
Dezember 13, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Alle Gründungsväter der Tiefenpsychologie haben eigenständige Theorien über den Traum entwickelt, die zu ihrem Menschenbild und ihrer Weltanschauung passten. Sigmund Freud entdeckte beispielsweise in den Träumen infantile Sexualwünsche, Alfred Adler das Wechselspiel von Minderwertigkeitsgefühl und Machtbedürfnis und C. G. Jung schließlich die Wirksamkeit archetypischer Bestandteile des kollektiven Unterbewusstseins oder verborgener Sehnsucht nach religiöser Erlösung. Victor-Emil von Gebsattel konnte von diesen Traumtheorien nur Teile akzeptieren. Er ist sich der Vieldeutigkeit und Vielschichtigkeit des Träumens bewusst und hegt nicht die Illusion, die flüchtigen Erscheinungen der Tätigkeit des Bewusstseins während des Schlafes durch eine einzige und einheitliche Theorie erklären zu können.
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November 24, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Fritz Künkel sieht in der Erziehung die charakterbildende Macht par excellence, da jeder Mensch lebenslänglich die Spuren seiner frühen Sozialisation mit sich herumträgt. Man kann einen Charakter nur dann in seinem Innersten verstehen, wenn man die Kindheitsbedingungen kennt, die ihn geprägt haben. Fritz Künkel definiert vier Idealtypen, die auf verschiedene Kindheits- und Erziehungsvoraussetzungen zurückgeführt werden können. Dabei handelt es sich um Formen der Ichhaftigkeit, die durch partielles Scheitern der Ein- und Ausreifung zustande kommen.
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November 23, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Zu den künstlerischen Leistungen der Seele zählt Alfred Adler die Phantasie. Die Phantasie ist an die Beweglichkeit des Organismus gebunden und nichts anderes als eine Form des Voraussehens. Wenn man bei Phantasien bei Kindern und Erwachsenen – auch Tagträume genannt – Luftschlösser vor sich hat, so handelt es sich immer um Vorstellungen, die in der Zukunft liegen, zu der sich der Mensch hinbewegt und die er, in seiner Weise voraussehend, auszubauen versucht. Bei der Prüfung der Phantasien der Kinder erweist sich für Alfred Adler, dass bei ihnen als wesentlicher Faktor das Spiel der Macht einen weiten Raum einnimmt. Es sind immer Spiele des Ehrgeizes, die sich widerspiegeln.
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November 21, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Die Gemeinschaft setzt laut Alfred Adler eine Anzahl von Forderungen und beeinflusst dadurch alle Normen und Formen des Lebens eines Menschen, somit auch die Entwicklung seines Gehirns. Bei der langsamen Entwicklung des Kindes lässt sich feststellen, dass an die Entfaltung menschlichen Lebens nur gedacht werden kann, wenn eine schützende Gemeinschaft vorhanden ist. Das Kind, das so sehr der Hilfe der Gemeinschaft bedarf, findet sich einer Umgebung gegenüber, die nimmt und gibt, fordert und erfüllt. Es sieht sich mit seinen Trieben vor gewissen Schwierigkeiten, deren Überwindung ihm Pein verursacht.
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Juli 13, 2011 | veröffentlicht von
admin-w57
Harry Stack Sullivan vertritt den Standpunkt, dass der Mensch ein durch und durch soziales Wesen ist. Jede Person wächst und gedeiht in der Atmosphäre vielfältiger Sozialkontakte. Wer oder was ein Mensch ist, lässt sich seiner Meinung nach nur umschreiben durch die verschiedenen Rollen, die ein Individuum innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen spielt. Es ist gewissermaßen nichts anderes als die Summe seiner Sozialkontakte. Alle Einstellungen und Akte der Seele verweisen auf den Mitmenschen, nichts gehört einem Einzelnen allein. Sein ganzer psychischer Bestand wird durch Sozialisation und Akkumulation innerhalb der Beziehungen erworben.
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