Seit Jahrzehnten steigt auf der ganzen Welt das Denkvermögen

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Vor rund 30 Jahren erforschte Professor James Flynn, ein neuseeländischer Politologe, ein interessantes Phänomen. Er fand heraus, dass seit den 1930er Jahren junge Amerikaner bei Intelligenztests zunehmend bessere Ergebnisse erzielten. Bald darauf konnte James Flynn diesen Zuwachs an Intelligenz auch in 14 anderen Industrienationen, darunter auch Deutschland, feststellen. Auch heute noch erforscht der inzwischen 79jährige […]


Die Patchworkfamilie ist längst ein anerkanntes Beziehungsmodell

Das komplexe Geflecht einer Patchworkfamilie hat ihren Status des Außergewöhnlichen längst eingebüßt. Ganz im Gegenteil, diese Art des Zusammenlebens wird heute gern als bunt, angesagt und modern angesehen. Die Autorin Melanie Mühl schreibt zum Beispiel in ihrem Buch „Die Patchwork-Lüge – eine Streitschrift“: „Patchwork gilt als eine Idee von Familie, die nichts Muffiges mehr umgibt, […]


Für Kinder hat die Zeit etwas Magisches und Spielerisches an sich

Den Begriff der Zeit definiert der deutsche Philosoph Hans Blumenberg wie folgt: „Zeit ist das am meisten Unsrige und doch am wenigsten Verfügbare.“ Der Mensch erfährt die Zeit stets qualitativ, aber er vermag dem Zeitlichen auch selbst Qualitäten zu verleihen. Für Karlheinz A. Geißler ist er deshalb nicht nur Opfer, sondern auch Täter des Zeitlichen. […]


Die Intentionalität ist die Urströmung der Seele

Die Ideen der Neurosenlehre von Harald Schultz-Hancke sind nach seinen eigenen Worten eine Mischung der Ideen von Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung. Dennoch hatte seine Form der Psychoanalyse durchaus etwas Originelles, da er in seine Lehre nicht nur die Tiefenpsychologie, sondern auch die Biologie, die Philosophie und die Humanwissenschaften hineingearbeitet hatte. Vor allem kritisierte Harald Schultz-Hancke den psychoanalytischen Triebbegriff und das Konstrukt der Libido. Triebe waren seiner Meinung nach erschlossene seelische Instanzen, die nicht direkt beobachtet werden können. Er vertrat das Konzept, dass Seelenleben durch eine Vielzahl von autochthonen Antriebserlebnissen oder Bedürfnissen bewegt werden.


Howard Gardner predigt den Abschied vom reinen IQ

Howard Gardners Buch „Abschied vom IQ. Die Rahmen-Theorie der vielfachen Intelligenzen“ (Klett-Cotta 1991), machte die These populär, dass die logisch-mathematische oder allgemeine Intelligenz, die normalerweise bei einem Test des Intelligenzquotienten gemessen werden, doch kein so guter Maßstab für das Potential eines Menschen sei. Gardner ersetzte die Frage „Wie klug sind Sie?“ durch die darüber hinausgehende „Wie sind Sie klug?“. Denn IQ-Test können halbwegs schlüssige Vorhersagen darüber machen, in welchen Schulfächern jemand gut sein wird, aber können nichts darüber aussagen, ob jemand einen Popsong komponieren oder einen Wettkampf gewinnen wird.


Das Geheimnis der menschlichen Widerstandskraft

Forscher, die sich der Positiven Psychologie verschrieben haben, erkunden was Menschen stark macht, sprich die Fundamente der psychischen Widerstandskraft. Sie wollen herausfinden, wie Lebenstüchtige persönliche Krisen bewältigen und die Kräfte finden, die sie dafür einsetzen. Der ehemalige Bundeskanzler Willy Brand hat einen Teil des Geheimnisses einer robusten Seele einmal wie folgt beschrieben: „Es gibt kaum hoffnungslose Situationen, solange man sie nicht als solche akzeptiert.“ Die Starken, die sich von Krisensituationen nicht unterkriegen lassen, finden immer einen Ausweg. Sie haben das Vermögen, Licht am Ende eines dunklen Tunnels zu erkennen, das für die Hoffnungslosen unsichtbar ist.


Ein Nachschlagewerk über 73 Pioniere der Psychologie

Gegliedert nach Epochen und ihren Autoren liefert das Buch „Meilensteine der Psychologie“ einen umfassenden Überblick über die Geschichte der Psychologie, der sowohl die Anfänge bei Sokrates bis zur Kognitiven Psychologie eines Ulric Neisser seinen Bogen spannt. Das Autorenteam orientiert sich an den jeweils wichtigsten Werken der Psychologen, stellt aber darüber hinaus Verbindungen und Gegensätzlichkeiten zwischen ihnen her, das sich für den Leser ein Ordnungssystem ergibt, das die Entwicklungsströme in der Psychologie nachvollziehbar macht.


Übermäßiges Lob kann Kindern sogar schaden

Die meisten Eltern erziehen ihre Kinder ohne Kälte und Gewalt. Und das ist gut so. Aber einige meinen es mit ihrem Nachwuchs zu gut. Sie loben jede Tätigkeit ihres Sohnes oder ihrer Tochter ohne über die Folgen nachzudenken oder geschweige sie zu kennen. Sie hoffen, dass übermäßiger Zuspruch ihre Kinder in ihrer Entwicklung fördert. Doch viele psychologische Studien beweisen, dass dies ein fataler Irrtum ist. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass es nicht entscheidend ist, gelobt zu werden, sondern wie, wofür und wann man seine Kinder positiv bewertet.


Geschwister lieben und hassen sich gleichzeitig

Geschwister lernen voneinander, auch wenn sie sich dauern streiten. Das haben Entwicklungspsychologen und Familienforscher in neuen Studien herausgefunden. Heftige Emotionen gegenüber Schwestern und Brüdern sind nach Ansicht von Geschwisterforschern normal. Dazu zählt die Liebe ebenso wie der Hass. Der Münchner Entwicklungspsychologe Hartmut Kasten erläutert: „Es ist typisch für die Beziehung zwischen Geschwistern, dass negative und positive Gefühle gleichzeitig stark vorhanden sind.“


Zeitgenössische Philosophie in Europa und den USA

Die Herausgeber Nida-Rümelin und Elif Özmen stellen in ihrem Buch „Philosophie der Gegenwart“ 113 Philosophen, über die gegenwärtig viel diskutiert wird, in Einzelportraits vor. Die Auswahl konzentriert sich auf die zeitgenössische Philosophie in Europa und den USA. Jeder Artikel enthält eine Kurzbiografie und eine kompakte Darstellung des philosophischen Werks. Außerdem eine Bibliografie mit den wichtigsten Schriften des jeweiligen Philosophen.