Joschka Fischer warnt vor den Folgen der Finanzkrise

Joschka Fischer, der von 1998 bis 2005 Bundesaußenminister Deutschlands war, behauptet, dass die Politik noch nicht begriffen hat, dass die Bewältigung der Finanzkrise für Europa von schicksalhafter Bedeutung ist. Seiner Meinung nach geht es um viel mehr als um die Gefahr des Staatsbankrotts von Griechenland. Er sagt: „Es droht ein von der ungeordneten Insolvenz Griechenlands [...]

Toni Morrison kennt den Kosmos der Afroamerikaner

Der Roman „Menschenkind“ von Toni Morrison zählt heute zu den wichtigsten Werken der amerikanischen Literatur nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Handlung spielt sich um das Jahr 1850 ab und ist in der ländlichen Gegend Ohios angesiedelt. In der Mitte des Romans kommen vier Weiße in einen kleinen Ort, in dem sie die entlaufende Negersklavin Sethe mit ihren vier Kindern vermuten. Die Frau ist von den Misshandlungen der Weißen so verstört, dass sie in einem Schuppen damit beginnt, ihre Kinder zu töten, um ihren das elendige Dasein eines Negersklaven zu ersparen. Als die weißen Männer das Drama zu Gesicht bekommen, haben sie weder Mitleid noch Selbstzweifel.

Thornton Wilder erneuert das Drama in Amerika

Die Bücher „Unsere kleine Stadt“ und „Wir sind noch einmal davongekommen“ des amerikanischen Schriftstellers Thornton Wilder gehören zu den wichtigsten Dramen in der amerikanischen Literatur. Seine Farce „Die Heiratsvermittlerin“, die die Vorlage für das Musical und den Film „Hello, Dolly! Bildetet, brachte ihm sogar Weltruhm ein. Außerdem brachte er das experimentelle Theater von Europa auf die Schauspielbühnen Amerikas.

Die gnadenlosen Wahrheiten der Elfriede Jelinek

Die österreichische Schriftstellerin Elfriede Jelinek erhielt im Jahr 2004 den Literaturnobelpreis. Ihre Anhänger lieben sie, ihre Feinde hassen sie. Ihre Texte sind schrill, gnadenlos und von einer bedingungslosen Offenheit. Verirrungen und Verwirrungen ziehen sich wie ein roter Faden durch das Werk der berühmten Autorin. Die Schriftstellerin provoziert gerne ihre Leser mit Figuren des Alltags, die einen erbärmlichen Eindruck machen. Es tauchen Männer auf, die zu Kotzbrocken mutiert sind und ekelerregende Hausfrauen, die sich in ihrem Spießbürgertum eingerichtet haben. In allen ihren Werken geht es aber um die Aufklärung, die als Endlosschleife daherkommt.

Joseph Pulitzer: "Die Leser wollen sex and crime"

Joseph Pulitzer, ein gebürtiger Ungar, der nach Amerika ausgewandert war, machte in St. Louis bei der „Westlichen Post“ erste journalistische Erfahrungen und erkannte dabei, dass eine Zeitung nicht nur belehren müsse, sondern auch unterhalten könne. Als er mit 31 Jahren selbst Zeitungsbesitzer der „Post and Dispatch“ geworden war, manifestierte sich die zweite Säule des „Pulitzer-Stils“ Enthüllung und Angriff.