Robert Bolton beschreibt die Fallen der Kommunikation

Robert Boltons berühmtestes Buch heißt „People Skills. How to assert Yourself, Listen to Others, and Resolve Conflicts“. Er beschreibt darin, dass ein durchschnittliches menschliches Wesen die zwischenmenschliche Kommunikation nicht besonders gut beherrscht, obgleich sie für ihn die größte Errungenschaft der Menschheit darstellt. Mangelnde Kommunikation führt nach Robert Bolton zu Einsamkeit und Distanzierung von Freunden, Partnern, Ehepartnern und Kindern – und zu Ineffizienz im Beruf. Kommunikationsfertigkeiten können allerdings, ganz gleich wie hervorragend sie sein mögen, kein Ersatz für Authentizität, Zuneigung und Verständnis sein. Aber sie helfen dem Individuum, diese Dinge effektiver zu vermitteln, als es die meisten Menschen in der Vergangenheit vermochten.

Die soziale Kompetenz entscheidet über Erfolg oder Misserfolg

Laut Robert Bolton gibt es faktisch keinen Beruf, in dem soziale Kompetenz nicht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmacht. Mangelnde Kommunikation hat ihren Ursprung darin, dass die Menschen einen Großteil ihrer Kommunikationsfähigkeiten in der Familie erwerben. Und hier stehen die Chancen leider sehr gut, dass die Eltern keine Kommunikationsexperten sind und deren Eltern ebenso wenig waren. Wenn sich Menschen unterhalten, fällt es ihnen schwer zuzuhören, ohne dem anderen ins Wort zu fallen.

Diese Tatsache nennt Robert Bolton noch die hübschere Seite des Vorverurteilens. Die andere Seite der Medaille ist die Kritik und das Schubladendenken. Bei nahe stehenden Menschen hat man häufig das Gefühl, kritisch sein zu müssen, weil sie sich sonst nie ändern würden. Bei anderen wieder meint man, sie sofort mit Etiketten versehen zu müssen. Doch sobald sich ein Mensch so verhält, hört er auf, sich die Mitmenschen wirklich anzusehen.

85 Prozent der menschlichen Kommunikation läuft nonverbal ab

Nach Robert Bolton sind die wenigsten Menschen gute Zuhörer. Studien belegen, dass 75 Prozent der mündlichen Kommunikation entweder ganz ignoriert, missverstanden oder schnell wieder vergessen werden. Zwischen bloßem Hinhören und Zuhören besteht für ihn ein gewaltiger Unterschied. Der Akt des Zuhörens ist kein rein physischer, sondern ein Miteinander im psychologischen Sinne. Zuhören ist keine einzelne Kompetenz, sondern erfordert eine ganze Reihe von Fertigkeiten.

In der Kommunikationsforschung schätzt man, dass 85 Prozent der menschlichen Kommunikation nonverbal abläuft. Daher ist die Fähigkeit des „da Seins“, bei dem es um den Grad geht, in dem ein Mensch für den anderen da ist, wenn dieser spricht, wesentlich für die gute Kommunikation. Im besten Fall sieht man niemand anderen im Raum an, sondern vermittelt seinem Gegenüber durch die eigene Körperhaltung, durch Augenkontakt und Gesten, dass man konzentriert ist und seinem Gesprächspartner mit dem ganzen Körper zuhört.

Kurzbiographie: Robert Bolton

Robert Bolton leitete das Unternehmen Ridge Associates, ein 1972 gegründetes Unternehmen für Fortbildung und Unternehmensberatung. Ridge Associates hatte sich auf Kommunikation am Arbeitsplatz und soziale Kompetenzen spezialisiert. Vorher hatte Robert Bolton Trainingsprogramme für das New York Departement of Mental Hygiene entwickelt und außerdem eine psychiatrische Klinik gegründet. Das Buch „People Styles at Work. Making Bad Relationships Good and Good Relationships Better”, das Robert Bolton zusammen mit seiner Frau schrieb, erschien 1996.

Von Hans Klumbies


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1 Kommentar

  1. Matthias sagt:

    Durch diese starken Unterschiede in der Sexualität zwischen Mann und Frau muss man eben aufeinander eingehen, damit auch die Frau zum Orgasmus kommen kann. Durch das Wohlbefinden beiderseits und eine entsprechende Stimulation sollte es aber beiden Geschlechtern möglich sein den Orgasmus zu erreichen. Durch eine intensive Stimulation der Klitoris ist es möglich, der Frau das Erlangen eines Orgasmus zu erleichtern ( siehe http://harri-wettstein.de/orgasmus-der-frau )

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