Der Stickstoffüberschuss in der Landwirtschaft nimmt wieder zu

In den vergangenen 25 Jahren sind in Deutschland die Nitratgehalte im Trinkwasser zurückgegangen. Doch seit Kurzem bewegt sich die Nitratkurve wieder leicht nach oben. Einer der Gründe dafür ist, dass immer mehr Mais für Biogasanlagen angebaut wird. Zudem wird der Mais häufig überdüngt und bei der Herstellung von Biogas fallen stickstoffreiche Gärreste an, die auf […]


Der deutschen Wirtschaft fehlt es an Innovationen und Kreativität

Es gibt ein deutsches Sprichwort: „Ohne Fleiß kein Preis.“ Fleiß ist laut Michael Schindhelm eine spezifisch deutsche Tugend. Es ist seiner Meinung nach deshalb auch nicht verwunderlich, dass die Deutschen von ihren europäischen Nachbarn als notorisch tüchtig beurteilt werden. Deutsche Wertarbeit wird auf den internationalen Märkten hoch geschätzt. Der Lohn für deutschen Fleiß ist ein […]


Die Euroländer bezahlen ihre Schulden mit der Notenpresse

Hans-Werner Sinn stellt sich die Frage, was es für Deutschland bedeutet, wenn die Handelspartner im Euroraum sich in riesigem Umfang der Notenpresse bedient haben, um ihre Rechnungen im Ausland zu bezahlen. Seine Antwort lautet: „Wenn also die Ausländer die deutschen Exportüberschüsse mit der Notenpresse bezahlen, dann hängt der Teil der deutschen Ersparnisse, der sich in […]


Unterschiedliche Lohnniveaus stabilisieren die Währungsunion

In den Jahren nach der Einführung des Euro bestand das Geschäftsmodell Deutschland laut Peter Bofinger in einer ausgeprägten Orientierung auf den Export. Dazu wurde eine ausgeprägt Zurückhaltung bei der Erhöhung von Löhnen praktiziert. Peter Bofinger liest das daran ab, dass die deutschen Lohnstückkosten im Durchschnitt der Jahre 2001 bis 2010 nur um nominal 1,1 Prozent […]


Peter Bofinger erkennt in der Euro-Krise keinen Sonderfall

Peter Bofinger vertritt die These, dass sich die fundamentalen Probleme des Euro-Raums im Kern nicht wesentlich von denen der Vereinigten Staaten von Amerika unterscheiden. Nach einer Epoche exzessiver privater Verschuldung konnte das System seiner Meinung nach nur mit einer hohen öffentlichen Kreditaufnahme stabilisiert werden. Peter Bofinger schreibt: „Der teils von den Märkten, teils von der […]


Ein gesunder Lebensstil hält bis ins hohe Alter fit

Professor Detlev Ganten, Präsident des World Health Summit, warnt davor, dass die immer älter werdende Bevölkerung in Deutschland zu einer erheblichen finanziellen Belastung für die Jüngeren werden könnte. Deshalb rät er, dafür zu sorgen, dass jeder, der im Alter noch arbeiten will, auch arbeiten kann und so ein aktives Mitglied der Gesellschaft bleibt. Detlev Ganten erklärt: „Es zeigt sich schon heute, dass 70-Jährige genauso arbeitsfähig und arbeitsbereit sind wie einst 50-Jährige. Das muss sich ja nicht unbedingt im Erwerbssektor abspielen. Ebenso wichtig ist das wertvolle Engagement in einem Ehrenamt.“ Damit die Menschen auch lange gesund bleiben, muss seiner Meinung nach in erster Linie ihr Selbstverantwortungsgefühl gestärkt werden.


Die Bürger müssen über die Fiskalunion abstimmen

Der Vertrag zur Fiskalunion der Europäischen Union verändert das Staatengebilde grundlegend. Deshalb fordert Andreas Fisahn, Professor für öffentliches Recht und Rechtstheorie in Bielefeld, eine Volksabstimmung über den Fiskalvertrag. In dem Vertrag über die so genannte Fiskalunion verpflichten sich die Regierungschefs der Europäischen Union zu einer gemeinsamen Steuer- und Ausgabenpolitik. Das hat für die Europäische Union weit reichende Folgen und führt zu tief greifenden Veränderungen. Andreas Fisahn schreibt: „Der Vertrag exportiert die deutsche Schuldenbremse nach Europa. Gleichzeitig wird die Kommission zum Sparkommissar, der in die Haushalte der Mitgliedsstaaten eingreifen darf. Damit würde sich das deutsche Parlament entmachten. Diese Kompetenzerweiterung der EU erfordert aber zwingend eine Volksabstimmung.“


Hans-Werner Sinn erklärt die Dramatik im Euroraum

Für Hans-Werner Sinn ist die Eurokrise möglicherweise noch zu lösen, aber auf keinen Fall auf dem Weg, der jetzt eingeschlagen wurde, indem man immer neues Geld dem alten hinterher wirft. Dann ist das ein Fass ohne Boden. Er fordert von der Europäischen Union sicherzustellen, dass in den Problemländern die nötigen Anpassungen geschehen. Besonders in Griechenland. […]


Deutschland profitiert vom Trend der Globalisierung

Für Hermann Simon, Chairman des Consultingunternehmens Simon, Kucher & Partners, lässt sich die Bedeutung der Globalisierung schwerlich überschätzen. Er ist der Meinung, dass die Globalisierung erst vor wenigen Jahren begonnen hat, aber in kürzester Zeit enorm an Bedeutung gewonnen hat. Alle Indikatoren der Globalisierung haben sich in einer kurzen Zeitspanne vervielfacht. So ist beispielsweise die Zahl der Bücher zum Thema heute fast 160 Mal so hoch wie vor dreißig Jahren. Vor allem aber ist die Zunahme des internationalen Güteraustausches beeindruckend. Er ist heute 1.600 Mal so hoch wie vor 100 Jahren. In diese Zahl sind Direktinvestitionen und Dienstleistungsexporte noch gar nicht eingerechnet.


Die Lücke zwischen amtlicher und gefühlter Inflation

Die Benzinpreise steigen und auch die Lebensmittel werden in Deutschland immer teurer. Da auch die Löhne steigen, befürchten einige Ökonomen die Rückkehr der Inflation. Wie das Statistische Bundesamt Deutschland mitteilte, stiegen die Verbraucherpreise im Januar 2011 um 1,9 Prozent. Die Kunden an den Kassen der Supermärkten und Tankstellen haben allerdings das Gefühl, das die Teuerungsrate wesentlich höher ist. Es herrscht eine deutliche Diskrepanz zwischen der amtlichen Inflationsrate und der gefühlten Inflationsrate. Hans Wolfgang Brachinger, Professor an der Universität Fribourg in der Schweiz, erklärt: „Die amtliche Inflationsrate ist vor allem deswegen noch nicht so stark gestiegen, weil dort teure langfristige Anschaffungen eine große Rolle spielen.“


Deutschland zählt zu den fünf besten Ländern der Welt

Die Wirtschaft in Deutschland befindet sich auf Expansionskurs und ist inzwischen fast so konkurrenzfähig die Vereinigten Staaten von Amerika. Im internationalen Vergleich des Weltwirtschaftsforums steht die Bundesrepublik Deutschland in Europa inzwischen auf Platz eins und nimmt weltweit den fünften Rang ein. Im Vergleich zum Vorjahr verbesserte sich Deutschland um zwei Plätze. Unangefochtener weltweiter Spitzenreiter bleibt die Schweiz, China ist mir Platz 27 das beste Schwellenland. Außerdem prognostizieren Wirtschaftsforscher Deutschland in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von mehr als drei Prozent. Die Schweizer Forscher des Weltwirtschaftsforums führen die wirtschaftliche Aufholjagd Deutschlands vor allem auf die Reformen am Arbeitsmarkt zurück.


Peter Bofinger: "Deutschland droht eine Deflation"

Der Würzburger Wirtschaftswissenschaftler Peter Bofinger fordert von der Bundesregierung ein Ende der wahnsinnigen Pläne von Steuersenkungen. Im Gegenzug müsse endlich mehr für Investitionen getan werden, sagt der Ökonom, der zu den fünf Wirtschaftsweisen zählt. Auch in Deutschland könne eine Angststarre die Wirtschaft befallen, die in Japan zehn Jahre anhielt. Die Bundesrepublik bewege sich seit Jahren am Rande einer Deflation und der Weltwirtschaft stünden schwierige Zeiten bevor. Die Bundesbürger müssten sich auf magere Jahre einstellen.


Die Input-Output-Analyse des Wassily Leontief

Der Name des Ökonomen Wassily Leontief wird immer mit der Idee der Input-Output-Analyse verbunden bleiben. Er verknüpfte die Wirtschaftstatsachen mit der Wirtschaftstheorie, indem er die gesamte Ökonomie in einer Matrix darstellte. 1936 veröffentlichte er seinen ersten Aufsatz über die Input-Output-Analyse. Fünf Jahre später machte ihn sein Buch über die Struktur der amerikanischen Wirtschaft von 1919 bis 1929 weltbekannt.


Der geniale Autopionier Gottlieb Daimler

Zusammen mit Wilhelm Maybach konstruiert er einen Stahlradwagen, den er mit einem Zweizylinder ausrüstet. Das Kühlwasser lässt er in den Stahlrohren des Rahmens zirkulieren. Der Motor leistet 1,5 PS. Zum ersten Mal wird in das Fahrzeug ein richtiges Getriebe mit Zahnrädern eingebaut. 1889 ist der Wagen „Motor Quadricycle“ auf der Weltausstellung in Paris zu sehen. 1890 gründet Gottlieb Daimler gemeinsam mit Investoren die Daimler-Motoren-Gesellschaft, die DMG. Gottfried Daimler glaubte immer an die Motorisierung der Massen, doch erleben durfte er sie nicht mehr. Der Autopionier starb am 6. März 1900, im Alter von 65 Jahren.