Selbsterkenntnis führt in unerwartete Weiten und Tiefen

Warum nicht

Der weltberühmte Schweizer Psychiater und Begründer der analytischen Psychologie C. G. Jung hat einmal gesagt: „Selbsterkenntnis ist ein Abenteuer, das in unerwartete Weiten und Tiefen führt.“ Vielleicht ist das der Grund dafür, dass noch immer viele Menschen großen Respekt mit der Begegnung mit sich selbst haben. Auch Uwe Böschemeyer hat lange gebraucht, um zu begreifen, […]


Cicero bekämpft mit der Vernunft die Zügellosigkeit

Cicero

Nach Cicero soll der Mensch auch unter günstigen und nach seinem Willen sich gestaltenden Umständen die Überheblichkeit, den Stolz und den Hochmut meiden. Denn seiner Meinung nach ist es ebenso ein Beweis von Haltlosigkeit, im Ertragen von Unglück wie von Glück maßlos zu sein. Er schreibt: „Und etwas Treffliches ist die Ausgeglichenheit in allen Lebenslagen und immer dasselbe Gesicht und dieselbe Stirn, wie wir von Sokrates und auch von C. Laelius erfahren haben.“ Für Cicero sind diejenigen Vorschriften die Richtigen, die den Menschen mahnen, dass er sich, je überlegener er ist, umso bescheidener benehmen soll.


Einzelinteressen und Gemeinwohl müssen einen Ausgleich finden

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Was die meisten Menschen unter der sogenannten westlicher Demokratie verstehen ist laut Ernst Fraenkel weitgehend durch eine Angleichung englischen und französischen Staatsdenkens und staatlicher Institutionen der beiden Länder zustande gekommen. Das Bekenntnis zu einer solchen Form von Demokratie erfordert gleichermaßen die Anerkennung der Befugnisse der Bürger, ihre Interessen frei und ungehindert vertreten zu können, wie […]


Seneca beschwört die große Erhabenheit der Tugend

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Sokrates stellte die Ethik in den Mittelpunkt seiner Philosophie und meinte, es sei die höchste Weisheit Gutes und Böses unterscheiden zu können. Er sagte: „Wenn mein Urteil dir etwas gilt, dann richte dich zu deinem wahren Glück nach jenen alten Philosophen und achte nicht darauf, dass du irgendwem als Narr erscheinst.“ Laut Seneca wird das nur der erreichen, der alle Güter gleichermaßen achtet, da es für ihn kein Gut ohne sittlichen Rang gibt, der überall der gleiche ist. Er glaubt, dass sich mit ein und derselben Tugend Unglück überwinden und das Glück bewahren lässt, da die Tugend nämlich nicht kleiner oder größer werden kann. Sie ist immer von einer Größe.


In der Todesfurcht erkennt der Mensch seine Grenzen

Abgrenzung und Versöhnung zweier Menschen, verlangen in erster Linie, dass sich ihre Beziehung bewegt. Der Psychiater, Psychoanalytiker und Systemischer Familientherapeut Helm Stierlin vertritt die These, dass Bewegung der Beziehung notwendig ist, damit sich die Partner auf immer neuer und komplexerer Stufe einander entdecken und gewinnen können. Georg Wilhelm Friedrich Hegel hat laut Helm Stierlin am […]


Google ist heute das Synonym für die digitale Moderne

Die Wirtschaftsgeschichte ist gespickt mit Geschichten von mächtigen großen Unternehmen, die über kleine Firmen stolperten, die sie lange nicht wahrgenommen haben. Zum Beispiel wurde der finnische Handyhersteller Nokia im November des vergangenen Jahres zum großen Teil an Microsoft verkauft. Dies geschah im letzten Moment, aus blanker Not. Nokia hatte zuvor den globalen Handymarkt fest im […]


Die Bildung in der Renaissance orientierte sich an der Antike

Das Bildungswesen der Renaissance zeichnete sich durch die Abwendung vom mittelalterlichen Lehrbetrieb und die Wiederbelebung der lateinischen und griechischen Sprache aus. Das Ideal der freien Persönlichkeit, den vollkommenen Edelmann zu erreichen, ist das Ziel diverser pädagogischer Einrichtungen, die ab dem frühen 16. Jahrhundert, vor allem in Italien entstanden. Gebildete Damen aus dem Adel wie Beatrice […]


Immanuel Kant ist am revolutionärsten in seiner Ethik

Immanuel Kant, der von 1724 bis 1804 lebte, publizierte sein erstes epochales philosophisches Werk, die „Kritik der reinen Vernunft“, 1781 im Alter von 57 Jahren. Um seine Ideen auszuarbeiten, brauchte Immanuel Kant also viel Zeit. Er nahm sich die Zeit, die er brauchte, um seine Philosophie neu zu strukturieren und zu begründen. Vorher hatte er […]


Einen liebenden Menschen kann man an seinem Blick erkennen

In der Phase der psychosexuellen Entwicklung verändert sich laut Rotraud A. Perner die Phallizität, die Nachahmungs- und Zeigelust des Kindes, hin zu den ersten Äußerungsformen von Liebhaben.  Jetzt geht es nicht mehr um stolzes präsentieren, sondern darum, Liebes zu achten und zu schützen. Als Beispiel nennt Rotraud A. Perner eigene Zeichnungen oder Bastelarbeiten. Deswegen ist […]


Die ruhigen Momente im Leben weisen den Weg zum Selbst

Die deutsche Philosophin, Literaturwissenschaftlerin und Autorin Svenja Flaßpöhler vertritt die These, dass der technische Forschritt, eine Steigerungslogik und ständig wachsende Leistungsanforderungen den Tagesablauf der meisten Menschen takten. Svenja Flaßpöhler stellt sich die Frage, ob es wirklich nur soziale Mechanismen sind, die Effizienz und Beschleunigung fordern, oder ob die Gründe dafür vielleicht doch beim Menschen selbst […]


Der Schutz des Klimas ist wichtiger als die Wirtschaftskrise

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Professor Dr. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts für Klimaforschung, ist fest davon überzeugt, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Deutschland eine Energiewirtschaft beschert hat, die der alten überlegen ist. Aber jetzt muss seiner Meinung nach dringend eine Reform her. Hans Joachim Schellnhuber erläutert: „Es ist klar, dass das EEG und die damit verbundenen Förderungen aus dem […]


Der Geist dient dem Kampf um Überleben und Fortpflanzung

Menschen und andere Lebewesen existieren in Umgebungen, die sich von Zeit zu Zeit auf mehr oder weniger unvorhersagbare Weise verändern. Dasselbe gilt für ihre körperlichen Zustände und Bedingungen. Daraus folgert Wolfgang Prinz, dass Lebewesen einen Geist haben, um diese Veränderungen in ihrer äußeren und inneren Umgebung zu bewältigen. Der Geist ist ihnen dabei behilflich, sowohl […]


Wilhelm Schmid philosophiert über den Sinn der Kindererziehung

Wilhelm Schmid stellt in seinem Buch „Dem Leben Sinn geben“ die Frage, warum und wozu Eltern ihre Kinder erziehen müssen. Seiner Meinung nach sind mehrere Antworten möglich. Erstens aus altruistischen Gründen, dem Anderen zugewandt, der erzogen werden soll, um ein sinnvolles, schönes Leben führen zu können, in dem er sich so entfalten kann, dass er […]


Anna Freud erklärt die Technik der Kinderanalyse

Anna Freud beschränkte die Kinderanalyse auf Interventionen bei echten Schwierigkeiten in der Erziehung und neurotischen Erkrankungen im Kindesalter. Ein Nachteil der Kinderanalyse besteht laut Anna Freud darin, dass das Kind nicht aus eigenem Antrieb und Leidensdruck in die Therapie kommt, sondern auf Wunsch der Eltern. Dennoch kann es einem geschickten Kindertherapeuten gelingen, dass Kind für sich und die Therapie zu gewinnen. Aber meistens ist dies schwieriger als bei einer Therapie eines Erwachsenen, wo der Therapeut mit dem Patienten einen Behandlungspakt schließen kann, in dem er die Bedingungen der Therapie offen formuliert.


Die Gegenwart ist einem allgemeinen Schönheitswahn verfallen

Rebekka Reinhard vertritt die These, dass der Druck, gut auszusehen, nie größer war als heute. Vor allem Frauen stellen sich die Frage: „Wie werde ich schön und wie bleibe ich es?“ Viele von ihnen vergleichen sich mit jüngeren und schlankeren Ausführungen des weiblichen Geschlechts und fühlen sich anschließend mies. Rebekka Reinhard erklärt: „Für immer mehr […]


Joseph Stiglitz benennt die wesentlichen Kernaufgaben des Staates

Es gehört für den amerikanischen Ökonomen Joseph Stiglitz, der 2001 mit dem Nobelpreis für Wirtschaft ausgezeichnet wurde, zu den Kernaufgaben des Staates, das effiziente Funktionieren der Märkte zu gewährleisten, denn die offenkundigsten Manifestationen von Marktversagen sind die regelmäßig wiederkehrenden Episoden von Arbeitslosigkeit und unzureichender Auslastung der Produktionskapazitäten, der Rezessionen und Depressionen, die den Kapitalismus kennzeichnen. […]


Der Liberalismus verbündet sich mit der Arbeiterklasse

Der Liberalismus wollte die Kultur außerhalb des Staats ansiedeln. Davon abgesehen wollte er den Staat nicht vernichten, sondern begnügte sich laut Otto Kircheimer damit, in ihm eine seiner ökonomischen Position äquivalente Machtstellung zu erringen. In diesem Kampf, der immer voll Respekt und geheimer Bewunderung für die diesen Staat repräsentierenden Mächte blieb, war die Waffe des […]


Die Kultur hat den Menschen in wachsende Verwicklungen geführt

Es gibt Menschen, die suchen wahrhaftiges Glück, indem sie nach mehr Charakterentwicklung und Persönlichkeit streben und nach einer persönlichen Gestaltung ihres Daseins. Laut Rudolf Eucken muss hier die künstlerische Betätigung der ethischen Aufgabe weichen. Die Entwicklung der Persönlichkeit geht einher mit einer Umwälzung der vorgefundenen Wirklichkeit und dem Aufbau einer neuen Realität. Schon Immanuel Kant […]


Andreas Salcher gibt Tipps zur Talentförderung von Kindern

Auf sehr vielen Kindern lastet ein ungemeiner Druck. Es ist laut Andreas Salcher eine weitverbreitete Illusion vieler Eltern zu glauben, sie müssten ihren Nachwuchs nur besonders vielen Sinneseindrücken aussetzen, um ein gescheites Kind heranzuziehen. Die entscheidenden Dinge, um ein Kind wissbegierig und neugierig zu machen, sind bei den Eltern vorhanden. Andreas Salcher erklärt: „Das sind […]


Jutta Allmendinger erklärt die Nachteile des Betreuungsgelds

Jutta Allmendinger vertritt die These, dass eine gute, kindergerechte Erziehung in Kindertagestätten, den sogenannten Kitas, die Entwicklung der Kinder unterstützt, die Erwerbstätigkeit der Eltern ermöglicht und so auch vor Armut schützt. Am Betreuungsgeld kritisiert die Soziologin, dass es Anreize gibt, die Kinder daheim zu betreuen und die Erwerbstätigkeit lange zu unterbrechen. Das gefährdet ihrer Meinung […]


Die Weltwirtschaftskrise führt zu keinem Wandel des Alltagslebens

In der ganzen Welt fluten die Zentralbanken die Märkte mit Geld. Sie versuchen die Arbeit der Politiker zu übernehmen und deren Probleme zu lösen. Dabei könnte es sich um die größte Wette handeln, die an den Finanzmärkten je abgeschlossen wurde. Dabei ist es für Wolfgang Hetzer völlig unklar, ob sie aufgehend wird, da es in […]


Der Neurotiker lebt unter einer unerträglichen Gewissensnot

Alexander Mitscherlich hält fest, dass eine breite Skala von Verhaltensweisen, beispielsweise Zwänge oder die Neigung zur Verdrängung, dem Willen und der Freiheit der Entscheidung des Individuums entzogen ist. Und doch vollziehen sich diese Reaktionen am betroffenen Menschen. Alexander Mitscherlich fügt hinzu: „Dies hat also die Neurose mit der Krankheit im weitesten Sinn gemein, dass sie […]


Das Rätsel Mensch konnte nur über das Tier gelöst werden

Im Buch „Tiere. Der Mensch und seine Natur“ ist eine Zusammenfassung des 16. Philosophicums im österreichischen Lech am Arlberg, bei dem Philosophen, Biologen, Verhaltensforscher und Kulturwissenschaftler über das Verhältnis von Tier und Mensch in allen Facetten diskutierten. Denn kaum ein Thema hat in den letzten Jahren soviel Aufregung, Beachtung und Erbitterung verursacht, wie die Frage […]


Franz von Assisi predigt Demut vor der Schönheit der Schöpfung

„Alle Geschöpfe auf Erden fühlen wie wir, alle Geschöpfe streben nach Glück wie wir. Alle Geschöpfe der Erde lieben, leiden und sterben wie wir, also sind sie uns gleichgestellte Werke des allmächtigen Schöpfers – unsere Brüder.“ Dies ist zweifellos eines der berühmtesten Zitate des heiligen Franz von Assisi, der von 1182 bis 1226 lebte. Geboren […]


Paul Kirchhof fordert einen Subventionsabbau in allen Bereichen

Das Stabilitätsgesetz vom 8. Juni 1967 verpflichtet die Bundesregierung jährlich einen Bericht über die Entwicklung der Finanzhilfen des Bundes und der Steuervergünstigungen, also einen Subventionsbericht, zu veröffentlichen. Paul Kirchhof erklärt: „Dieser unterrichtet über die Fortschritte bei einem Subventionsabbau sowie über die Aufteilung der Förderung auf die einzelnen Wirtschaftsbereiche.“ Eine Subventionsabbauliste ist beigefügt. Paul Kirchhof beklagt, […]