast immer die Vorbereitung für das künftige Leben.

Cicero stellt die Gemeinschaft über das Individuum

Cicero preist den Menschen als Gemeinschaftswesen. Der Mensch bildet mit anderen Menschen eine Gesellschaft, nicht deswegen, weil er sich als einzelner schwach fühlt, sondern weil ihm eine natürliche Geselligkeit angeboren ist. Das Menschengeschlecht ist einfach nicht einzeln lebend oder einzelgängerisch.

Marc Beise: “Der Staat plündert die Mittelschicht aus”

Marc Beise stellt in seinem Buch „Die Ausplünderung der Mittelschicht“ die These auf, dass in den Zeiten der Finanzkrise und den daraus resultierenden stetig wachsenden Geldproblemen des Staates, die Mittelschicht immer mehr abgezockt und wird. Sein Buch ist ein Hilferuf aus der Mitte der Gesellschaft und ein Plädoyer für eine andere Politik in Deutschland, die die Eigenverantwortung der Bürger fördert und belohnt.

In Deutschland fühlt sich die Mittelschicht bedroht

Die deutsche Gesellschaft entwickelt sich infolge der Weltwirtschaftskrise immer mehr in eine Gesellschaft, in der Menschen aus der Mittelschicht ganz schnell nach unten bis zu Hartz IV durchgereicht werden können. Keiner kann sicher sein, es im Leben zu etwas gebracht zu haben, denn ganz schnell kann er wieder zu den Gestrandeten gehören, weil der globale Kapitalismus seinen Arbeitsplatz vernichtet hat.

Die Gesellschaft in Deutschland bricht auseinander

Völlig unbeeindruckt von Statusängsten oder Statusfatalismus bleibt nur die deutsche Oberschicht. Sie interessiert sich nicht für die Bindungskraft der Gesellschaft, weil sie sich international an ihresgleichen orientiert. Hoch mobil, gut ausgebildet, materiell abgesichert. Der Soziologe Lord Ralf Dahrendorf hatte sie einst als neue „globale Klasse“ bezeichnet. Für den Rest der deutschen Gesellschaft gilt – von der Sehnsucht nach der Verbesserung des eigenen Status, vom Glauben daran, dass jeder die soziale Leiter ein Stückchen weiter nach oben steigen kann, ist nicht mehr viel übrig geblieben. Wenn es der Statushunger ist, der die Bundesbürger auf ein gemeinsames Wertesystem einschwört, dann haben die Deutschen an Gemeinsamkeiten kaum noch etwas zu verlieren.

Susan Pinker: “Das 21. Jahrhundert gehört den Frauen”

Die Psychologin und Bestsellerautorin Susan Pinker macht sich Sorgen um die Männer von morgen. Unter ihnen werden sich ihrer Meinung nach viele Verlierer befinden. Schon jetzt gibt es deutlich mehr auffällige Jungen als Mädchen – Jungen leiden häufiger unter Konzentrations- und Lernschwächen sowie der Unfähigkeit im sozialen Umgang mit anderen Menschen.

Amitai Etzioni erhält den Meister-Eckhart-Preis

Der Soziologe Amitai Etzioni, der in den Vereinigten Staaten von Amerika, zum weltweit bekanntesten Vertreter des Kommunitarismus aufstieg, hat in seiner Heimatstadt Köln einen der bedeutendsten und mit 50.000 Euro am höchsten dotierten Wissenschaftspreis entgegengenommen, den Meister-Eckhart-Preis. Amitai Etzioni hat die Klage der Zionisten über die Monadenhaftigkeit der modernen Existenz und die Atomisierung der Gesellschaft von ihrem kulturkritischen Ansatz entfesselt.

Apathie und Resignation in Deutschland

Feindbilder gegenüber Schwachen oder gesellschaftlichen Minderheiten hängen zusammen. Der Bielefelder Soziologe und Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer und sein Forschungsteam nennen so ein Phänomen „Syndrom der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“. Seit 2002 erforschen 15 Wissenschaftler welchen Vorurteilen und Diskriminierungen schwache Gruppen in der deutschen Gesellschaft ausgesetzt sind. Die Langzeitstudie ist auf zehn Jahre angelegt.

Der Ökonom und Philosoph Peter Ferdinand Drucker

Peter Ferdinand Drucker zählt ohne Zweifel zu den bedeutendsten Management-Vordenkern. Er hat wie kein anderer die Ansichten über die Führung eines Unternehmens in modernen Zeiten geprägt. Eine seiner Erkenntnisse, die leider allzu oft auf taube Ohren stieß, lautet: „Das freie Unternehmertum lässt sich nicht dadurch rechtfertigen, dass es dem Geschäft dient. Es lässt sich nur [...]