
Dezember 13, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis und C. G. Jung schließlich die Wirksamkeit archetypischer Bestandteile des kollektiven Unterbewusstseins oder verborgener Sehnsucht nach religiöser Erlösung. Victor-Emil von Gebsattel konnte von diesen Traumtheorien nur Teile akzeptieren. Er ist sich der Vieldeutigkeit und Vielschichtigkeit des Träumens bewusst und hegt nicht die Illusion, die flüchtigen Erscheinungen der Tätigkeit des Bewusstseins während des Schlafes durch eine einzige und einheitliche Theorie erklären zu können.
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Juni 8, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Erwin W. Straus erörtert das Thema der Depression in seiner Abhandlung über „Das Zeiterlebnis in der endogenen Depression und in der psychosomatischen Verstimmung“. Er interpretiert die Symptome und Ausfallerscheinungen eines depressiven Menschen anhand seiner Beziehung zur Zeit. Seine Phänomenologie der Depression befasst sich vor allem mit der inneren Uhr der Patienten, mit der erlebten oder gelebten Zeit. Dieser innere Zeitfluss kann sehr unterschiedlich ablaufen. Bei jedem Menschen ist er anders, und zu verschiedenen Zeiten eines Lebens verändert sich dieses Fließen der Zeit und obendrein seine Geschwindigkeit und seine Gestalt.
Kategorie: Psychologie |
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Juni 2, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Die erste bedeutende Publikation von Erwin W. Straus trägt den Titel „Wesen und Vorgang der Suggestion“ (1925). Der Autor sieht in der Suggestion ein universelles soziales Geschehen, das an allen Ecken und Enden des Gemeinschaftslebens eine bedeutende Rolle spielt. Bei Menschen die zueinander in einer emotionalen Beziehung stehen, findet von Gefühl zu Gefühl Suggestion statt, die sich meistens der bewussten Kontrolle entzieht. Ein Fachlexikon der Psychologie definiert die Suggestion wie folgt: „Suggestionsphänomene sind die Beeinflussung von Menschen in Hinsicht auf ihre Denk-, Gefühls- und Willensabläufe; im engeren Sinn das beabsichtigte Hervorrufen bestimmter Empfindungen, Gedanken oder Handlungen, auch körperlicher Erscheinungen, bei einem anderen oder bei sich selbst.“
Kategorie: Psychologie |
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November 19, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Die Ehe und die Liebe scheinen eng zusammenzugehören. Denn es lässt sich mit Recht sagen, dass die Liebe im Allgemeinen die Bedingung und Voraussetzung einer glücklichen Ehe ist. Für Viktor Frankl stellt sich allerdings die Frage, ob ein auf Liebe aufgebautes Glück auch von Dauer sein kann. Um die Frage zu beantworten, muss er erst einmal klären, was Liebe eigentlich ist. Ist die Liebe wirklich nichts anderes als zielgehemmte Sexualität, wie Sigmund Freud meinte, und lässt sie sich wirklich nur auf die Sublimierung sexueller Triebenergien zurückführen?
Kategorie: Psychologie |
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November 1, 2010 | veröffentlicht von
admin-w57
Wissenschaftler überrascht es nicht, dass so ein Gefühl wie Vertrauen unter den Menschen herrscht, da dies für das Funktionieren einer Gesellschaft unentbehrlich ist. Kein Individuum kann so viele Informationen sammeln, um hundertprozentig sicher zu sein, ob seine Handlungen die gewünschten Folgen hervorbringen oder ob ein anderes Mitglied der Gesellschaft so handelt, wie man es selbst erwartet. Wer jede Gefahr eliminieren wollte, müsste extrem viel Geld und Zeit aufwenden. Der Soziologe Niklas Luhmann entwickelte für das Vertrauen folgende Definition: „Vertrauen ist ein Mechanismus zur Reduktion sozialer Komplexität.“ Diese Erkenntnis gilt für alle Bereiche des Lebens.
Kategorie: Psychologie |
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