Für Kinder hat die Zeit etwas Magisches und Spielerisches an sich

Den Begriff der Zeit definiert der deutsche Philosoph Hans Blumenberg wie folgt: „Zeit ist das am meisten Unsrige und doch am wenigsten Verfügbare.“ Der Mensch erfährt die Zeit stets qualitativ, aber er vermag dem Zeitlichen auch selbst Qualitäten zu verleihen. Für Karlheinz A. Geißler ist er deshalb nicht nur Opfer, sondern auch Täter des Zeitlichen. [...]

Die Intentionalität ist die Urströmung der Seele

Die Ideen der Neurosenlehre von Harald Schultz-Hancke sind nach seinen eigenen Worten eine Mischung der Ideen von Sigmund Freud, Alfred Adler und C.G. Jung. Dennoch hatte seine Form der Psychoanalyse durchaus etwas Originelles, da er in seine Lehre nicht nur die Tiefenpsychologie, sondern auch die Biologie, die Philosophie und die Humanwissenschaften hineingearbeitet hatte. Vor allem kritisierte Harald Schultz-Hancke den psychoanalytischen Triebbegriff und das Konstrukt der Libido. Triebe waren seiner Meinung nach erschlossene seelische Instanzen, die nicht direkt beobachtet werden können. Er vertrat das Konzept, dass Seelenleben durch eine Vielzahl von autochthonen Antriebserlebnissen oder Bedürfnissen bewegt werden.

Howard Gardner predigt den Abschied vom reinen IQ

Howard Gardners Buch „Abschied vom IQ. Die Rahmen-Theorie der vielfachen Intelligenzen“ (Klett-Cotta 1991), machte die These populär, dass die logisch-mathematische oder allgemeine Intelligenz, die normalerweise bei einem Test des Intelligenzquotienten gemessen werden, doch kein so guter Maßstab für das Potential eines Menschen sei. Gardner ersetzte die Frage „Wie klug sind Sie?“ durch die darüber hinausgehende „Wie sind Sie klug?“. Denn IQ-Test können halbwegs schlüssige Vorhersagen darüber machen, in welchen Schulfächern jemand gut sein wird, aber können nichts darüber aussagen, ob jemand einen Popsong komponieren oder einen Wettkampf gewinnen wird.

Das Geheimnis der menschlichen Widerstandskraft

Forscher, die sich der Positiven Psychologie verschrieben haben, erkunden was Menschen stark macht, sprich die Fundamente der psychischen Widerstandskraft. Sie wollen herausfinden, wie Lebenstüchtige persönliche Krisen bewältigen und die Kräfte finden, die sie dafür einsetzen. Der ehemalige Bundeskanzler Willy Brand hat einen Teil des Geheimnisses einer robusten Seele einmal wie folgt beschrieben: „Es gibt kaum hoffnungslose Situationen, solange man sie nicht als solche akzeptiert.“ Die Starken, die sich von Krisensituationen nicht unterkriegen lassen, finden immer einen Ausweg. Sie haben das Vermögen, Licht am Ende eines dunklen Tunnels zu erkennen, das für die Hoffnungslosen unsichtbar ist.

Die Deutschen haben Angst vor der Selbstständigkeit

In Deutschland geht die Angst um, wenn es um die Gründung eines Unternehmens geht. Seit Jahren stagniert der Anteil der Selbstständigen an den Erwerbstätigen in Deutschland zwischen zehn und elf Prozent. Laut Institut für Mittelstandsforschung waren in den fünfziger Jahren rund 30 Prozent der Deutschen selbstständig. Vom ehemaligen Gründerenthusiasmus ist nichts übrig geblieben. Dafür hat sich eine tiefe Furcht vor dem Scheitern in die Köpfe der Deutschen eingeschlichen. Vor allem die Jungen meiden die Selbstständigkeit. Das hat der Bund Deutscher Psychologen (BDP) in einer Studie über erfolgreiches Unternehmertum herausgefunden.