Der freie Wille dient als zentrales Totem des Konsumkapitalismus

Matthew B. Crawford erklärt: „Die Vorstellungen Immanuel Kants sind der philosophische Ursprung der modernen Gleichsetzung von Freiheit und Wahlmöglichkeit, wobei

Mehr lesen

Thomas Mann unterscheidet strikt zwischen Kultur und Zivilisation

Es gibt den tief in der deutschen Geistesgeschichte verwurzelte Sonderauffassung, dass zwischen „Kultur“ und „Zivilisation“ ein unüberbrückbarer Gegensatz besteht. Denn

Mehr lesen

Ohne Selbststeuerung lässt sich im Leben nichts erreichen

Joachim Bauer vertritt in seinem neuen Buch „Selbststeuerung“ die These, dass sich durch Selbststeuerung im Leben vieles erreichen lässt, ohne

Mehr lesen

Ohne freien Willen gibt es keine Entscheidung

Bevor ein Mensch den Sinn seines Lebens wählt, sollte er sich vielleicht erst einmal fragen, ob er überhaupt einen freien

Mehr lesen

Der Mensch ist für seine Taten verantwortlich

Julian Baggini hat in seinen Schriften mehrfach betont, dass der Mensch selbstständig wählen, autonome Entscheidungen fällen und authentisch leben soll.

Mehr lesen

Der biologische Beweis der Existenz des freien Willens

Der Zoologe Björn Brembs beweist die Existenz des freien Willens in der Biologie durch die Ergebnisse seiner Experimente mit Fruchtfliegen. Für ihn geht es bei der Willensfreiheit im Wesentlichen um die Fähigkeit, in der gleichen Situation unterschiedlich zu handeln. Das heißt auf bestimmte Reize einmal so und einmal anders zu reagieren oder auch einfach ohne äußerlichen Anreiz zu handeln. Björn Brembs sagt: „Und diese Variabilität des Verhaltens finden wir auch schon bei Fruchtfliegen.“ Er schränkt allerdings ein, dass der freie Wille der Fruchtfliege weniger frei ist als der des Menschen. Er widerspricht damit manchen Gehirnforscher, die behaupten, der freie Wille an sich sei nur eine Illusion.

Mehr lesen

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland ist in den 59 Jahren seines Bestehens zu einem leuchtenden Vorbild für viele Länder in der ganzen Welt geworden. Die Demokratie garantiert wie keine andere Staatsform die Verwirklichung des größtmöglichen Maßes an gleicher Freiheit, aktiver Mitbestimmung der Bürger an öffentlichen Angelegenheiten und eine weitgehende soziale Gerechtigkeit.

An erster Stelle des Grundgesetzes stehen unverrückbar die Würde des einzelnen Menschen und seine Freiheit. Die Menschen sollen sich frei nach ihrem Willen zu einer Persönlichkeit entwickeln und für sich einen Sinn im Leben finden. Wenn in einem politischen System die Würde des Menschen ein so hohes Gut ist, dann bedeutet das auch, dass jedem Staatsbürger ein Mindestmaß menschenwürdigen Lebens garantiert werden muss. Das Grundgesetz Deutschlands dient unter anderem dazu, das größtmögliche Maß an Freiheit, Eigenverantwortung und sozialer Gerechtigkeit zu verwirklichen.

Trotz aller Freiheitsgarantien und verbesserter Bildungsmöglichkeiten erscheint das politische System für die Bürger immer weniger transparent. Um dennoch am politischen Prozess teilnehmen zu können, schließen sich einzelne Gesellschaftsmitglieder zu Gruppen zusammen, um gemeinsam ihre Interessen zu verfolgen. Und nur solange das demokratische System das Entstehen und das freie Spiel solcher pluralistischen Gruppierungen ermöglicht, trägt es seinen Namen mit Recht. Denn nur über den Zusammenschluss mit anderen Gleichgesinnten gewinnt der Bürger die Chance, sich aus der Anonymität zu befreien und seine Interessen und Wünsche wirksam in den Willens- und Gesetzbildungsprozess einzubringen.

In einem pluralistischen System ringen die verschiedensten Wirtschaftsinteressen, Werteüberzeugungen und politische Ordnungsvorstellungen in einem Dauerkonflikt um die besten Lösungen für den gesellschaftlichen Wandel. Hier ist jeder einzelne Bürger angesprochen, diese Änderungen mitzugestalten. Denn ein demokratisches System ist immer nur so stark, inwieweit die einzelnen bereit sind, ihr Schicksal und die eigenen Interessen selbst in die Hand zu nehmen und sich nicht von oben alles diktieren zu lassen.

Die Demokratie kann also nur funktionieren und leben, wenn sie eine tief verwurzelte Basis in der Bevölkerung hat. Bestimmte Werthaltungen und Verhaltensweisen seiner Bürger prägen das Zusammenleben im Zeichen des Grundgesetzes: gefordert sind Toleranz und Fair Play bei der Auseinandersetzung mit anderen Meinungen, anderen Interessen und Lebensformen. Dennoch beinhaltet die Demokratie als Lebensform auch immer den offenen Konflikt, denn in ihrem Fundament sollte die Streitkultur fest verankert sein.

Die Erfahrungen der Geschichte lehren, dass nur eine wehrhafte Demokratie, wie sie im Grundgesetz verankert ist, die soziale Gerechtigkeit und die Freiheit als ihre primären, durch nichts zu ersetzenden Ziele anerkennen und verteidigen kann. Eine wehrhafte Demokratie entsteht allerdings nur dann, wenn jeder Bürger eines Staatswesens über seine Grundrechte und Grundpflichten Bescheid weiß. Jeder der für die Demokratie eintritt, weiß, dass es sich lohnt, die demokratische Verfassung zu verteidigen und diejenigen zu bekämpfen, die eine andere Gesellschaftsform einführen wollen.

Mehr lesen

Immanuel Kant entwickelt die Grundregel der Moral

Die Wissenschaft war für Immanuel Kant der Schlüssel zum Verständnis der Welt der materiellen Objekte in Raum und Zeit. Damit tritt aber ein den Menschen betreffendes Problem auf. Denn auch der menschliche Körper ist ein materielles, in Raum und Zeit existierendes Objekt. Wenn der Mensch gänzlich den wissenschaftlichen Gesetzen unterliegen würde, könnte er keinen freien Willen haben. Immanuel Kant glaubte aber an den freien Willen des Menschen und hielt diesen auch für beweisbar. Er nahm an, dass Akte des freien Willens nicht in der phänomenalen Welt stattfinden, in der die wissenschaftlichen Gesetze gelten, sondern in einer Umgebung, die sich dem wissenschaftlichen Verständnis entzieht.

Mehr lesen