
Januar 8, 2010 | Geschrieben von hkl - Kategorie
Psychologie
Für Peter Lauster entfaltet sich in der Liebe die Lebendigkeit in ihrer höchsten Intensität. Liebe ist konzentriertes, intensives Leben. Das Leben eines Menschen erfüllt sich, wenn er liebt. Wer nach Glück strebt und seinem Leben einen Sinn geben möchte, kommt an der Liebe nicht vorbei. Alles Streben, alle Erfolge, riesiger Reichtum, jede Macht sind laut Peter Lauster sinnlos, wenn die Liebe fehlt. Das gute ist, dass die Liebe jedem Menschen offen steht. Die seelischen Voraussetzungen für die Liebe sind angeboren. Der Mensch muss die Fähigkeit des Liebens im Laufe seines Lebens aber entwickeln. Denn das seelische Wohlbefinden entspringt nach Peter Lauster aus der Fähigkeit zu lieben.
Die Eigenliebe ist die Konzentration des Lebens
Der Therapeut und Autor meint damit, Liebe zu empfinden und zu geben, nicht allein die passive Annahme von Liebe und Zuneigung von anderen. Das große Glück erhält der Mensch nur durch seine Fähigkeit, Liebe zu empfinden und diese Liebe auszudrücken. Die Konzentration des Lebens besteht darin, selbst zu lieben. Wer nicht selbst liebt, hat auch nichts von der Liebe, die andere ihm entgegen bringen.
Denn seine Seele bleibt leer. Die Seele ist erst dann reich und erfüllt, wenn ein Mensch selbst liebt. Peter Lauster ist der Ansicht, dass die Liebe nicht auf das andere Geschlecht beschränkt ist. Für ihn ist die Fähigkeit zu lieben, alles liebend zu erfahren und aufzunehmen, was die Sinne des Menschen vermitteln.
Liebe ist mehr als Sexualität
Die Sexualität in der Liebe ist nur ein zusätzliches Erlebnis. Die Liebe beschränkt sich nicht auf die Sexualität, sondern ist ein generelles Erlebnis. Denn die Liebe ist die Konzentration des Lebens, der Lebendigkeit und des Glücks. Das sexuelle Erleben ist für Peter Lauster nur ein Teil dieses Glücks.
Ein Mensch verarmt an seiner Seele, wenn er sich nur auf die Sexualität fixiert. Wer nur auf die Sexualität starrt, wird vom Leben enttäuscht sein, genauso wie diejenigen Menschen, die einzig und allein darauf warten, Gegenliebe und Zuwendung zu erfahren.
Der Mensch möchte von seinen Mitmenschen geliebt werden
Peter Lauster vertritt die These, dass sich nur die Menschen glücklich und psychisch gesund fühlen, die ihre Liebesfähigkeit, das heißt, ihre Fähigkeit zu lieben und Liebe zu empfinden, in seiner Ganzheit zu allem sinnlich Wahrnehmbaren entfaltet. Zuerst ist es die eigene Liebe, die den Menschen erfüllt.
Die Frage nach der Liebe der anderen sollte nicht so wichtig sein und langsam verstummen. Dennoch möchte der Mensch von anderen Menschen wiedergeliebt werden, weil hier die Liebe laut Lauster mit einer sexuellen Prägung verbunden ist. Die Sexualität ist ein Trieb, ein Hunger, den der Mensch stillen möchte.
Kurzbiographie: Peter Lauster
Der Dipl.-Psychologe Peter Lauster, der 1940 in Stuttgart geboren wurde, studierte Psychologie, Philosophie, Anthropologie und Kunstgeschichte in Tübingen. Seit 1971 leitet er in Köln die „Praxis für psychologische Diagnostik und Beratung“. Viele seiner Sachbücher wurden zu Bestsellern und er gehört zu den meistgelesenen deutschen Psychologen.
Im Econ-Verlag erschienen unter anderen folgende Bücher von Peter Lauster: „Die sieben Irrtümer der Männer“, „Lebenskunst“, „Lassen Sie sich nichts gefallen“, „Lassen Sie der Seele Flügel wachsen“, „Menschenkenntnis“, „Über die Liebe“, „Wege zur Gelassenheit“, „Selbstfindung“ und „Der Sinn des Lebens“.
Von Hans Klumbies
Kategorien: Psychologie |
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