Maurice Merleau-Ponty analysiert das Verhalten

Für den französischen Psychologen und Philosophen Maurice Merleau-Ponty ist keineswegs bewiesen, dass der Mensch ein Reflexwesen ist und ähnlich wie ein Mechanismus funktioniert. Er bemängelt am traditionellen Materialismus der Behavioristen, dass er die Wirklichkeit summativ aus Empfindungen, Trieben, Reflexen und Reizen zusammensetzen will. Die Erfahrung lehrt den Menschen jedoch, dass er schon immer von Gestalten und Strukturen umgeben ist. Maurice Merleau-Ponty zitiert Wilhelm Dilthey, der mit der Struktur das Gefüge und den Aufbau des Seelenlebens definiert. Demnach ist das Seelische von vornherein in einer ganzheitlichen Gliederung existent, wobei Teile und Ganzes nicht von einander getrennt betrachtet werden dürfen.

Carl Gustav Jung entdeckt das kollektive Unbewusstsein

Carl Gustav Jung geht davon aus, dass der Mensch die Außenwelt benutzt, um die Innenwelt besser zu verstehen. Vor allem die Symbole der Kunst, der Religion und der Mythologie helfen seit Jahrtausenden die Rätsel des Lebens besser zu verstehen. Das Lebensziel war für Jung die „Individuation“ des Ichs, bei der sich das Unbewusste und das Bewusste vereinen sollten. Darüber hinaus ging er davon aus, dass die Menschen der Ausdruck eines tieferen universellen Bewusstseins sind.