Suizidgefährde Jugendliche schreien oft nach Hilfe

Wenn Jugendliche sich mit Gedanken an Selbstmord quälen, wollen sie ihr Leben in den wenigsten Fällen tatsächlich beenden. In den meisten Fällen steckt eine tief verletzende Enttäuschung dahinter, sei es Liebesleid, Kränkungen in der Schule oder ständiger Kleinkrieg mit den Eltern. In der Münchner Heckscher-Klinik für Kinder und Jugendliche werden pro Jahr im Durchschnitt 900 [...]

Michel Houellebecq liebt das glückliche Liebesleben

Eine glückliche Sexualität löst für Michel Houellebecq einen großen Teil der seelischen Leiden. In seinem Leben funktioniert das und mildert seine Sorgen. Er sagt: „Je mehr Sex man hat, desto mehr Lust hat man darauf.“ Er hat Zeiten ohne jegliche Sexualität erlebt und Zeiten in denen sein Liebesleben sehr glücklich war. Die erotische Zufriedenheit hat für ihn eine ähnliche Wirkung wir Morphium. Aber an Morphium gewöhnt sich der Mensch, an Sex nicht. Michel Houellebecq macht es Angst, zu wissen, dass er im fortgeschrittenen Alter viele Dinge nicht mehr wird machen können. Das ist eine quälende Vorstellung für ihn, dass er den Sex irgendwann einfach aufgeben muss. Er sagt: „Dann bleibt nur noch das Morphium. So ist das. Leben ist Leiden.“

Die Jagd nach immer mehr Geld soll die Angst besiegen

Für den Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Geld das zentrale Mittel, um Ängste in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen stehen voller Furcht einer Welt gegenüber, die dem Einzelnen zwar unendliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch total unübersichtlich geworden ist. Wolfgang Schmidbauer sagt: „Traditionen sind verschwunden, auf nichts ist Verlass. Das verunsichert die Menschen zutiefst. Der Mensch ist zu schwach für Kapitalismus und Globalisierung.“ Im Geld suchen die Menschen seiner Meinung nach Zuflucht – nach dem Motto, desto mehr Geld man besitzt, desto mehr fühlt man sich sicher. Mit der Zunahme von Sicherheit geht auch die Angst zurück.

Michel Houellebecq liebt die deutsche Frühromantik

Michel Houellebecq behauptet von sich alles sagen und schreiben zu können, weil er in Mode ist. Er gibt aber zu, dass es durchaus Dinge gibt, die er niemals schreiben würde, wodurch er sich immer einen Rest Intimität erhalten möchte. Dennoch muss man seiner Meinung nach keine Angst davor haben, über intime Dinge zu reden, da immer noch etwas übrig bleiben wird, das man gestehen könnte. Michel Houellebecq hat auch keine Angst sich einem Zuhörer oder Leser auszuliefern, wenn er nach seinem Sexualleben gefragt wird. Die meisten Fragen, die ihm in Interviews gestellt werden, umkreisen dieses Thema. Auf die Frage, ob er und seine Frau in einen Swingerclub gegen würden, antwortet er immer mit: „Ja, und?“.

Daniel Golemans Schlüssel zur emotionalen Reife

Eine gewissen Selbstbeherrschung, das Vermögen, den Gefühlsirritationen, die durch Schicksalsschläge hervorgerufen werden, stand zu halten, statt ein Sklave der Leidenschaften zu sein, gilt seit den Zeiten Platons als Tugend. Die alten Griechen benutzen dafür das Wort „sophrosyne“, was frei übersetzt so viel bedeutet wie Sorgfalt und Klugheit in der Lebensführung, in der eine maßvolle Ausgeglichenheit und Weisheit regieren. Die Römer und die frühen Christen nannten diese Lebenseinstellung „temperantia“, die Mäßigung und Zügelung des Überschwangs der Gefühle. Daniel Goleman schreibt: „Das Ziel ist Ausgeglichenheit, nicht Unterdrückung der Gefühle: Jedes Gefühl hat seinen Wert und seine Bedeutung. Ein Leben ohne Leidenschaft wäre eine öde Wüste der Gleichgültigkeit, abgeschnitten vom Reichtum des Lebens selbst.“