
September 26, 2012 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Der Psychiater Andreas Marneros, der bei Gericht Hunderte Gewaltverbrecher, darunter Sexualmörder, Vergewaltiger und Kannibalen begutachtet hat, vertritt die These, dass jeder Mensch im Prinzip dazu fähig sei, den Liebsten, beziehungsweise den Intimpartner, wie er es nennt, zu töten. Allerdings werden die meisten Menschen mit ziemlicher Sicherheit keine Diebe, Betrüger oder Vergewaltiger, da die Menschen dies [...]
Kategorie: Psychologie |
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Juni 16, 2012 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Für Max Otte stehen die Chancen 50:50, dass Griechenland in der Euro-Zone bleibt, obwohl es seiner Meinung nach besser wäre, wenn Hellas aus der Währungsunion austreten würde. Er glaubt aber, dass die Europäische Union jedes Feigenblatt benutzen wird, damit Griechenland den Euro behalten kann. Den Euro selbst hält Max Otte nicht für gefährdet, zumindest nicht [...]
Kategorie: Wirtschaft |
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Juni 14, 2012 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Für Hermann Hesse gibt es nur eine einzige Tugend, die er sehr liebt. Sie heißt Eigensinn. Von den anderen Tugenden hält er nicht viel. Hermann Hesse nennt den Grund dafür: „Und doch könnte man alle die vielen Tugenden, die der Mensch sich erfunden hat, mit einem einzigen Namen umfassen. Tugend ist: Gehorsam.“ Es stellt sich nur die Frage, wem der Mensch gehorchen soll. Denn selbst der Eigensinn ist für Hermann Hesse nichts anderes als Gehorsamkeit. Der Eigensinn gehorcht allerdings einem anderen Gesetz, einem einzigen, unbedingt heiligen, dem Gesetz in sich selbst, dem Gesetz des Eigenen, während alle anderen Tugenden Gehorsam gegenüber Gesetzen sind, die von anderen Menschen aufgestellt wurden.
Kategorie: Literatur |
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April 19, 2012 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Für Fritz Künkel muss jede Theorie der Neurose in einer Charakterkunde begründet sein. Erst die Erkenntnisse über den Charakter eines Menschen machen den inneren Aufbau der Neurose verständlich und sind auch der Schlüssel zur Interpretation der verschiedenen Krankheiten der Seele. Alfred Adlers Konzept des Seelenlebens besteht aus dem Gegeneinanderwirken der fundamentalen Tendenzen des Gemeinschaftsgefühls auf der einen, des Minderwertigkeits- und Geltungstreben auf der anderen Seite. Fritz Künkel nennt dieses Phänomen den Antagonismus zwischen Sachlichkeit und Ichhaftigkeit. Das Verhältnis zwischen den beiden Seelenfaktoren stellt sich für Fritz Künkel folgendermaßen dar: je kleiner die Sachlichkeit in einem Menschen, umso mehr Ichhaftigkeit findet man in ihm.
Kategorie: Psychologie |
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November 2, 2011 | veröffentlicht von
Hans Klumbies
Menschen haben nach Ralf Dahrendorf ein feines Gespür für Unrecht und auch für Vorrechte, lange bevor sich das öffentlich kundtun. Sie handeln aus ihrer grundeigenen Interessenlage, wobei es gleichgültig ist, ob es Parteien zu deren Organisation gibt oder nicht. Ralf Dahrendorf erklärt: „Soziale Kräfte sind also mehr als eine Erfindung der soziologischen Phantasie. Aber sie werden erst dann sichtbar, greifbar und vor allem wirksam, wenn sie in politischen Auseinandersetzungen und Entscheidungen ihren Ausdruck finden.“ Im gleichen Moment treffen sie dann auch auf andere Kräfte und Einflüsse, die die Lage unübersichtlich machen. Die Zugehörigkeit zu einer Klasse ist dabei für Ralf Dahrendorf nie die einzige Grundlage politischer Interessen.
Kategorie: Soziologie |
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