Geist und Körper sollten beim Sex in Einklang sein

Ein Teil des sexuellen Verlangens geht für den amerikanischen Psychologen und Sexualtherapeuten David Schnarch vom physischen Körper aus. Die fleischliche Sinnlichkeit ist ihm zuzuschreiben. Der Körper ermöglicht einem Menschen den Selbstausdruck durch unendliche Varianten des Kuschelns, Küssens und Streichelns, sowie all dessen, was man sich sonst noch vorstellen mag. David Schnarch schreibt: „Ihr Gehirn und [...]

Ein gesunder Mensch kommuniziert mit seiner Umwelt

Ein Mensch mit einer intakten Seele fühlt sich in der Welt, in sich selbst und seinem Leib sicher. Der verängstige Mensch dagegen gibt die Einheit dieser Dreieinigkeit auf und zieht sich in eine geistige Welt zurück. Er gibt Teile der Welt auf und löst sich von seinem Körper ab. Am liebsten würde er körperlos existieren. Das hat Symptome zur Folge wie etwa Essstörungen, Schwierigkeiten bei der Verdauung und Komplikationen im Sexualleben. Nur wer ganz bei sich ist und in sich in seinem Leibe wohl fühlt ist nach Laing inkarniert. In Stresssituationen oder im Unglück geben viele Menschen die Inkarnation auf, weil sie auf der geistigen Ebene eine Zuflucht zu finden meinen.

Unregulierte Märkte können eine Gesellschaft zerstören

Für die konventionelle Wirtschaftstheorie ist menschliches Handeln eine Abfolge rationaler Entscheidungen. Sie ist laut Tony Judt zwar angeschlagen, aber unbeeindruckt, obwohl sie die Finanzkrise weder vorhergesehen noch verhindert hat. Für die Anhänger dieser Theorie ist der Mensch ein ökonomisches Wesen, der nur seine individuellen Interessen verfolgt und dabei Kriterien wie Altruismus, Selbstverleugnung, Geschmack, kulturelle Gewohnheiten oder kollektive Wünsche nur minimal berücksichtigt. Da der Mensch mit genügend vielen und korrekten Informationen über den Markt ausgestattet ist, trifft er demnach die bestmöglichen Entscheidungen, die sowohl dem eigenen Interesse dienen als auch dem Ganzen zugute kommen.

Stendhals Romane erzeugen ein Gefühl des Glücks

Der französische Philosoph Alain erkannte, dass der Schriftsteller Stendhal ganz und gar kein Bürger im üblichen Sinne war. Er schrieb: „Die Tyrannen, ob groß oder klein, fürchten dieses skandalöse Beispiel eines Mannes großen Stils, der vor nichts Respekt hat.“ Laut Alain nahm Stendhal die Götter der Politik nicht ernst, ob sie nun Staat oder Vaterland hießen. Er machte sich über die Macht lustig und verlachte die Wichtigtuer. Seine Götter waren der Mut, die Ehre, die Liebe und die Freundschaft. Alain hält Stendhal für einen Republikaner der gefährlichsten Art.

Philosophische Lustkonzepte von Platon bis Freud

Das Buch „Lust. Perspektiven von Platon bis Freud“ von Wolfgang Rother bietet eine kleine Einführung in die Lustlehren ausgewählter Denker. Die Lust zählt seit der Antike zu den Grundbegriffen der Philosophie. Der Autor beginnt seine philosophischen Forschungen über die Lust bei Platon, für den die Lust an sich nicht schlecht ist, sondern nur die unersättliche, maßlose Lust. Die wahre Lust ist für Platon die Lust am Schönen und Vollendeten, die mit Vernunft und Einsicht gemischte Lust, die Lust an der Philosophie, an den Wissenschaften, an der Kunst und an den richtigen Meinungen. Wolfgang Rother ist Privatdozent für Philosophie an der Universität Zürich.