Neugierde ist die beste Triebfeder für das Lernen

Die meisten Schüler starten voller Motivation in ihr erstes Schuljahr. Neugierig und lernbereit nehmen sie jedes Wissen gierig auf und erzählen voller Stolz zuhause von ihren neuen Erkenntnissen. Doch immer wieder geht diese Motivation nach einigen Jahren Schulbesuch verloren. Laut Untersuchungen von Psychologen spätestens ab der Pubertät, aber meist schon beim Wechsel in eine weiterführende Schule. Wie kann man also Schüler zum weiteren Lernen motivieren? Eltern sollten von Anfang an für ein optimales Lernklima sorgen. Zudem sollten sie ihren Kids eine gesunde Schulbrotzeit mitgeben, für einen aufgeräumten Schreibtisch sorgen, eine ruhige Lernumgebung herstellen und darauf achten, dass ihre Kinder ausreichend lange schlafen. Das fördert die Konzentration des Nachwuchses. Die Eltern sollten auch Ziele formulieren, die ihre Kinder so aufregend finden, dass sie sich selbst zum Lernen motivieren können.

Diverse Strategien unterstützen erfolgreiches Lernen

Lernen geht immer und überall. Gehirnforscher Manfred Spitzer ist überzeugt: „Neugier ist die Triebfeder dessen, was der Mensch von allen Lebewesen auf der Erde am besten kann, womit er deswegen auch seine meiste Zeit verbringt und was er ohnehin am liebsten macht: lernen!“ Laut Gehirnforschung wirkt sich die Neugierde unmittelbar auf die Leistung des Gedächtnisses aus. Je neugieriger man auf eine Lösung ist, desto aktiver sind Gedächtnisareale wie der Hippocampus und das Frontalhirn.

Um erfolgreich zu lernen, lassen sich diverse Strategien anwenden. Ein Plan hilft beispielsweise, einen Lernanreiz zu schaffen. Am besten legen Eltern mit ihren Kindern gemeinsam für jeden Tag eine To-do-Liste fest. Darauf steht, was geübt werden soll und welche Belohnung im Anschluss winkt. Nach Erreichen wird das Lernziel abgehakt. Dabei ist es wichtig, neben der Leistung auch die Persönlichkeit des Kindes zu loben und wie geduldig und aufmerksam es bei der Sache war. So lernen Kinder, dass sie nicht nur angenommen werden, wenn sie etwas leisten, sondern auch aufgrund ihres Charakters.

Eigenständiges Lernen führt zu Kompetenz und Unabhängigkeit

Auf keinen Fall sollten Eltern in die negative Belohnungsfalle tappen, die Süßigkeiten, Spielkonsolen oder Fernsehen verspricht. Das motiviert die Lernenden nur kurzfristig. Kinder lernen dadurch nicht mehr aus eigenem Antrieb. Dagegen fördern beispielsweise Entdeckerboxen, Lernspiele oder computergestützte Lernformen ein spielerisches, alltagsbezogenes und vor allem eigenständiges Lernen. Die Kinder erfahren so früh, was Psychologen als Selbstwirksamkeit bezeichnen: die eigene Kompetenz und Unabhängigkeit.

Und das führt zu einem starken Selbstwertgefühl und dem Wunsch, mehr zu wissen. Experimentierkästen fördern das Interesse an den Naturwissenschaften, Gesellschaftsspiele spielerisch das Verständnis von Lerninhalten. Und Klassiker wie „Stadt-Land-Fluss“ sind optimal, um Erlerntes aufzufrischen. „Du schaffst das! Ich glaube an dich!“ Ihren Kindern sollten Eltern unbedingt den Rücken stärken. Sie sollten ihnen ihre Stärken verdeutlichen und ihnen Erfolgserlebnisse verschaffen, die ihnen möglicherweise in der Schule fehlen. Quelle: Kronen Zeitung

Von Hans Klumbies

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