Tania Blixen greift die Idee paradiesischer Zustände auf

Tania Blixen behauptet, dass in der ganzen Geschichte der Menschheit kein Ideal aufgegeben wurde, weil zu hohe Hürden mit ihm verbunden waren, sondern es sind alte Ideale verworfen worden, die ihren Glanz verloren hatten und kein Mensch mehr Lust auf sie hatte oder sich wirklich von ihnen angezogen fühlte. Tania Blixen schreibt: „Es gibt keine Anstrengung, Gefahr oder Qual, die die Menschheit dauerhaft auf ihrem Wege zum Erreichen eines Ideals aufhalten kann, aber die Stunde des Ideals hat geschlagen, wenn allgemein gefragt wird: wozu soll das gut sein?“ Wenn es heutzutage keine Menschen mehr gibt, die sich um des Paradieses willen verbrennen oder aus der Gesellschaft verbannen lassen, hat das ihrer Meinung nach den Grund, dass die Menschen keine Lust mehr auf das Paradies haben und überhaupt nicht hineingelangen wollen, selbst wenn der Eintritt kostenlos wäre.

Daniel Goeudevert plädiert für Anstand und Fairness

Für den ehemaligen Topmanager Daniel Goeudevert haben verantwortliches Handeln und Anstand nicht nur eine zivile und soziale, sondern auch eine wichtige ökonomische Dimension. Doch diese Tatsache scheint heute fast vollständig in Vergessenheit geraten zu sein. Daniel Goeudevert schreibt: „Rücksichtslosigkeit wird irgendwann vom Markt bestraft. Nur wer die Konsequenzen seines Tuns bedenkt, wer verlässlich ist, Qualität [...]

José Ortega Y Gasset kritisiert den Buddhismus

Buddhist sein heißt für José Ortega Y Gasset, von vornherein zu glauben, dass in einer Welt bloßer Erscheinungen existieren heißt, in Wirklichkeit nicht wahrhaft da zu sein. Die wirkliche Existenz besteht für einen Buddhisten nicht darin, ein Mensch innerhalb des Universums zu sein, sondern darin, mit dem Weltall zu verschmelzen, in ihm sozusagen aufzugehen. Er strebt also danach nicht zu leben, oder so wenig wie möglich zu existieren. So beschränkt er beispielsweise seine Ernährung auf ein Mindestmaß. Außerdem strebt er nach einem Höchstmaß von Regungslosigkeit, um sich in die Meditation zu versenken, das einzige Mittel, das dem Menschen gestattet, in Ekstase zu gelangen, das heißt in ein Leben außerhalb der Welt zu versetzen.

Die Jagd nach immer mehr Geld soll die Angst besiegen

Für den Psychoanalytiker Wolfgang Schmidbauer ist Geld das zentrale Mittel, um Ängste in den Griff zu bekommen. Die meisten Menschen stehen voller Furcht einer Welt gegenüber, die dem Einzelnen zwar unendliche Möglichkeiten eröffnet, aber auch total unübersichtlich geworden ist. Wolfgang Schmidbauer sagt: „Traditionen sind verschwunden, auf nichts ist Verlass. Das verunsichert die Menschen zutiefst. Der Mensch ist zu schwach für Kapitalismus und Globalisierung.“ Im Geld suchen die Menschen seiner Meinung nach Zuflucht – nach dem Motto, desto mehr Geld man besitzt, desto mehr fühlt man sich sicher. Mit der Zunahme von Sicherheit geht auch die Angst zurück.

Die Input-Output-Analyse des Wassily Leontief

Der Name des Ökonomen Wassily Leontief wird immer mit der Idee der Input-Output-Analyse verbunden bleiben. Er verknüpfte die Wirtschaftstatsachen mit der Wirtschaftstheorie, indem er die gesamte Ökonomie in einer Matrix darstellte. 1936 veröffentlichte er seinen ersten Aufsatz über die Input-Output-Analyse. Fünf Jahre später machte ihn sein Buch über die Struktur der amerikanischen Wirtschaft von 1919 bis 1929 weltbekannt.