
April 19, 2012 | veröffentlicht von
admin-w57
Für Fritz Künkel muss jede Theorie der Neurose in einer Charakterkunde begründet sein. Erst die Erkenntnisse über den Charakter eines Menschen machen den inneren Aufbau der Neurose verständlich und sind auch der Schlüssel zur Interpretation der verschiedenen Krankheiten der Seele. Alfred Adlers Konzept des Seelenlebens besteht aus dem Gegeneinanderwirken der fundamentalen Tendenzen des Gemeinschaftsgefühls auf der einen, des Minderwertigkeits- und Geltungstreben auf der anderen Seite. Fritz Künkel nennt dieses Phänomen den Antagonismus zwischen Sachlichkeit und Ichhaftigkeit. Das Verhältnis zwischen den beiden Seelenfaktoren stellt sich für Fritz Künkel folgendermaßen dar: je kleiner die Sachlichkeit in einem Menschen, umso mehr Ichhaftigkeit findet man in ihm.
Kategorie: Psychologie |
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April 16, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Für den amerikanischen Ökonomen Joseph Stiglitz ist die Finanzkrise in Europa noch lange nicht ausgestanden. Auch für die Weltwirtschaft gibt es eine ganze Reihe von Gefahren. Doch die größten Sorgen macht sich der Wirtschaftsnobelpreisträger über Europa, da die meisten Regierungen sparen. Joseph Stiglitz erläutert: „Das verstärkt den Abschwung. Europa droht die zweite Rezession in kurzer Zeit. In den nächsten Jahren wird es wirklich hart. Aber langfristig hat der Kontinent eine große Zukunft.“ Joseph Stiglitz ist ein scharfer Kritiker des europäischen Krisenmanagements, weil sich die Politiker nur darauf konzentriert haben, Südeuropa zum Sparen und Reformieren zu drängen. Der amerikanische Wirtschaftsforscher Joseph Stiglitz gilt als einer der einflussreichsten Ökonomen der Welt. Er lehrt an der New Yorker Columbia University. Im Jahr 2001 erhielt er den Nobelpreis für ein Werk über Informationsökonomie.
Kategorie: Politik, Wirtschaft |
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April 11, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Dr. Rainer Böhm findet den wissenschaftlichen Befund sehr beunruhigend, dass Krippenbetreuung von Kindern sich negativ auf die sozioemotionale Kompetenz des Nachwuchses auswirkt. Der Kinder- und Jugendarzt erklärt: „Je mehr Zeit kumulativ Kinder in einer Einrichtung verbrachten, desto stärker zeigten sie später dissoziales Verhalten wie Streiten, Kämpfen, Sachbeschädigungen, Prahlen, Lügen, Schikanieren, Gemeinheiten begehen, Grausamkeit, Ungehorsamkeit oder häufiges Schreien.“ Unter den ganztags betreuten Kindern wurde sogar bei einem Viertel von ihnen im Alter von vier Jahren ein Problemverhalten festgestellt, das laut Dr. Rainer Böhm dem klinischen Risikobereich zugeordnet werden muss. Dr. Rainer Böhm ist Kinder- und Jugendarzt mit Schwerpunkt Neuropädiatrie und Leitender Arzt des Sozialpädiatrischen Zentrums Bielefeld-Bethel.
Kategorie: Gesundheit, Soziologie |
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April 1, 2012 | veröffentlicht von
hkl
In vielen Fällen beginnt das Leiden ganz harmlos. Plötzlich kann es aber unerträglich werden. Wie zum Beispiel akute Rückenschmerzen, von denen zwei Drittel aller Deutschen einmal im Leben betroffen sind. Meist verschwinden diese von allein wieder. Es kommt aber gar nicht so selten vor, dass sie unerwartet zurückkehren, jedes Mal länger bleiben und immer bedrückender werden. Dies kann der Beginn einer langen Leidensgeschichte sein. Millionen Deutsche leiden unter chronischen Schmerzen. Aus verschiedensten Gründen ist eines Tages der Punkt erreicht, an dem sich der Schmerz selbst zur Krankheit entwickelt hat. Der Schmerz ist immer da, er kann über Jahre anhalten. Um diese Patienten, die von einem Dauerschmerz gequält werden, die von keinen körperlichen Symptomen verursacht werden, kümmert sich der Schmerzspezialist Wolfgang Koppert von der Medizinischen Hochschule Hannover.
Kategorie: Gesundheit |
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März 25, 2012 | veröffentlicht von
hkl
Ohne Klatsch und Tratsch funktioniert keine Gesellschaft. Obwohl das Tratschen keinen guten Ruf hat, erfüllt es doch wichtige Funktionen: es warnt vor unredlichen Zeitgenossen und stärkt die Hilfsbereitschaft innerhalb einer Gruppe. So ist es auch kaum verwunderlich, dass die Menschen zu reden anfangen, sobald sie zusammenstehen. Vor allem reden sie über ihre Mitmenschen – zwei Drittel aller Wortwechsel der Erwachsenen handeln von anderen, gerade abwesenden Menschen. Frauen und Männer aller Epochen und Kulturen klatschen und tratschen über Andere. Studienergebnisse von Psychologen und Evolutionsforschern belegen, dass ohne all das scheinbar sinnlose Gerede über die anderen die menschliche Gesellschaft weder existieren noch funktionieren würde.
Kategorie: Psychologie |
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